{"id":1708,"date":"2021-06-27T08:20:03","date_gmt":"2021-06-27T07:20:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=1708"},"modified":"2021-06-27T08:21:21","modified_gmt":"2021-06-27T07:21:21","slug":"kalt-wie-schnee-hart-wie-eisen-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=1708","title":{"rendered":"Kalt wie Schnee, hart wie Eisen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-text-align-center\">Kapitel 2 &#8211; 3<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Gem\u00fctlichen Sonntagmorgen w\u00fcnsche ich euch! Und weiter geht&#8217;s mit Kapitel 2 und 3. Ich bin gespannt, was ihr nach dem Einstieg letzte Woche dazu sagen werdet, denn wir bleiben vorerst bei Kanem\u00f4 und lernen ihre Welt etwas n\u00e4her kennen. Bevor ich hier anfange zu spoilern (ich habe wenig gegen Spoiler und neige darum dazu), werde ich jetzt einen kleinen Spaziergang machen und mit Kaffee zur\u00fcckkehren, um zu gucken, ob schon jemand geschrieben hat &#8230; Aber kein Druck! Na ja, vielleicht ein bisschen, hehe.<\/em> Vieeeel Spa\u00df. :) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"has-text-align-center\">2.<\/h1>\n\n\n\n<p>Es dauerte nicht lange, bis Kanem\u00f4 ihre wenigen Habseligkeiten gepackt hatte \u2013 ein paar Kleidungsst\u00fccke, ihr Perlmuttkamm, am Strand gefundener Bernstein und bestickte Taschent\u00fccher waren alles, was sie besa\u00df. Als sie den Umhang zugekn\u00f6pft und den Quersack umgeschlungen hatte, schien ihre Schlafkammer um sie herum zusammenzuschrumpfen. Wie viele N\u00e4chte hatte sie hier gelegen und sich wie lebendig begraben gef\u00fchlt \u2013 und jetzt, da sie gehen durfte, wollte sie sich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen! Aber sie hielt die Tr\u00e4nen zur\u00fcck. Sich die Angst ausrei\u00dfen \u2026 so wie Madurahan es gesagt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach kurzem Z\u00f6gern legte sie ihr Diadem unter das Kissen von Perasias Bett. Sie war noch so klein, dass es ihr passen musste. Und weil Kanem\u00f4 nicht gehen konnte, ohne Letanna auch etwas zu schenken, \u00f6ffnete sie ihren Quersack rasch wieder und schob den Perlmuttkamm unter das Kissen der zweiten Novizin. Sie hatten sich oft gegenseitig damit frisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Feueraltaren in der gro\u00dfen Halle warteten schon die zw\u00f6lf Priesterinnen, die beiden Novizinnen und der Gesandte. Im N\u00e4herkommen erschienen Kanem\u00f4 seine riesigen Augen, sein kurzer Leib und sein breiter Sch\u00e4del noch merkw\u00fcrdiger. Der Mann seinerseits musterte sie pr\u00fcfend, ob sie diejenige war, die er suchte. Es war unangenehm, beinahe bedrohlich, von einem Fremden angesehen zu werden, nachdem sie zehn Jahre lang den Schleier einer Novizin getragen hatte. Sein Blick wanderte \u00fcber ihre Haut, die einen gr\u00fcnlich-goldenen Schimmer hatte, studierte das hellgrau gesprenkelte Blau ihrer Augen und glitt \u00fcber ihr Haar, das die Farbe von Gras hatte, kurz bevor es zu Heu verblasst. Zuletzt betrachtete er ihre Ohren, die spitzer zuliefen als bei den Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Gesandte \u00fcberzeugt zu sein schien, dass sie die Tochter der K\u00f6nigin war, einer Hohen Elfe von Madgar Yhs, und des gefallenen K\u00f6nigs, verneigte er sich vor ihr. \u201ePrinzessin Kanem\u00f4. Es ist mir eine Ehre. Wenn Ihr gestattet, dass ich mich vorstelle \u2013 mein Name lautet Sagrik, Bibliothekar und Berater K\u00f6nig Sagamenons des Dritten, Eures Vaters. Verzeiht, dass ich Euch keine komfortablere Art zu reisen anbieten kann, aber die Priesterinnen waren so g\u00fctig, uns zwei Esel zu geben \u2013 Eurem Stand nicht angemessen, aber besser als nichts.