{"id":647,"date":"2014-09-14T08:58:28","date_gmt":"2014-09-14T06:58:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=647"},"modified":"2014-09-18T22:59:06","modified_gmt":"2014-09-18T20:59:06","slug":"3-testlese-woche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=647","title":{"rendered":"3. TESTLESE-WOCHE"},"content":{"rendered":"<p>Gem\u00fctlichen\u00a0Sonntagmorgen w\u00fcnsch ich euch!<\/p>\n<p>Eine weitere Woche ist verstrichen, endlich. Sie kam mir ganz sch\u00f6n lang vor, weil ich unbedingt wissen will, was ihr zum dritten Kapitel sagt.<\/p>\n<p>Nicki nutzte letztes Mal\u00a0Canons und ihre zeichnerischen F\u00e4higkeiten, um Canons Wohnung zu finden und in sie einzubrechen.\u00a0In seinem Badezimmer fand sie blutige Kleidung und ein Handtuch aus einem Hotel &#8220;Warkonia&#8221;. Nat\u00fcrlich bricht sie gleich dorthin auf. Ob sie endlich Canon begegnet? Das ist ab sofort nachlesbar!<\/p>\n<p>Wie immer habe ich Kommentare an den Rand gesetzt, auf die ihr als gewissenhafte Testleser antworten k\u00f6nnt, aber nicht m\u00fcsst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viel Vergn\u00fcgen w\u00fcnscht euch:<\/p>\n<p>Jenny<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><\/h4>\n<p style=\"text-align: center;\">Was man in einem Hotel umsonst bekommt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcnfzig Minuten sp\u00e4ter stieg Nicki aus der Trambahn. Die Sonne hatte die Wolkendecke noch einmal zum Schmelzen gebracht und \u00fcbergoss die H\u00e4user mit rohem, pfirsichfarbenem Licht, sodass man nicht gleich merkte, wie heruntergekommen sie waren. Ein B\u00fcrogeb\u00e4ude, das ganz aus dunkelbraunen Kl\u00f6tzen bestand, und eine von Planen und Plakaten umflatterte Ruine dr\u00e4ngten sich um das <em>Warkonia<\/em>. Das Hotel selbst erinnerte mit seinen gitterartigen Balkonen an ein Gef\u00e4ngnis. Neben dem Schriftzug, der \u00fcber dem Eingang prangte, hing das Schild einer Bierbrauerei.<\/p>\n<p>Sie \u00fcberquerte die Stra\u00dfe. Radiomusik und Alkoholdunst drangen aus dem Bistro neben dem Hoteleingang. Durch eine Schiebet\u00fcr aus Glas, die sich automatisch \u00f6ffnete, betrat sie die Lobby. Der kleine Raum bestand nur aus einem Sofa, einer Aufzugt\u00fcr und einem Tresen, auf dem Prospekte f\u00fcr Touristen, eine Sch\u00fcssel harziger Fruchtdrops und eine Klingel standen.\u00a0[kommentierbar id=&#8221;12&#8243;]Nicki klingelte.[\/kommentierbar]<\/p>\n<p>Nach einer Weile trat ein beleibter Mann mit Glatze durch die T\u00fcr, die die Lobby offenbar mit dem Bistro nebenan verband. Er schloss die T\u00fcr hinter sich, um den L\u00e4rm des Radios zu d\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>\u201eGuten Abend. Haben Sie reserviert?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Ich will auch kein Zimmer, ich hab nur eine Frage. Was ist hier gestern passiert?\u201c<\/p>\n<p>Sie standen sich gegen\u00fcber und sahen sich in die Augen.<\/p>\n<p>\u201eGestern war ein Junge hier, siebzehn Jahre, l\u00e4ngere braune Haare, mit Schieberm\u00fctze\u201c, redete Nicki unerschrocken weiter. \u201eEr war verletzt. Oder zumindest blutig. Irgendetwas ist in Ihrem Hotel vorgefallen und ich muss wissen, was.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin Junge?\u201c Er sprach es aus, als h\u00e4tte er noch nie davon geh\u00f6rt. \u201eSie sind dann wohl Miss Marple?