{"id":893,"date":"2014-12-14T10:54:50","date_gmt":"2014-12-14T09:54:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=893"},"modified":"2015-02-11T13:58:33","modified_gmt":"2015-02-11T12:58:33","slug":"14-testlese-woche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/?p=893","title":{"rendered":"14. TESTLESE-WOCHE"},"content":{"rendered":"<p>Endlich wieder Sonntag!<\/p>\n<p>Frisch aus meinem digitalen Computer-Ofen kommt hier das n\u00e4chste Kapitel von NoN auf eure Bildschirm-Teller gerutscht, \u00e4hm &#8211; vergesst die\u00a0Metapher, ihr wisst schon, was ich meine: LESESTOFF.<\/p>\n<p>Letztes Mal erfuhr Nicki von Tallis, dass Canon im besessenen Zustand einen Mord beging. Tallis&#8217; Angebot, die Nacht mit\u00a0ihr\u00a0zu verbringen, schlug Nicki mit der Erkl\u00e4rung aus, eine Buchpr\u00e4sentation in Deutsch halten zu m\u00fcssen. Aber mal ehrlich, wer denkt an eine Buchpr\u00e4sentation, wenn man<\/p>\n<p>1. herausgefunden hat, dass der beste Freund ein M\u00f6rder ist und<\/p>\n<p>2. ein Inkubus zusammen einen drauf machen will?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es gibt f\u00fcr Nickis Verhalten also nur eine Erkl\u00e4rung: Irgendwas dr\u00fcckt ihr schwerer aufs Gem\u00fct als all das. Und vermutlich keine Buchpr\u00e4sentation.\u00a0Im heutigen Kapitel kommt heraus, was.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00f6nes Schm\u00f6kern w\u00fcnscht wie immer eine auf eure Kommentare gespannte<\/p>\n<p>Jenny<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\">.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Schatten, der nach dem Radieren bleibt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass sie <em>Der Gl\u00f6ckner von Notre Dame<\/em> gelesen hatte, war keine L\u00fcge gewesen. Aber dass sie das Buch im Deutschunterricht vorstellen sollte, stimmte nicht. Ihre Pr\u00e4sentation lag schon einen Monat zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Sie hatte an diesem Donnerstag nur vier Schulstunden. Danach fuhr sie weder nach Hause, noch in die Staatsbibliothek, sondern Richtung Moabit. Von der U-Bahnstation aus war es noch ein kurzer Fu\u00dfweg an einer vierspurigen Stra\u00dfe entlang, bis ein Geb\u00e4ude erschien, das ganz aus dunkelgrauen K\u00e4sten und hellgrauen Gittern bestand, umgeben von einer Backsteinmauer.<\/p>\n<p>Nicki ging hinein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eHallo, Papa.\u201c Er stand auf, als sie mit den anderen Besuchern durch die T\u00fcr kam, und sie umarmten sich mit einer Herzlichkeit, die sich falsch anf\u00fchlte und bestimmt auch so aussah. Die Begr\u00fc\u00dfungen ringsum wirkten nicht weniger befangen. M\u00e4nner duckten sich unter den K\u00fcssen ihrer M\u00fctter weg. Frauen schoben ihre Kinder vor sich her, um nicht selbst gedr\u00fcckt zu werden. Obwohl verschiedene Sprachen gesprochen wurden, h\u00e4tte Nicki schw\u00f6ren k\u00f6nnen, dass alle dieselben leeren Floskeln aufsagten.<\/p>\n<p>\u201eWie geht es dir? Sch\u00f6n, dich zu sehen, Kleine.\u201c<\/p>\n<p>Er roch nach ihm selbst und nach Nikotin. Seit er hier war, wirkte seine Haut schlaffer und f\u00fchlte sich k\u00fchler an, so als h\u00e4tte er durch den Kummer viel Blut verloren.<\/p>\n<p>\u201eUnd wie geht es dir?