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kanem\u00f4 dachte daran, dass sie nie auf einem Esel hatte reiten d\u00fcrfen, wenn sie f\u00fcr Besorgungen zu den D\u00f6rfern geschickt worden war. Aber Sagrik hatte recht, einer K\u00f6nigstochter stand mindestens ein Pferd zu, wenn nicht eine Kutsche oder S\u00e4nfte. Nur war sie die l\u00e4ngste Zeit ihres Lebens eine Novizin gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sagrik verneigte sich nun auch vor den Priesterinnen. \u201eMeine Ehrerbietung \u2013 und meinen tiefsten Dank.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kanem\u00f4 kniete nieder und k\u00fcsste den Priesterinnen die silbergeschm\u00fcckten H\u00e4nde. Sie w\u00fcnschte, die Frauen w\u00e4ren nicht verschleiert. Obwohl sie nicht gerade liebevoll gewesen waren, hatten sie Kanem\u00f4 doch aufgenommen und erzogen. Es gab niemanden auf der Welt, den sie l\u00e4nger kannte als diese zw\u00f6lf verh\u00fcllten Gestalten. Sich das einzugestehen, tat weh.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eM\u00f6gen die G\u00f6tter dich sch\u00fctzen\u201c, sagte Silan f\u00f6rmlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Madurahan, beinahe fl\u00fcsternd: \u201eMutter Mond stehe dir bei und z\u00e4hle deine Schritte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Letanna und Perasia verneigten sich vor Kanem\u00f4, zitternd unter ihren Schleiern, und Kanem\u00f4 konnte h\u00f6ren, dass Perasia ein Schluchzen unterdr\u00fcckte. Kanem\u00f4 wollte die Verneigung schon erwidern, aber ihr Herz dr\u00e4ngte sie dazu, die beiden M\u00e4dchen zu umarmen. Mochte es auch unschicklich sein \u2013 das hier war wichtiger. Und als sie die beiden an sich dr\u00fcckte und von ihnen gedr\u00fcckt wurde, sp\u00fcrte sie, wie sehr sie es bereut h\u00e4tte, nicht den Mut dazu aufgebracht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Esel waren mit zusammengerollten Lederdecken zum Schlafen und Taschen voll Proviant bepackt. Kanem\u00f4 und Sagrik sa\u00dfen auf und ritten auf dem gewundenen Pfad entlang der K\u00fcste davon. Zwischen den Wolkenb\u00e4nken vor ihnen tauchte die Sonne auf, ein strahlendes Auge, das sich \u00f6ffnete, bevor es hinter der Welt versank.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ritten, bis Wolken das Mondlicht schluckten und die Finsternis sie zur Rast zwang. Zwischen hohen Felsen entfachte der kleine Mann ein Feuer, indem er eine Glasphiole \u00f6ffnete und ein tr\u00e4ge kriechendes, stinkendes Gas \u00fcber ein B\u00fcschel Trockenmoos rinnen lie\u00df \u2013 Kriechglut. So nannte man den entz\u00fcndlichen Atem, den Drachen aushauchten. Kanem\u00f4 hatte seit ihrer Zeit im Palast keine Kriechglut mehr gesehen, und es weckte die Erinnerung an Glaskugeln, in denen sich bunte Flammen wie im Schlaf r\u00e4kelten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch dachte, es gibt keine Drachen mehr?\u201c, sagte Kanem\u00f4.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo ist es auch. Diese Kriechglut ist aus den letzten Vorr\u00e4ten von fr\u00fcher und sehr kostbar. Ich benutze sie nur, um Feuer zu entfachen\u201c, sagte er mit seiner gequetscht wirkenden Stimme. \u201eVerzeiht den \u00fcblen Geruch. Ich w\u00fcrde Rosen\u00f6l oder Zimt\u00f6l dar\u00fcbertr\u00e4ufeln, aber ich konnte nicht einmal das N\u00f6tigste mitnehmen, geschweige denn die Dinge, die das Leben angenehmer gestalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend das Trockenmoos gl\u00fchte, huschte Sagrik hin und her, brach Zweige aus B\u00fcschen, sammelte Treibholz und vertrocknetes Schilf und f\u00fctterte das Feuer, bis es fr\u00f6hlich flackerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie oft hatte Kanem\u00f4 davon getr\u00e4umt, ein Ritter w\u00fcrde kommen, entsandt von ihrem Vater, um sie zur\u00fcckzuholen! Nicht selten hatte sie auch davon fantasiert, der Ritter w\u00fcrde sie vom Tod ihres Vaters unterrichten, weshalb sie wieder nach Hause d\u00fcrfe. Und gelegentlich hatte sie sich sogar vorgestellt, dass jemand sie entf\u00fchren w\u00fcrde \u2026 All diese Vorstellungen hatten gemeinsam gehabt, dass der Ritter sch\u00f6n und galant war und dass er sich auf der Reise in sie verliebte. Sagrik war weder sch\u00f6n noch galant, auch wenn er sich M\u00fche gab, sie zu umsorgen. Aber ganz sicher wollte sie nicht, dass er sich in sie verliebte.