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch bin seine Schwester.\u201c<\/p>\n<p>Unendlich langsam verlagerte der Mann sein Gewicht von einem Bein aufs andere. Dann hob er ein Telefon hinter dem Tresen auf und dr\u00fcckte eine Taste. \u201eNehmen Sie Platz.\u201c<\/p>\n<p>Nicki setzte sich auf das Sofa. Staub und Zigarettenasche w\u00f6lkten unsichtbar aus den Polstern.<\/p>\n<p>\u201eHier ist ein M\u00e4dchen\u201c, murmelte er in den H\u00f6rer. \u201eSie sagt, sie ist die Schwester vom letzten Gast. Gestern. Ja.\u201c Er legte auf. Nicki konnte nicht sehen, was er hinter dem Tresen machte, aber sie h\u00f6rte Papier rascheln. Ohne den Blick zu heben, nahm er sich ein Fruchtdrops. Oder besser gesagt einen<em> Klumpen <\/em>Fruchtdrops,\u00a0[kommentierbar id=&#8221;13&#8243;]die aneinander klebten.[\/kommentierbar]<\/p>\n<p>Minuten verstrichen. Nicki dachte schon, der Mann wollte sie mit Nichtbeachtung verscheuchen, da gab das Telefon die Melodie einer Beethoven-Sonate wider.<\/p>\n<p>\u201eJa\u201c, schmatzte der Glatzkopf in den H\u00f6rer und legte gleich wieder auf. Dann winkte er Nicki zu sich. Sie war froh, vom Sofa wegzukommen, denn ihre Nase begann bereits zu jucken.<\/p>\n<p>\u201eDritter Stock, Zimmer 312. Sie wissen sicher, dass Sie die Treppe nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Sie wartete, ob er noch mehr sagen w\u00fcrde, aber er zerbiss nur seine Bonbons, drehte sich um und verschwand schmatzend durch die T\u00fcr ins Bistro.<\/p>\n<p>Nicki dachte nicht daran, [kommentierbar id=&#8221;14&#8243;]drei Stockwerke zu Fu\u00df zu steigen. [\/kommentierbar]Sie betrat den Aufzug, der gerade genug Platz f\u00fcr sie und den Rucksack bot. Ihr Spiegelbild blickte ihr mit Skepsis entgegen. Wer Canon auch nur l\u00e4nger als drei Sekunden gesehen hatte, wusste, dass sie nie und nimmer Geschwister sein konnten. Ihr Gesicht war viel runder, viel flacher. Ganz zu schweigen davon, dass sie nur 1,58 Meter gro\u00df war und er ein Paar Schultern auf Stelzen. Egal, immerhin hatte es funktioniert. Sie dr\u00fcckte auf die blass leuchtende 3, der Aufzug schloss sich und ruckelte quietschend und schleifend in die H\u00f6he.<\/p>\n<p>Mit einem <em>Pling!<\/em> erschien ein Flur mit blauem Teppich und mehreren blau gerahmten T\u00fcren. Fenster gab es keine. Das Putzmittel stand f\u00f6rmlich in der Luft.<\/p>\n<p>Nicki suchte die T\u00fcren ab. 301, 302 \u2026 die 312 schien ganz am Ende des Flurs zu sein, wo ein Wagen mit Handt\u00fcchern, Bettlaken und einem M\u00fcllbeutel den Weg versperrte. Falls in dem Zimmer irgendwelche Gangster auf sie warteten, w\u00fcrde es zumindest das Reinigungspersonal als Zeugen geben.<\/p>\n<p>In dem Moment trat tats\u00e4chlich ein Zimmerm\u00e4dchen aus einer T\u00fcr, einen Haufen Handt\u00fccher im Arm. Sie sah Nicki an. Vielleicht lag es an der Intensit\u00e4t ihres Blickes, vielleicht daran, dass sie nicht so schnell und beil\u00e4ufig gr\u00fc\u00dfte wie erwartet \u2013 jedenfalls wusste Nicki mit einem Mal, dass es kein Zufall war, dass ausgerechnet jetzt hier saubergemacht wurde.<\/p>\n<p>Sie verlangsamte ihren Schritt, w\u00e4hrend das Zimmerm\u00e4dchen die Handt\u00fccher in den Wagen stopfte, ein P\u00e4ckchen Zigaretten aus der Brusttasche ihres Kost\u00fcms zog und sich eine Zigarette ansteckte. Rauch seufzend, verschr\u00e4nkte sie die Arme. \u201eDu bist nicht seine Schwester.