\u201c<\/p>\n<p>Er atmete lange und tief durch die Z\u00e4hne aus, w\u00e4hrend sie sich an den Tisch setzten. Die Schatten der Fenstergitter lagen dar\u00fcber. Nicki schob die Schokoriegel und Zigaretten, die sie am Automaten gezogen hatte, in die Lichtbahnen. \u201eDeine Dosis.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch, danke. Danke.\u201c Er steckte die Zigaretten gleich ein und drehte die Schokoriegel hin und her. \u201e,Jetzt mit zwanzig Prozent mehr Erdn\u00fcssen\u2018. Na so was. Ich w\u00fcrde trotzdem alle Schokoriegel gegen ein einziges Bier tauschen.\u201c Er lachte und Nicki l\u00e4chelte. Dass Besucher nichts von drau\u00dfen in[kommentierbar id=&#8221;54&#8243;]die Justizvollzugsanstalt[\/kommentierbar] mitbringen durften, leuchtete ihr ein, trotzdem fand sie, dass die beiden Automaten, an denen man Snacks, Getr\u00e4nke und Zigaretten ziehen konnte, besser best\u00fcckt sein sollten. Aber nicht mit Bier. Wenn ihr Vater trank, wurde er ziemlich emotional.<\/p>\n<p>\u201eWie geht es deiner Mutter? Versteht ihr euch?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie hat bald wieder einen Job. In einer Boutique.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAh ja. Ist \u02bcne feine Frau, deine Mutter.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWerd ich ihr ausrichten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eOb das \u02bcne gute Idee ist? Lass mal lieber. Und wie l\u00e4uft \u2019s im Folterheim?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDeutsch, Chemie und Kunst laufen super. Physik, Mathe und Englisch so lala. Bio, Erdkunde und Geschichte schei\u00dfe. Hab ich was vergessen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann wird es wohl nicht so wichtig sein. \u2013 Sport!\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, Sport. Wir spielen gerade Basketball. Ich bin schei\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAls M\u00e4dchen musst du nicht gut sein mit B\u00e4llen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas soll das denn hei\u00dfen? Papa.\u201c Sie wartete ab, bis er seine Verlegenheit \u00fcberlacht hatte.<\/p>\n<p>\u201eHier drinnen bin ich ganz gut im Tischtennis geworden\u201c, sagte er dann. \u201eWir spielen immer gegeneinander, so mit System. Dein Alter ist in den Top 10.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWow. Wie viele sind au\u00dferhalb der Top 10?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEiner. Burkhard, der ist ein echter Professor. Aber im Tischtennis die ewige Nummer elf.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wie sieht \u2019s mit Basketball aus?\u201c<\/p>\n<p>Er lachte wieder. \u201eWeil ich klein bin, muss ich das nicht k\u00f6nnen, so wie du.\u201c<\/p>\n<p>Er legte eine Hand auf ihre. Nicki erwiderte sein L\u00e4cheln. Das Thema Schule hatten sie jetzt hinter sich. Blieben noch das Zeichnen, Politik und das Wetter, bevor das Gespr\u00e4ch unweigerlich auf die Vergangenheit oder die Zukunft kam. In der Vergangenheit zu schwelgen, wirbelte jedes Mal so viele schlimme Erinnerungen in ihr auf, dass sie noch Tage sp\u00e4ter gegen Tr\u00e4nen ank\u00e4mpfen musste. Zukunftspl\u00e4ne f\u00fcrchtete sie aber am meisten. Was sie in sechs Jahren tun w\u00fcrden, schmerzte nicht nur, wenn es v\u00f6llig unrealistische Tr\u00e4umereien waren \u2013 es erschreckte sie vor allem, wenn es <em>durchaus m\u00f6glich<\/em> war. Am liebsten h\u00e4tte sie ihm nichts versprochen, aber das brachte sie nicht \u00fcbers Herz, wenn er sie mit den Augen eines H\u00f6hlenmenschen ansah, der das letzte Glutst\u00fcck vor dem Erl\u00f6schen bewahren will.