<\/p>\n\n\n\n<p>Er goss Wintermilch aus einem Lederschlauch in einen kleinen Kessel \u00fcber dem Feuer. Kanem\u00f4 streute indessen den Eseln Hafer hin. Als die Tiere fra\u00dfen, tunkten auch Kanem\u00f4 und Sagrik ihren Zwieback in den hei\u00dfen Trunk aus Schafsmilch, Winterwurzelmehl und Mandelzucker.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIst der K\u00f6nig mit Sicherheit tot?\u201c, fragte Kanem\u00f4.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa\u201c, sagte der Bibliothekar nach einer Pause. \u201eDer Anf\u00fchrer der Rebellenhorden hat ihn erschlagen. Sie haben seine Leiche zur Schau gestellt. Ich habe sie vor meiner Abreise gesehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schauderte, doch wohl nicht vor Entsetzen. Auch nicht vor Genugtuung, obwohl sie geglaubt hatte, ihren Vater zu f\u00fcrchten und zu hassen. Nun merkte sie, dass das nicht stimmte. Sie kannte ihn schlichtweg nicht gut genug, um so viel f\u00fcr ihn zu empfinden. Die l\u00e4hmende Ungerechtigkeit, die er ihr angetan hatte, war durch seinen Tod nicht ges\u00fchnt. Und vielleicht war es das, was sie schaudern lie\u00df: die Willk\u00fcr des Unrechts, das jeden treffen konnte, eine K\u00f6nigstochter und sogar den K\u00f6nig des gr\u00f6\u00dften Reiches der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLebt meine Mutter noch?\u201c, fragte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Sagrik nahm sich einen weiteren Zwieback und f\u00fcllte sich den Becher nach, bevor er antwortete. \u201eIch wei\u00df nicht das Geringste \u00fcber die Herrin Iriobal, verzeiht \u2026 Es war verboten, am Hof \u00fcber sie zu sprechen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFalls sie sich versteckt h\u00e4lt, k\u00f6nnte sie jetzt doch wieder auftauchen, da die Rebellen und die Hohen Elfen Ivenhall eingenommen haben, nicht wahr?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas w\u00e4re die logische Schlussfolgerung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFalls sie noch lebt.\u201c Eine Weile hing sie ihren Gedanken nach. Dann bat sie: \u201eErz\u00e4hlt mir mehr von dem Versteck, in das Ihr mich bringt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er gluckste. \u201eMeine Prinzessin, die S\u00fcmpfe selbst sind das Versteck. Hat man Euch schon einmal vom Sumpfland erz\u00e4hlt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist \u2026 nun, dort gibt es keine F\u00fcrsten. Und deshalb auch niemanden, der dem K\u00f6nig von Ivenhall unterstehen k\u00f6nnte. Es ist unbeherrschtes Land.\u201c Sie biss sich auf die Lippe. Sie wusste so gut wie nichts \u00fcber die S\u00fcmpfe. Wenn sie ehrlich war, wusste sie auch so gut wie nichts \u00fcber das Gro\u00dfreich, das nun rechtm\u00e4\u00dfig ihr geh\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sagrik nickte, als h\u00e4tte er nichts anderes erwartet. \u201eEs ist allgemein bekannt, dass die Wirklichkeit nicht \u00fcberall gleicherma\u00dfen fest ist. Sie hat eine harte, solide Oberfl\u00e4che\u201c, er klopfte auf den Felsboden, \u201eund einen flie\u00dfenden, <em>fl\u00fcssigen<\/em> Kern. Diesen fl\u00fcssigen Kern nennen wir den Nebel. Alle Zauberkunst, die wir kennen, zieht ihre Kraft aus dem Nebel. Eure Vorfahren, die K\u00f6nige von