\u201c<\/p>\n<p>Nicki musterte die Frau. Sie war nicht mehr jung, aber so zierlich wie ein Kind, mit olivfarbener Haut und schweren, r\u00e4tselhaften Augen. Spr\u00f6de schwarze Locken, von grauen Str\u00e4hnen durchwirkt, fielen ihr \u00fcber eine Schulter.<\/p>\n<p>\u201eUnd Sie sind kein Zimmerm\u00e4dchen.\u201c<\/p>\n<p>Die Frau l\u00e4chelte. Nur kurz. Dann hatten sich die Lippen \u00fcber den gro\u00dfen Z\u00e4hnen wieder geschlossen. \u201eKomm rein.\u201c<\/p>\n<p>Sie ging in das Zimmer zur\u00fcck. Nicki folgte z\u00f6gernd.<\/p>\n<p>Zwei Betten, ein sinnlos schmaler Schreibtisch mit Stuhl und ein Schrank standen an den W\u00e4nden, dazwischen war Platz f\u00fcr einen elektrischen Eisenbahnkreis aus Lego, auf dem jedoch keine Bahn fuhr. Innerhalb des Kreises war ein f\u00fcnfzackiger Stern in den Teppich gekokelt worden \u2013 ein Pentagramm.<\/p>\n<p>Nicki sp\u00e4hte zur Frau, die gerade die T\u00fcr schloss. F\u00fcr einen Sekundenbruchteil erwog sie ihre Chancen und entschied, dass sie die Frau \u00fcberw\u00e4ltigen konnte, sollte sie fliehen m\u00fcssen. Sie sah wirklich nicht sehr robust aus.<\/p>\n<p>\u201eSetz dich ruhig. Erz\u00e4hl mir, was du mit ihm zu tun hast.\u201c<\/p>\n<p>Nicki setzte sich auf eins der Betten. \u201eEs reicht, wenn Sie davon ausgehen, dass ich seine Schwester bin. Entscheidender ist, was Sie zu erz\u00e4hlen haben.\u201c<\/p>\n<p>Die Frau trat in die Mitte des Pentagramms im Legokreis, noch immer rauchend. Nicki konnte den Ausdruck in ihrem Gesicht schwer deuten. Sie schien belustigt und besorgt zugleich zu sein, doch beide Regungen wirkten von einer unendlichen M\u00fcdigkeit vernebelt. \u201eEr hat dir doch nicht gesagt, dass er bei mir war. Woher wei\u00dft du es?\u201c<\/p>\n<p>Nicki entschied sich f\u00fcr die uneindeutigste Antwort: \u201eIch hab es rausgefunden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAlso sch\u00f6n. Du vertraust mir nicht und ich dir nicht \u2013 keine pers\u00f6nliche Sache. Aber du willst etwas von mir, wenn ich das richtig verstehe. Wieso sollte ich dir etwas \u00fcber meine G\u00e4ste verraten?\u201c<\/p>\n<p>Die Offenheit der Frau erleichterte einiges. \u201eWir waren verabredet. Canon konnte nicht kommen. Ich wei\u00df, dass ihm was zugesto\u00dfen ist. Ich muss wissen, was.\u201c<\/p>\n<p>Die Frau l\u00e4chelte. Es war kein Zeichen des Spottes, sondern eine von tiefer kommende, sich gegen Schwermut stemmende Fr\u00f6hlichkeit. Asche rieselte von ihrer Zigarette. Sie schien aus Gedanken zu erwachen, dr\u00fcckte die Kippe in einem Aschenbecher auf dem Nachtschr\u00e4nkchen aus und verschr\u00e4nkte wieder die Arme. \u201eIch verstehe. Kennt ihr euch schon lange?\u201c<\/p>\n<p>Sie nickte.<\/p>\n<p>\u201eSeid ihr ein Paar gewesen?\u201c<\/p>\n<p>Nicki wagte nicht, sich zu regen. \u201eWieso sagen Sie <em>gewesen<\/em>?\u201c<\/p>\n<p>\u201eGeht mich nichts an, vergiss es. Jedenfalls muss ich dir leider sagen, dass \u201aCanon\u2018, wie du ihn nennst, dir den Gro\u00dfteil \u00fcber sich verschwiegen hat.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df.\u201c<\/p>\n<p>Die Frau legte die Stirn in Falten.<\/p>\n<p>\u201eIch bin nicht hier, um in seinen privaten Angelegenheiten zu w\u00fchlen. Ich muss nur wissen, was ihm zugesto\u00dfen ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eKlingt sehr sachlich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch bin keine betrogene Ehefrau.