<\/p>\n<p>Sie hatte ihr Handy so wie alles andere vorne abgeben m\u00fcssen und die einzige Uhr im Raum hing hinter ihr, \u00fcber der T\u00fcr, zu der sie sich nicht umdrehen konnte, ohne dass ihr Vater ihre Absicht erkannte. So hie\u00df es blind durch die 45 Minuten waten.<\/p>\n<p>Immerhin waren nur zwei Besuche pro Monat erlaubt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als sie wieder drau\u00dfen war, schien der Tag hundert Stunden alt. Die Sonne w\u00e4lzte sich durch w\u00e4ssrige Wolken, die Autos rasten vor\u00fcber, nichts und niemand wollte hier bleiben. Auch Nicki nicht.<\/p>\n<p>Die H\u00e4nde in der Pullitasche vergrabenen, machte sie sich auf den Weg zur U-Bahn. Sie sch\u00e4mte sich f\u00fcr ihre Erleichterung, das Treffen hinter sich gebracht zu haben. Sie sch\u00e4mte sich, keine aufrichtige Liebe f\u00fcr ihren Vater zu empfinden, nur dieses alles zerfressende Mitleid. Und sie sch\u00e4mte sich, ihm etwas vorzuspielen, einem Mann, der niemanden hatte, weil er ein Betr\u00fcger und L\u00fcgner war. F\u00fcr ihn wurde sie ebenfalls zur L\u00fcgnerin, und daf\u00fcr hasste sie ihn, und sie hasste sich selbst f\u00fcr ihre Feigheit, alle Schuld auf ihn zu schieben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Nicki-U-Bahn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-895 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Nicki-U-Bahn-500x474.jpg\" alt=\"Nicki U-Bahn\" width=\"579\" height=\"549\" srcset=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Nicki-U-Bahn-500x474.jpg 500w, http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Nicki-U-Bahn-1024x971.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie starrte in den U-Bahntunnel, der sich mit seiner schmutzigen Finsternis wie ein Brunnen auftat. Als die Bahn einfuhr, blieb sie im Rausch des Fahrtwindes stehen und schloss die Augen. Sie wollte etwas empfinden, das so heftig war, dass es [kommentierbar id=&#8221;55&#8243;]alles andere ausradierte[\/kommentierbar].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDu hast doch radiert!\u201c Canon dr\u00fcckte einen Finger auf die Seite in ihrem Skizzenbuch. \u201eWas war da? Wieso hast du\u2019s weggemacht?\u201c<\/p>\n<p>Es war ihr viertes Treffen. Nicki kam sich immer noch nackt im Gesicht vor, weil sie sich nicht mehr schminkte, seit sie ihn kannte. Abgesehen davon f\u00fchlte sie sich in seiner N\u00e4he aber so zu Hause, wie sie sich zu Hause nie f\u00fchlte.<\/p>\n<p>\u201eNichts. Egal.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu sollst doch nichts wegradieren.\u201c [kommentierbar id=&#8221;56&#8243;]Sein Tadel war nicht nur ironisch. [\/kommentierbar]Er meinte es ernst: \u201eWahrscheinlich war es sogar gut, das ist das Schlimmste dran. Echt, ich kenne niemanden, der sich innerhalb von zwei, drei Zeichenstunden so verbessert.\u201c<\/p>\n<p>Das Lob lie\u00df sie restlos verstummen. Schweigend z\u00fcckten sie ihre Bleistifte und begannen zu zeichnen. Durch das leichte Ruckeln der Bahn bekamen die Skizzen eine zittrige, hastige Feinheit, die ihr gefiel. Man musste schnell und leicht arbeiten, ohne zu viel Deutlichkeit.<\/p>\n<p>Nicki konzentrierte sich auf eine Frau mit Dackel auf dem Scho\u00df, Canon auf einen Mann, der mit dem R\u00fccken zu ihnen stand und sich an einer Stange festhielt.