Ivenhall, herrschten \u00fcber die Menschen, weil sie als Einzige einen dauerhaften Zugang zum Nebel hatten, n\u00e4mlich den Zauberkessel, der auf dem Eisenturm thront. Daran erinnert Ihr Euch gewiss. Euer Vater sch\u00f6pfte oft aus dem Nebel des Zauberkessels die Bestien, die seine Herrschaft sicherten. Nun ja \u2013 bis zuletzt. Die K\u00f6nige vor ihm haben mehr zauberisches Talent bewiesen, denn sie lie\u00dfen Drachen aus dem Zauberkessel steigen, Euer Vater nur geringere Bestien. Darum konnte er von aufst\u00e4ndischen Bauern mit Unterst\u00fctzung der Elfen besiegt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd weil er den Verstand verloren hat\u201c, sagte Kanem\u00f4 leise. \u201eEr hat den Verstand verloren, weil er zu viel Zeit vor dem Zauberkessel verbrachte. Das sagen die Leute doch?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch erlaube mir dar\u00fcber kein Urteil. Aber es ist so, dass der Nebel im Grunde \u00fcberall aufsteigen kann. Doch der erste K\u00f6nig von Ivenhall war der einzige Mensch, der es je geschafft hat, den Nebel in ein Gef\u00e4\u00df zu bannen, den Zauberkessel \u2013 und zwar mit einer Art Blutzauber, weshalb nur seine blutsverwandten Nachkommen seine Zauberkraft erben. Heute haben nur noch die Hohen Elfen von Madgar Yhs Zugriff auf den Nebel. In ihren Sommerw\u00e4ldern haben sie einen zauberischen Brunnen. Sie sch\u00f6pfen keine Bestien daraus, sondern nutzen ihn, um nach Belieben durch den Raum und sogar die Zeit zu schreiten, hei\u00dft es. Diese Zauberkunst behalten sie eigens\u00fcchtig f\u00fcr sich, weil sie das m\u00e4chtigste Volk der Welt sein wollen. Aber einst wussten auch die Bewohner des Sumpflandes, wie man den Nebel ruft und aus ihm sch\u00f6pft \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Zwerge?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo nennen die Menschen das alte Volk der Gokra. Und nicht ganz zu Unrecht. Denn die Gokra nennen sich selbst das Kleine Volk. Warum? Eine Legende besagt, dass vor langer Zeit, bevor es uns Sterbliche gab, die G\u00f6tter der Erde gegen die G\u00f6tter des Himmels in den Krieg zogen und verloren. Heute leben wir auf den Leichen der Erdg\u00f6tter \u2013 den reglosen Bergen und Felsen. Eine der Erdg\u00f6ttinnen war schwanger, als sie im Kampf fiel. Vater Sonne hatte Mitleid, ging zwischen ihren Schenkeln unter und w\u00e4rmte ihren Scho\u00df, sodass ihre Kinder lebend zur Welt kamen \u2013 unfertige, winzige Gesch\u00f6pfe, die sich in Erinnerung an ihre riesenhaften Ahnen <em>Gokra<\/em> nannten \u2013 die Kleinen Leute oder Zwerge.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er leerte seinen Becher und f\u00fcllte ihn ein weiteres Mal, nachdem er zuerst Kanem\u00f4 von der Wintermilch angeboten und ihr den Becher nachgef\u00fcllt hatte. \u201eDie Gokra waren viele Tausend Jahre das einzige Volk, das aus dem Nebel sch\u00f6pfte und eine eigene Zauberkunst besa\u00df. Die Elfen zogen damals heimatlos wie W\u00f6lfe durch die W\u00e4lder. Doch heute gibt es die Gokra kaum noch. Und der Nebel, aus dem sie einst sch\u00f6pften, ist zwar nicht verschwunden, aber verwildert. Darum bewegt sich das Sumpfland auf unvorhersehbare Weise. Inseln aus l\u00f6cherigem Gestein, Sch\u00e4delberge genannt, tauchen auf und gehen unter im unsichtbaren Sog des Nebels. Die Sch\u00e4delberge sind ausgezeichnete Wohnst\u00e4tten dank ihrer Tunnelg\u00e4nge und H\u00f6hlen und nicht zuletzt gibt es im gesamten Sumpfland nur bei den Sch\u00e4delbergen flie\u00dfendes, trinkbares Wasser. Wenn ein Sch\u00e4delberg nach Jahren oder auch nach nur ein paar Monden im Nebel versinkt, m\u00fcssen seine Bewohner ihre Heimat verlassen und einen anderswo aufgetauchten Sch\u00e4delberg finden \u2013 darum nennt man sie auch Wandernde St\u00e4dte. Und darum gibt es keine F\u00fcrsten oder K\u00f6nige im Sumpfland. Alle paar Jahre werden die Karten neu gemischt!