{"id":1085,"date":"2015-09-30T10:55:27","date_gmt":"2015-09-30T09:55:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=1085"},"modified":"2015-09-30T10:55:27","modified_gmt":"2015-09-30T09:55:27","slug":"insekt-am-fenster-lyrische-betrachtungen-von-euch-und-mir","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=1085","title":{"rendered":"Insekt am Fenster: lyrische Betrachtungen von euch und mir"},"content":{"rendered":"<p>Ich war mal wieder eine halbe Ewigkeit nicht hier.<\/p>\n<p>Meine Entschuldigung ist, dass ich in\u00a0den Kosmos\u00a0einer\u00a0Geschichte abgetaucht bin, die ich derzeit schreibe &#8211; mit einer Vorgabe von 1000 W\u00f6rtern pro Tag. Heute Morgen, als ich weiterarbeiten wollte, habe ich realisiert, dass ich gestern Abend in der Uni-Bibliothek vor M\u00fcdigkeit vergessen habe, die aktuelle Version des Manuskripts auf eine Cloud hochzuladen: Jetzt liegt das Manuskript auf einem Computer in der Universit\u00e4t. Und ich liege noch im Bett.<\/p>\n<p>F\u00fcr Panik um die gestern geleistete Schreibarbeit fehlt mir aber einfach\u00a0die Energie, es ist sonnig und wohlig hier, ich trage die extra gem\u00fctlichen Socken und habe ein Glas kalten Milchkaffee neben mir. Was will man mehr?<\/p>\n<p>Na klar, Gedichte!<\/p>\n<p>Ich habe vorhin ein Gedicht von Seraton im letzten <a href=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=1079\">Lyrik-Post<\/a> entdeckt und war sofort am Haken. Jetzt will ich mehr. Von euch.<\/p>\n<p>Vor einigen Tagen hab auch ich wieder eins geschrieben, das ich mit euch teilen m\u00f6chte. Der Tod einer Biene (oder Wespe?) war der Ausl\u00f6ser:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/DSC_0167.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1086 size-medium\" src=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/DSC_0167-e1443606555658-281x500.jpg\" alt=\"DSC_0167\" width=\"281\" height=\"500\" srcset=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/DSC_0167-e1443606555658-281x500.jpg 281w, http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/DSC_0167-e1443606555658-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 281px) 100vw, 281px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\">.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\">.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Insekt am Fenster<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\">\u00a0.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Das Flugobjekt, ein Gramm nicht schwer,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">liegt still. Die Beine kreuz und quer geknickt,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">die F\u00fchler an der Fensterscheibe. Lichtsensoren<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">spiegeln noch, sie haben kein Verdeck wie S\u00e4ugetiere<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Lider. Noch f\u00e4llt durch sie ein Bild nach innen, diesen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">R\u00e4tselbrunnen ohne Grund, wo Milben sich den Bauch<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">vollschlagen: Geistiges ist nicht zu finden, aber Mineralien<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">und Protein, um sich zu laben an den ausgeknipsten Kabeln.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">(Was hei\u00dft schon Geist? Es soll ihn geben in den Wesen,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">nicht an Spuren abzulesen, sondern daran, dass sie lesen.)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\">\u00a0.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Reflexe haben hier gewirkt, selbstredend ohne Wissen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">von sich selbst (wir wissen das, wir wissen viel) und<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">keine Grenzen ziehend zwischen Ich und Welt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Ein Kosmos ohne Schranken, absolut, keine Gedanken.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Nie Vergangenheit. Betraf sie \u00fcberhaupt die Zeit?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Ergibt es Sinn zu fragen: Was fand die in sich Unbekannte<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">in ihren Tagen auf der Erde, bevor die Endlichkeit der Stoffe<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">ihre Allheit auf ein Hirngespinst herunterbrach?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">Sah sie das Fehlen eines Auswegs oder immer nur das Positive:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">die sch\u00f6ne Wabe Licht im Himmel<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px;\">hinter unverst\u00e4ndlich, undurchdringlich Glas.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\">\u00a0.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 240px; text-align: right;\">\u00a0.<\/p>\n<p>Dieses Gedicht quillt nicht so vor Bildern \u00fcber wie sonst oft bei mir, aber es w\u00e4re doch auch langweilig, wenn alles immer gleich bliebe. Was habt ihr in letzter Zeit Neues ausprobiert?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fragt sich:<\/p>\n<p>Jenny<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war mal wieder eine halbe Ewigkeit nicht hier. Meine Entschuldigung ist, dass ich in\u00a0den Kosmos\u00a0einer\u00a0Geschichte abgetaucht bin, die ich derzeit schreibe &#8211; mit einer Vorgabe von 1000 W\u00f6rtern pro Tag. Heute Morgen, als ich weiterarbeiten wollte, habe ich realisiert, dass ich gestern Abend in der Uni-Bibliothek vor M\u00fcdigkeit vergessen habe, die aktuelle Version des Manuskripts auf eine Cloud hochzuladen: Jetzt liegt das Manuskript auf einem Computer in der Universit\u00e4t. Und ich liege noch im Bett. F\u00fcr Panik um die gestern geleistete Schreibarbeit fehlt mir aber einfach\u00a0die Energie, es ist sonnig und wohlig hier, ich trage die extra gem\u00fctlichen Socken und habe ein Glas kalten Milchkaffee neben mir. 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