<\/p>\n<p>Als er fertig war, h\u00f6rte auch Nicki auf, um seine Zeichnung zu bewundern. Der Mann auf dem Papier hatte etwas \u00c4ngstliches, Angespanntes; als w\u00e4re sein Gesicht ein schreckliches Geheimnis, das er vor dem Betrachter verbergen wollte.<\/p>\n<p>Canon beobachtete, wie Nicki das Bild studierte. Sie fand, sein Talent war zu offensichtlich, als dass sie es h\u00e4tte ansprechen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eIch will dich malen\u201c, sagte er dann. Ehe Nicki etwas entgegnen konnte, war er auf den Sitzplatz gegen\u00fcber gewechselt und starrte sie \u00fcber den Rand seines Skizzenbuches hinweg an.<\/p>\n<p>\u201eNein\u201c, protestierte sie halbherzig und zupfte an ihrem Pony.<\/p>\n<p>\u201eNicht\u201c, murmelte er. \u201eBleib genau so.\u201c<\/p>\n<p>Sie atmete tief durch und versuchte sich wieder auf ihre eigene Zeichnung zu konzentrieren. Doch die Frau mit dem Dackel war ausgestiegen, ohne dass sie es bemerkt h\u00e4tte. Unsicher fuhr sie mit dem Bleistift die Spuren des Bildes nach, das sie letzte Nacht gezeichnet und wieder wegradiert hatte.<\/p>\n<p>\u201eSchau meine Nase nicht so genau an\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>\u201eIch schau auf deinen Mund.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Weile wagte sie nicht zu sprechen. Aus Respekt vor seiner Kunst vielleicht. Oder weil sie ihn beobachten konnte, w\u00e4hrend sein Blick aufmerksam an ihren Lippen hing. Dann schlug sie eine neue Seite in ihrem Skizzenbuch auf.<\/p>\n<p>Sie umriss seine Gestalt. Den geduckten Kopf, die vorgebeugten Schultern. Nein, nicht so \u2013 ein bisschen breiter. Er war ja ein Mann. Sie korrigierte ihre Linien und hoffte, dass ihr Gesicht nicht so rot war, wie es sich anf\u00fchlte.<\/p>\n<p>\u201eAuf welche Schule gehst du eigentlich?\u201c, fragte sie, in der Hoffnung, ihn dadurch etwas von sich abzulenken.<\/p>\n<p>\u201eNicht bewegen\u201c, sagte er nur, sah ihr kurz in die Augen und l\u00e4chelte entschuldigend.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Canon-zeichnen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-896\" src=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Canon-zeichnen-326x500.jpg\" alt=\"Canon zeichnen\" width=\"326\" height=\"500\" srcset=\"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Canon-zeichnen-326x500.jpg 326w, http:\/\/www.jennymainuyen.de\/uploads\/Canon-zeichnen-669x1024.jpg 669w\" sizes=\"(max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie zeichneten. Nicki erforschte sein Gesicht, w\u00e4hrend der Bleistift \u00fcber das Papier raunte. So gingen die Schatten seiner Augen also in die Kontur seiner Nase \u00fcber &#8230; Aus dem Kopf hatte sie das nicht mehr gewusst. Verdammt, dass sie so gl\u00fchte! Am liebsten h\u00e4tte sie ihr Gesicht gegen die kalte Fensterscheibe gedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Er musterte seine Zeichnung. Machte mit zusammengekniffenen Augen ein paar letzte Striche.<\/p>\n<p>\u201eNicht bewegen!\u201c, mahnte sie.<\/p>\n<p>Er gehorchte und regte sich nicht, bis auch sie ihr Buch senkte. \u201eOkay\u201c, seufzte sie. \u201eLass sehen.\u201c<\/p>\n<p>Er kritzelte noch ein wenig, dann beugte er sich tiefer \u00fcber die Seite und schrieb etwas. Ein Gef\u00fchl der Panik kochte in ihr hoch, so als k\u00f6nnte er etwas Schlimmes schreiben, auf das sie dann zu reagieren gezwungen war. Wortlos reichte er Nicki sein Buch.