\u201c Er kicherte dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlso werde ich in diesen Wandernden St\u00e4dten leben, bis F\u00fcrst Korigan einen Weg gefunden hat, mich nach Ofeha zu holen\u201c, schloss Kanem\u00f4. Sie beobachtete Sagrik genau, denn von den Priesterinnen hatte sie gelernt, in Gesichtern zu lesen. Langsam fuhr sie fort: \u201eAber vielleicht besiegen die Rebellen F\u00fcrst Korigan. Und dann bleibe ich f\u00fcr immer im Sumpfland.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie kannte seine Antwort, bevor er sprach: \u201ePrinzessin Kanem\u00f4 \u2026 F\u00fcrst Korigan wird die Rebellen nicht besiegen. Wenn Euer Vater mit seinen zweitausend Bestien es nicht konnte, k\u00f6nnen es F\u00fcrst Korigan und sein einziger Verb\u00fcndeter, F\u00fcrst Morthog, erst recht nicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die beiden F\u00fcrstent\u00fcmer fallen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kanem\u00f4 blickte in die Dunkelheit, in der das dumpfe Krachen der Meeresbrandung zu h\u00f6ren war. Sie versuchte es sich vorzustellen \u2013 ein Leben im Verborgenen, von einem Sch\u00e4delberg zum n\u00e4chsten fliehend wie eine Ratte auf sinkenden Schiffen. Sie w\u00fcrde mehr Freiheiten haben als im Mondtempel, daf\u00fcr aber wohl auch weniger Schutz. Im Grunde w\u00fcrde sich jedoch nichts \u00e4ndern. Sie w\u00fcrde warten. Jahr um Jahr warten, dass ihr endlich Gerechtigkeit widerfuhr und sie den Platz einnehmen durfte, der ihr von Geburt her zustand. Sie w\u00fcrde alt werden, w\u00e4hrend sie wartete, und sie w\u00fcrde sterben. Ein Niemand, der jemand h\u00e4tte werden sollen und nie geworden war.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch will das nicht\u201c, murmelte sie. \u201eIch will nicht die Hoffnung mit mir herumtragen, dass eines Tages irgendein Wunder passiert. Sie erdr\u00fcckt mich, diese Hoffnung. Ich will vergessen, wer ich gewesen bin!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIst das so?\u201c Sein sp\u00f6ttischer Tonfall durchschnitt ihr Selbstmitleid, und sie f\u00fchlte selbst, dass es eine L\u00fcge gewesen war.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOb Ihr vergesst oder nicht, meine Prinzessin, die Vergangenheit l\u00e4sst sich nicht ungeschehen machen. Es gibt Fakten. In Euch flie\u00dft das zauberische Blut von Ivenhall und all Eure n\u00e4heren Verwandten sind tot. Ihr seid die Letzte, die Bestien aus dem Zauberkessel sch\u00f6pfen k\u00f6nnte.\u201c Er schob ein paar Zweige ins Feuer. \u201eZudem besagt das Gesetz, dass derjenige, der Euch ehelicht, Anspruch auf den Thron hat. Darum schickte mich Euer Vater los, um Euch vor den Rebellen zu verstecken. Aber was jetzt Eure Schw\u00e4che ist, kann morgen Eure St\u00e4rke sein. Ihr m\u00fcsst nicht warten, dass Euch Gerechtigkeit widerf\u00e4hrt. Ihr k\u00f6nnt sie Euch erk\u00e4mpfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie dachte an F\u00fcrst Korigan, den Retter, den sie vermutlich niemals treffen w\u00fcrde. \u201eWie?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas gilt es herauszufinden.\u201c Nun war es Sagrik, der ihr Gesicht studierte, als liege darin die Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Er schl\u00fcrfte seine Wintermilch aus und hinter dem Rand des Bechers schien er zu l\u00e4cheln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"has-text-align-center\">3.