\u201c<\/p>\n<p>Wieder dieses L\u00e4cheln. Als h\u00e4tte sie Nicki gern. \u201eBist du verpaktet?\u201c<\/p>\n<p>\u201eBin ich was?\u201c<\/p>\n<p>\u201eAlso nicht. Eine Freie.\u201c Die Frau trat aus dem Pentagramm, schaltete die Stromzufuhr der Legogleise mit der Fu\u00dfspitze ab und lie\u00df sich auf das zweite Bett sinken. \u201eDann gehe ich davon aus, dass du auch nicht wei\u00dft, wer ich bin. Ich hei\u00dfe Isabel Arouk. [kommentierbar id=&#8221;15&#8243;]Mein Name ist banngesch\u00fctzt,[\/kommentierbar]\u00a0deshalb kann ihn ruhig jeder kennen. Ich mache R\u00fcckf\u00fchrungen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eR\u00fcckf\u00fchrungen wie &#8230; in fr\u00fchere Leben?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn vergessene Tr\u00e4ume trifft es besser.\u201c Sie beobachtete, ob Nicki eine Reaktion zeigte, dann tippte sie sich langsam an die Brust und an die Schl\u00e4fe und fuhr fort: \u201eLeute wie dein Canon kommen zu mir, wenn sie wissen wollen, was ihr K\u00f6rper getan hat, w\u00e4hrend ihr Geist schlief. Meistens will man das nat\u00fcrlich nicht wissen. Je weniger man wei\u00df, umso besser. Aber manchmal ist es f\u00fcr Ahnungslosigkeit zu sp\u00e4t. Dann bleibt einem nur noch die Suche nach Gewissheit.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd was hat Canon getan, w\u00e4hrend sein Geist schlief?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs gab mal eine junge Frau, nicht viel \u00e4lter als du\u201c, murmelte Isabel Arouk. \u201eAus Liebe zu jemandem lief sie in ein Labyrinth. Diesen Jemand konnte sie nicht retten. Daf\u00fcr steckt sie heute in einer Sackgasse. Jeder einzelne Schritt, der ihr bleibt, w\u00fcrde alles nur schlimmer machen.\u201c Sie zog eine zweite Zigarette hervor und verbarg sich hinter Rauchschwaden. \u201eWenn ich dir einen Rat geben darf: Suche ihn nicht. K\u00f6nnte ich noch einmal f\u00fcr mich entscheiden \u2026 aber daf\u00fcr ist es zu sp\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Nicki lauschte eine Weile ihren finsteren Andeutungen nach, versuchte daraus einen Sinn zu ziehen. \u201eIst Canon in Gefahr?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn Todesgefahr vermutlich nicht. Aber sein Leben ist verwirkt. Daran kannst du nichts \u00e4ndern. Wenn du ihn nicht vergisst, wird es dir genauso ergehen.\u201c<\/p>\n<p>Schmerz zog wie eine Sternschnuppe durch ihr Inneres, fl\u00fcchtig, um sie mit Verz\u00f6gerung zu treffen. Nach au\u00dfen blieb sie ganz ruhig. Sie blickte zum Fenster. Nur noch ein blasser roter Schimmer drang durch die Gardinen. M\u00fchsam versuchte sie eine Frage zu formulieren, die sie weiterbrachte: \u201eWo steckt er drin? Drogen?\u201c<\/p>\n<p>Isabel Arouk schnaubte freudlos. \u201eGlaub mir, dass jede Antwort, die ich dir geben k\u00f6nnte, deine Situation nur verschlimmern w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas glaube ich nicht\u201c, sagte Nicki und erhob sich. \u201eSagen Sie mir, wo Canon ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Denn ich wei\u00df es nicht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWer ist hinter ihm her?