<\/p>\n<p>Sie sah sich selbst an. Ihr gezeichnetes Ich wirkte fast noch peinlicher ber\u00fchrt als ihr echtes. Denn Canon hatte sie viel h\u00fcbscher gemacht, als sie in Wirklichkeit war. Ihre Haare, die einfach buschig waren, schienen auf dem Papier fein gesponnen, ihr Gesicht sa\u00df in den verspielten Kringeln und Wellen wie etwas Zartes, Leuchtendes. Misstrauen und ein winziges bisschen Frechheit rangen in ihren Augen um die Vorherrschaft. Darunter stand in seiner schlaufenreichen, engen Schrift das Datum, seine Signatur und <em>Nicki<\/em>.<\/p>\n<p>\u201eSchmeichelhaft\u201c, murmelte sie mit gerunzelter Stirn.<\/p>\n<p>\u201eDu magst es nicht.\u201c<\/p>\n<p>Sie versuchte zu lachen, aber es kam nur ein abf\u00e4lliges Ger\u00e4usch dabei heraus. \u201eDoch. W\u00e4re sch\u00f6n, wenn ich so aussehen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>Er starrte sie an. \u201eDu <em>siehst<\/em> so aus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin bisschen erinnere ich mich da drauf an meine Mutter. Gruselig.\u201c Sie unterdr\u00fcckte ein Schaudern, aber es entging ihm nicht.<\/p>\n<p>Erst schien er entt\u00e4uscht. Dann \u00e4nderte sich etwas in seinem Blick und er l\u00e4chelte, als h\u00e4tte sie ihm ein Geheimnis offenbart, das auch er mit sich herumtrug. Nicki sp\u00fcrte die W\u00e4rme dieses L\u00e4chelns auf der Haut.<\/p>\n<p>\u201eDarf ich mein Portrait auch sehen?\u201c<\/p>\n<p>Sie zeigte es ihm. \u201e\u2018tschuldigung, deine Nase ist in echt nicht so eingedr\u00fcckt. Wenn ich einen Radiergummi h\u00e4tte &#8230;\u201c<\/p>\n<p>Er kniff die Augen zusammen, hielt die Zeichnung n\u00e4her und weiter von sich weg.<\/p>\n<p>\u201eWas?\u201c, fragte sie. \u201eSieht dein Vater so aus?\u201c<\/p>\n<p>Er reichte ihr das Buch [kommentierbar id=&#8221;57&#8243;]mit zerstreuter Miene zur\u00fcck[\/kommentierbar]. \u201eDann w\u00fcrde ich dich ausnahmsweise bitten, es wegzuradieren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich wieder Sonntag! Frisch aus meinem digitalen Computer-Ofen kommt hier das n\u00e4chste Kapitel von NoN auf eure Bildschirm-Teller gerutscht, \u00e4hm &#8211; vergesst die\u00a0Metapher, ihr wisst schon, was ich meine: LESESTOFF. Letztes Mal erfuhr Nicki von Tallis, dass Canon im besessenen Zustand einen Mord beging. Tallis&#8217; Angebot, die Nacht mit\u00a0ihr\u00a0zu verbringen, schlug Nicki mit der Erkl\u00e4rung aus, eine Buchpr\u00e4sentation in Deutsch halten zu m\u00fcssen. Aber mal ehrlich, wer denkt an eine Buchpr\u00e4sentation, wenn man 1. herausgefunden hat, dass der beste Freund ein M\u00f6rder ist und 2. ein Inkubus zusammen einen drauf machen will?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/893"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=893"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/893\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":898,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/893\/revisions\/898"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=893"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=893"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jennymainuyen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=893"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}