<\/h1>\n\n\n\n<p>Zwei Tage ritten Kanem\u00f4 und Sagrik an der K\u00fcste des Nordmeeres entlang. Anfangs sahen sie noch D\u00f6rfer auf den R\u00fccken der H\u00fcgel, umgeben von Feldern und Schafherden. Doch bald wurde das Land k\u00e4rger und die wei\u00dfen Felsen schienen dem Meer die Z\u00e4hne zu blecken. Das Meer warf sich sch\u00e4umend dagegen und kreiselte in den Buchten wie von Sinnen. Weit drau\u00dfen sahen sie einmal Wale vor\u00fcberziehen, ansonsten begegnete ihnen kein Lebewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die unendliche Weite des Landes bedr\u00fcckte Kanem\u00f4 so sehr, dass ihr das Atmen schwerfiel. Welche Bedeutung hatte ihr Schicksal in dieser riesigen, leeren Welt? Welchen Unterschied machte es, ob sie entkam oder gefangen wurde, lebte oder starb? Die Erde, der Himmel und das Meer griffen ineinander wie H\u00e4nde, die nichts f\u00fchlten. H\u00e4nde, die alles zwischen sich zerrieben, ohne es auch nur zu merken.<\/p>\n\n\n\n<p>Kanem\u00f4 vermisste Letanna und Perasia mehr, als sie es je f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte. Die beiden waren wie Schwestern f\u00fcr sie gewesen. Dass sie die Novizinnen wahrscheinlich nie wiedersehen w\u00fcrde, war schwerer zu ertragen als jede andere Ungerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Am dritten Tag ging es bergab und sie ritten durch D\u00fcnen und feuchte Marschen. Ein Weg aus Holzbohlen tauchte auf, der vom Meer fortf\u00fchrte. Sie folgten ihm vorbei an Fl\u00fcssen und Wiesen, auf denen Hunderte von G\u00e4nsen und Kranichen auf ihrem Zug in den S\u00fcden Halt machten. Die Fl\u00fcsse verwandelten sich in B\u00e4che, die B\u00e4che in T\u00fcmpel. Knorrige B\u00e4ume, \u00fcber und \u00fcber von Schlingpflanzen und Moos \u00fcberwachsen, ragten aus der Erde wie auferstehende Tote, erstarrt in der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie machten abends Feuer aus Wollgr\u00e4sern, die im Wind knisterten, und erwachten morgens in einer vor Frost glitzernden Welt. Kanem\u00f4 hatte den Nachgeschmack von Tr\u00e4umen im Herzen, die von Letanna und Perasia handelten und so traurig waren, dass sie alles in ihr zum Stillstand brachten. Aber in dieser Stille kam ihr ein Gedanke, der beinah tr\u00f6stlich war: Sie hatte jetzt nichts mehr zu verlieren au\u00dfer ihr Leben. Und ihr Leben war nicht nur etwas, das sie verlieren konnte; es war ein Einsatz. Um zu gewinnen, was auch immer ihr wichtig war.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist mir wichtig? Gerechtigkeit. Mein Recht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie probierte die Worte an, wie man Kleider anprobierte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist mir wirklich wichtig? Ich will \u2026 nicht hilflos sein. Ich will, dass die Angst weggeht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Lauf des Tages lie\u00df die Sonne den Frost zu Nebel verdampfen. Sie konnten kaum einen Schritt weit sehen und die Holzbohlen waren kaum noch zwischen dem Gestr\u00fcpp und Schlamm auszumachen. Nicht selten musste Sagrik absteigen und den Weg suchen, der teils im Sumpf versunken war. Nach einiger Zeit verbesserte sich der Weg dann merklich. Sie passierten eine H\u00e4ngebr\u00fccke, deren Bretter nach frisch geschlagenem Holz rochen, und der Weg wurde zu einer breiten, gepflasterten Stra\u00dfe. Im Nebel vor ihnen tauchte ein gro\u00dfer, hoher Umriss auf \u2026 ein Berg. Und er leuchtete aus unz\u00e4hligen H\u00f6hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin Sch\u00e4delberg\u201c, bemerkte Sagrik \u00fcberfl\u00fcssigerweise. \u201eDie Stadt unter der Erde ist wohl noch deutlich gr\u00f6\u00dfer, sonst w\u00fcrde nicht so eine aufwendig gepflegte Stra\u00dfe zu ihr f\u00fchren. Wollt Ihr einen Besuch wagen, meine Prinzessin?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas bleibt uns anderes \u00fcbrig? Unser Proviant ist fast aufgebraucht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch wollte Euer Gef\u00fchl entscheiden lassen, aber Ihr habt der Vernunft den Vorrang gegeben. Bravo, Prinzessin Kanem\u00f4. Nun denn, hinein ins Get\u00fcmmel!