{"id":413,"date":"2013-10-24T12:26:02","date_gmt":"2013-10-24T12:26:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=413"},"modified":"2013-10-24T12:26:02","modified_gmt":"2013-10-24T12:26:02","slug":"dreiaugige-fische-zweikopfige-pilze-einzigartige-liebe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=413","title":{"rendered":"Drei\u00e4ugige Fische, zweik\u00f6pfige Pilze, einzigartige Liebe"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/20131024_125213.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-414\" alt=\"20131024_125213\" src=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/20131024_125213-1024x768.jpg\" width=\"444\" height=\"202\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte ja nicht \u00fcber mein Essverhalten reden. Frauen in ihren Zwanzigern reden meiner Erfahrung nach mehr \u00fcber Quinoa, saisonales Gem\u00fcse und Vegetarismus als der schimpfw\u00fctigste Fleischer. Dabei interessiert das eigene Essverhalten andere Menschen in der Regel so wenig wie das Essverhalten anderer einen selbst interessiert, deshalb halte ich mich aus der schmatzenden Schwatzerei\u00a0lieber raus.<\/p>\n<p>Aber heute gibt es eine Ausnahme. Als ich n\u00e4mlich vorhin mein Mittagessen zubereitete, fand ich in der Champignon-Packung zwei Pilze, die zusammengewachsen waren. Oder war es ein Pilz, der zwei K\u00f6pfe hatte? Jedenfalls war mein erster Gedanke TSCHERNOBYL! Atompilz! Genmanipulierter drei\u00e4ugiger Simpsonsfisch! Dann dachte ich an die strengen EU-Richtlinien, die vollkommen einwandfreies Gem\u00fcse verbieten, wenn es nicht die \u201erichtige\u201c Form hat. Waren meine zusammengewachsenen Pilze wom\u00f6glich illegale Einwanderer, Fl\u00fcchtlinge vor dem Regelwerk des europ\u00e4ischen Lebensmittelmarktes? Waren sie v\u00f6llig harmlos \u2013 sogar eine niedliche Kuriosit\u00e4t der Natur? So wie die monogame Liebe. Da sind auch zwei unzertrennlich, weil sie eben zusammengewachsen sind.<\/p>\n<p>Aber wie nat\u00fcrlich ist denn diese treue, verknallte, ewigkeitsvernarrte\u00a0Liebe? Es kann ja auch sein, dass es die nicht immer gegeben hat \u2013 in pr\u00e4historischen Zeiten, wo M\u00e4dchen Fellbikinis trugen, wurde ihnen ja bekanntlich kein Kaffee zum Kennenlernen angeboten, sondern eine Keule \u00fcbergebraten. Von Liebe hat da wohl noch keiner gesprochen. Oder gegrunzt. Ist die rosarote-f\u00fcr-immer-und-ewig-Liebe dann nur ein k\u00fcnstlicher Auswuchs der Zivilisation?<\/p>\n<p>M\u00f6glich, dass der drei\u00e4ugige Simpsonsfisch (aus der Fernsehserie \u201eDie Simpsons\u201c), der dem verseuchten Wasser von Springfield sein namensgebendes drittes Auge verdankt, sich wundert, dass er anders ist als die normalen Fische. An seiner herausragenden Sicht leiden wird er aber bestimmt nicht. Auch wenn die Welt ein bisschen verschoben aussieht, gibt es immerhin ein Drittel mehr zu sehen als f\u00fcr die anderen. Vielleicht ist es mit der Liebe genauso. Egal, ob sie nat\u00fcrlich ist oder durch bitters\u00fc\u00dfe Schadstoffe entstanden.<\/p>\n<p>Das Champignonpaar habe ich \u00fcbrigens gegessen, sch\u00f6n mit Rosmarin und Oliven\u00f6l, sehr k\u00f6stlich. Mehr\u00a0sage ich zu meinem Essverhalten aber wirklich nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte ja nicht \u00fcber mein Essverhalten reden. Frauen in ihren Zwanzigern reden meiner Erfahrung nach mehr \u00fcber Quinoa, saisonales Gem\u00fcse und Vegetarismus als der schimpfw\u00fctigste Fleischer. Dabei interessiert das eigene Essverhalten andere Menschen in der Regel so wenig wie das Essverhalten anderer einen selbst interessiert, deshalb halte ich mich aus der schmatzenden Schwatzerei\u00a0lieber raus. Aber heute gibt es eine Ausnahme. 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