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch lasse mich ungern verh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Eine Weile schwiegen sie verbissen. \u201eSagen Sie mir wenigstens, ob er verletzt ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEr war nicht verletzt, als ich ihn gesehen habe. Darum musst du dir am wenigsten Sorgen machen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDanke.\u201c Sie vergrub die H\u00e4nde in der Bauchtasche ihres Pullis und ging zur T\u00fcr.<\/p>\n<p>\u201eNoch eins.\u201c<\/p>\n<p>Nicki blieb stehen und drehte sich um.<\/p>\n<p>\u201eDass ich hier arbeiten kann, erfordert viel Diskretion. Ich habe es ungern mit der Polizei oder mit aufgebrachten Eltern zu tun. Also kein Wort \u00fcber unsere Unterhaltung.\u201c<\/p>\n<p>\u201eKeine Sorge.\u201c Sie h\u00f6rte, wie die Zigarette in den Aschenbecher gedr\u00fcckt wurde.<\/p>\n<p>\u201eUnd ich habe dich gewarnt. Weil du mir irgendwie sympathisch bist. Wenn du schon nicht kl\u00fcger sein willst als ich, dann \u2026 verrate wenigstens niemandem deinen Namen. Niemandem. Erfinde einen Spitznamen, so wie dein Canon. Verstanden?\u201c<\/p>\n<p>Nicki versuchte diese Warnung einzuordnen, aber sie wusste beim besten Willen nicht, was sie davon halten sollte. \u201eIch werde dran denken.\u201c<\/p>\n<p>[kommentierbar id=&#8221;16&#8243;]Isabel Arouk hielt sie nicht mehr zur\u00fcck.[\/kommentierbar]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Warkonia.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-655\" src=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Warkonia-500x312.jpg\" alt=\"Warkonia\" width=\"764\" height=\"477\" srcset=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Warkonia-500x312.jpg 500w, http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Warkonia-1024x639.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 764px) 100vw, 764px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Nicki im Aufzug stand, zog sie den Zettel aus ihrer Pullovertasche und las noch einmal, was Canon darauf gekritzelt hatte. <em>TITANIC. Frau La Psie.<\/em> Meinte er das Schiff? Den Film? Das Magazin? Als sie merkte, dass ihre H\u00e4nde zitterten, steckte sie den Zettel wieder ein und z\u00fcckte ihr Handy, um <em>Titanic Berlin<\/em> im Internet zu suchen.<\/p>\n<p>Wie sich herausstellte, gab es ein Restaurant namens <em>Titanic<\/em> im Westen der Stadt.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00fctlichen\u00a0Sonntagmorgen w\u00fcnsch ich euch! Eine weitere Woche ist verstrichen, endlich. Sie kam mir ganz sch\u00f6n lang vor, weil ich unbedingt wissen will, was ihr zum dritten Kapitel sagt. Nicki nutzte letztes Mal\u00a0Canons und ihre zeichnerischen F\u00e4higkeiten, um Canons Wohnung zu finden und in sie einzubrechen.\u00a0In seinem Badezimmer fand sie blutige Kleidung und ein Handtuch aus einem Hotel &#8220;Warkonia&#8221;. Nat\u00fcrlich bricht sie gleich dorthin auf. Ob sie endlich Canon begegnet? Das ist ab sofort nachlesbar! Wie immer habe ich Kommentare an den Rand gesetzt, auf die ihr als gewissenhafte Testleser antworten k\u00f6nnt, aber nicht m\u00fcsst. &nbsp; Viel Vergn\u00fcgen w\u00fcnscht euch: Jenny<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/647"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=647"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/647\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":661,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/647\/revisions\/661"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}