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er gab seinem Esel die Gerte und sie ritten dem Berg entgegen. Bogenbr\u00fccken f\u00fchrten \u00fcber quirlige B\u00e4che. Als die Nebel sich noch mehr lichteten, bemerkten sie Wasserf\u00e4lle, die aus dem Berg st\u00fcrzten. Tats\u00e4chlich war der gigantische Felskoloss von einem See umgeben, der etliche Str\u00f6me speiste. Steinpfade verbanden das Ufer mit dem Berg. Es gab keinen Schutzwall, keine W\u00e4chter oder sonstige sichtbare Verteidigung. Kanem\u00f4 und Sagrik ritten geradewegs in den Sch\u00e4delberg hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der schmale Tunnel wurde von Torflichtern in Nischen des Gesteins erhellt. Es ging bergauf. Ein Summen war zu vernehmen, als bef\u00e4nden sie sich in einem Bienenstock, und gelegentlich lief ein Grollen durch die Erde.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMerkt Ihr es?\u201c, fragte Sagrik, als die Felsen besonders laut knackten und die Esel scheuten. \u201eDer Sch\u00e4delberg knirscht mit den Z\u00e4hnen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und ob Kanem\u00f4 es merkte. Bei der Vorstellung, das Gew\u00f6lbe ringsum bewege sich, brach ihr der kalte Schwei\u00df aus. Doch sie trieb ihren Esel voran.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann wurde die Wand des Tunnels immer l\u00f6cheriger und sank zu einer Art Gel\u00e4nder herab. Vor Kanem\u00f4 erstreckte sich ein unermesslicher Komplex aus Terrassen, H\u00e4ngebr\u00fccken, Tunnelg\u00e4ngen, H\u00f6hlen und Befestigungen, die vor Gesch\u00e4ftigkeit wimmelten. Durch Felsspalten fielen Schleier von Tageslicht, aber die meiste Helligkeit spendeten die Torflichter. Ihr schummeriger gelber Schein lag auf Tavernen, Verkaufsst\u00e4nden, aus Lehm und Wurzelgeflecht gebauten Nesth\u00e4usern und Treppen. Wasserf\u00e4lle st\u00fcrzten hier und da von Klippen und sammelten sich in Becken, umringt von M\u00fchlen, dampfenden Gark\u00fcchen und Badest\u00e4tten. Kanem\u00f4 konnte sich nicht erinnern, je so viele Leute an einem Ort gesehen zu haben, nicht einmal im Palast, als sie ein Kind gewesen war. \u00dcberall herrschte Gedr\u00e4nge. Mit Ochsen bespannte Wagen voller Gem\u00fcse, H\u00fchnern und Kochgeschirr bahnten sich einen Weg vorbei an Lastentr\u00e4gern, die K\u00f6rbe auf dem Kopf balancierten, Frauen in gef\u00e4rbten Kleidern mit klotzigem Schmuck, Elfen in M\u00e4nteln aus Maru\u00e9, dem farbwechselnden Stoff \u2013 das Geheimnis seiner Herstellung wurde in Madgar Yhs geh\u00fctet \u2013, und schwer bewaffneten Kriegern mit rasierten Sch\u00e4deln bis auf einen Zopf entlang der linken Schl\u00e4fe. An den Felsen kletterten Kinder. Es roch nach Feuchtigkeit und Feuer, nach Essen, Tieren, Abfall und dem bet\u00e4ubenden Duft der R\u00e4ucherst\u00e4bchen, die vor beinah jeder T\u00fcr glommen. Nach zehn Jahren im Mondtempel, dessen Stille nur der Wind und das Meer eingeklammert hatten, f\u00fchlte Kanem\u00f4 sich \u00fcberw\u00e4ltigt. Der Berg schien \u00fcber ihr zusammenzust\u00fcrzen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMeine Herrin.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sp\u00fcrte Sagriks kleine, dicke Hand auf dem R\u00fccken und zuckte zusammen. Er zog die Hand sofort zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIhr solltet etwas zu Euch nehmen und Euch ausruhen. Erlaubt Ihr, dass ich Euch zu einer Freundin f\u00fchre?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEiner Freundin?\u201c, echote sie und folgte mit dem Blick seinem Fingerzeig in die Tiefe, aber sie sah nichts als ein Gewirr aus Balkonen, Treppen, Br\u00fccken und H\u00f6hleng\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa, eine sehr vertrauensw\u00fcrdige Person. Wir k\u00f6nnen uns ihrer Gastfreundschaft sicher sein.\u201c Sagrik beugte sich zu ihr vor. \u201eAb jetzt werde ich Euch nur noch <em>meine Herrin <\/em>nennen. Verzeiht mir diese Vorsichtsma\u00dfnahme, meine Herrin.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem verschw\u00f6rerischen Zwinkern nahm er die Z\u00fcgel ihres Esels und sie ritten nebeneinander durch die Menge. M\u00e4dchen wollten ihr Blumen in die Hand dr\u00fccken, Gew\u00fcrzh\u00e4ndler hielten ihr duftende Schalen unter die Nase, ein junger Mann, der halb elfisch zu sein schien, bot ihr sogar zwei Wolfswelpen an. Doch Sagrik scheuchte sie alle mit seiner Gerte weg wie Fliegen. Er selbst bekam Zurufe und freche Bemerkungen von stark geschminkten Frauen, die Kanem\u00f4 mit ihren Blicken durchbohrten, ohne dabei ihr L\u00e4cheln zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schoben sich bergab durch das Gedr\u00e4nge, bis sie an einen Bach gelangten. Durch einen Spalt in der Felswand drang geisterblasses Sonnenlicht. Zwischen Rankengeflecht sa\u00df ein kleiner wei\u00dfh\u00e4utiger Junge und machte mit einem Kescher Jagd auf Fr\u00f6sche. Als er den Kopf hob, sah Kanem\u00f4, dass er kein Mensch war \u2013 sein Gesicht war zu flach und breit, die Augen vorgew\u00f6lbt und schwarz wie sein krauses Haar.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOdra, kon feig. Edra matara Liotan ner wom?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sagrik hatte so schnell und leise gesprochen, dass Kanem\u00f4 nicht sicher war, ob es tats\u00e4chlich eine andere Sprache gewesen war. Doch die Antwort des Jungen best\u00e4tigte es: \u201eOmer rikt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLiotans utrigst Usgerda, Sagrik. Almet tosar irbethen kwendir vapromdir. Lut al preg kwendir.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Junge stand auf, nahm seinen K\u00e4fig voller Fr\u00f6sche und verschwand im herabh\u00e4ngenden Dickicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGleich k\u00f6nnen wir uns ausruhen\u201c, sagte Sagrik.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWelche Sprache war das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGokragan, die Sprache des Kleinen Volkes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kanem\u00f4 beobachtete mit offenem Mund, wie er von seinem Esel sprang, seine Kleider zurechtzupfte und sich das farblose Haar auf dem Sch\u00e4del glattstrich. Er schabte sich sogar mit den Abs\u00e4tzen den verkrusteten Schlamm von den Schuhen. \u201eIhr seid vom Kleinen Volk\u201c, stellte Kanem\u00f4 fest. \u201eIhr seid \u2026 ein Zwerg.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 2 &#8211; 3 Gem\u00fctlichen Sonntagmorgen w\u00fcnsche ich euch! Und weiter geht&#8217;s mit Kapitel 2 und 3. Ich bin gespannt, was ihr nach dem Einstieg letzte Woche dazu sagen werdet, denn wir bleiben vorerst bei Kanem\u00f4 und lernen ihre Welt etwas n\u00e4her kennen. Bevor ich hier anfange zu spoilern (ich habe wenig gegen Spoiler und neige darum dazu), werde ich jetzt einen kleinen Spaziergang machen und mit Kaffee zur\u00fcckkehren, um zu gucken, ob schon jemand geschrieben hat &#8230; Aber kein Druck! Na ja, vielleicht ein bisschen, hehe. Vieeeel Spa\u00df. :) * * 2. Es dauerte nicht lange, bis Kanem\u00f4 ihre wenigen Habseligkeiten gepackt hatte \u2013 ein paar Kleidungsst\u00fccke, ihr Perlmuttkamm,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1708"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1708"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1708\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1742,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1708\/revisions\/1742"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}