Nach dem Winterschlaf …

Es ist wahr, manchmal schrumpft meine Welt. Sie kann so klein werden, dass nur noch meine Wohnung, mein Computer, ein paar Menschen hineinpassen. Oder nur ein Mensch. Oder ein einziges Buch. Oder ein sehr minimalistisches Handyspiel.

Mein letzter blog-Eintrag ist fast vier Monate her, und das weiße Blatt (Hintergrundleuchten), auf das ich diese Buchstaben setze, kommt mir bedrohlich grenzenlos vor. Aber immerhin: Ich bin nicht gestorben und nicht komplett in Eigenbrötlerei verbacken, ich habe nur ein paar Monate vor mich hingedöst. Und ja, auch einen Roman zu Ende geschrieben. (Dösen ist der Rohstoff fürs Schreiben.)

Und für diesen Roman gibt es auch einen Vertrag! Das heißt, er wird veröffentlicht und dann könnt ihr ihn lesen und fünf Jahre lang all euren Bekannten zu jedem Geburtstag schenken. Das Gute zuerst:

 Worum geht es?

Um die Liebe, natürlich. Diese unerschöpfliche, schmutzige Ölbohrinsel.

Und um künstliche Intelligenz. Genauer künstliches Bewusstsein. Falls so etwas denkbar ist. Falls man überhaupt denkbar machen kann, was Bewusstsein ist. Ich habe da, hrchm-hrchm, natürlich eine kleine Theorie entwickelt … *Fingerkuppen-aufeinander-bettend*

 

Wie heißt der Roman?

Wenn ich das wüsste, dann würde ich den Verlag bitten, den Roman auch unter diesem Titel zu veröffentlichen. Aber ich bin voll-komm-en ideenlos, was das betrifft. Ich muss Roulette spielen und die Titelfindung den freundlichen Mitarbeiterinnen des Verlages überlassen. Oder hat jemand von euch einen Einfall? Ich würde es mit einer phatten Danksagung entlohnen. Dass der Titel mit der Geschichte zusammenhängt, ist, wie die Leseerfahrung uns zeigt, von zweitrangiger Wichtigkeit. ^^

 

Wann erscheint der Roman?

Übergangslos sind wir zum Schlechten vorgerückt! Denn der Roman wird aufgrund verlagsinterner Planungsmaßnahmen blablabla frühestens im

Mai 2017

erscheinen. Ja, Mai 2017. Spätestens im September 2017. Mehr als ein Jahr in der Zukunft. Dann wird es über zwei Jahre her sein, dass ich den Roman zu schreiben anfing. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie sich das anfühlt. Etwa so, als wäre man ein sprungfedriger Luftballon, der gleich platzt – und dann in der Ecke vergessen wird und langsam ausschrumpelt.

Um die Wartezeit zu verkürzen, werde ich versuchen, wieder eine Testleseaktion hier auf dem blog zu veranstalten – vielleicht schon Ende diesen Jahres. Ich hoffe, dass das klappt und wieder so eine coole Runde wird wie letztes Mal bei „NoN“!

 

So, und da ich nun wieder aufgetaucht bin, werde ich versuchen, mich öfter an der Oberfläche zu tummeln. Erwartet bald Neues von eurer:

Jenny

 

 

25 Comments

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25 Responses to Nach dem Winterschlaf …

  1. Anh Thu

    Woah, woah, plötzlich gehe rufe ich deinen Blog auf und sehe so viele Einträge!
    Hab dann gleich angefangen, den „ältesten“ zu lesen und – BIN BEGEISTERT! Neuer Roman? Klasse! Testleseaktion? Kann ich gar nicht abwarten! Kekse? Geil!
    Wenn dein neuer Roman künstliche Intelligenz thematisiert, kann ich mir vorstellen, dass einige philosophische Denkanstöße uns erwarten werden. \o/

    • Anh Thu

      Okay, okay, erwischt, ich hab doch zuerst die aktuellsten Beiträge gelesen und irgendwas von Keksen während der Testleseaktion aufgeschnappt, sodass diese im obigen Kommentar unrechtmäßigerweise Auflistung finden. Schande über mein (verfressenes) Haupt.

      • Jenny-Mai Nuyen

        Hehe, wer nicht zu aller erst an Kekse denkt, hat gar nicht begriffen, worum es im Leben geht. Übrigens klingt „Kekse“ immer so kross, dabei sind die Plätzchen, die ich eigentlich verschicken möchtee, eher teigig-schmelzig … mmmh.
        Jedenfalls: Ich freue mich, dass du bei der Testlese-Aktion wieder mitmachen willst! Ich bin schon ziemlich gespannt, wie das Buch bei euch ankommen wird, weil es ganz anders ist als mein übriger Kram. Ach, wenn die Zeit bloß schneller vergehen würde.

  2. Marius

    Liebe Jenny,

    schön zu hören, dass es voran geht und noch schöner zu hören, dass es ein Thema wird, das mich wirklich sehr interessiert (grade erst „Ex Machina“ geschaut – sehr zu empfehlen). Künstliche Intelligenz – daraus eine Liebesgeschichte zu stricken ist zwar nicht komplett neu aber meiner Meinung nach immer wieder spannend.

    Übrigens, ähnlich wie Nadja habe ich dich und deine Bücher mit „klassischer“ Fantasy kennen gelernt und würde mich auch riesig freuen, in dem Genre wieder mehr von dir zu hören, trotzdem war auch NoN – wenn auch erstmal anders und gewöhnungsbedürftig – eine tolle Leseerfahrung. Das lag vor allem an der Idee an sich und dass ich mich so richtig immersiv in die Story hinein versetzen konnte. :-)

    Ich freue mich sehr auf die Testleseaktion. Klar, ist noch eine lange Zeit bis es (hoffentlich) losgeht, aber bis dahin schaffe ich es ja vielleicht, die grade angefangene Königsmörder-Chronik zu Ende zu lesen – ich lese ja so schrecklich langsam ;-)

    Es folgen jetzt noch ganz sporadisch zwei postscriptum!

    PS: Sehr sympatisch fand ich übrigens deinen Satz „Dösen ist der Rohstoff fürs Schreiben“ – ich glaube das „Schreiben“ kann hier universell durch ganz schön viel ersetzt werden und trift damit wohl auch auf mich und einige meiner Mottos zu! ^^

    PPS: Mit Buchtitelvorschlägen versuche ich es gar nicht erst. Das Problem ist, ich bin albern und unkreativ und raus käme nur sowas wie „Robtic Love – ein automatischer Liebesroman“, „Programmierte Liebe“ oder „Künstliche Liebe – wenn Roboter herzeln“ oder xD

    Trotzdem liebe Grüße,
    Marius

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hi Marius!
      Danke für den Filmtipp – sieht wirklich ziemlich gut aus. Ich werde mir „Ex Machina“ anschauen!
      In der Tat gibt es viele Geschichten um die Liebe (zu) einer k.I: schöne Puppen oder auch nur Stimmen, die vielleicht ein Innenleben haben. In meinem Roman ist die k.I. nicht Teilnehmer am Liebesreigen. Sie ist eher … hm, ein politischer Akteur? Jedenfalls nix zum Drücken und Knuffen.

      „Ein automatischer Liebesroman“ wäre der perfekte Titel für einen – höhö, Altherrenwitz – Selbstläufer. Albern und unkreativ ist doch fast ein Widerspruch in sich. Sei nur albern. Und spiele mir weiter Ideen zu.

  3. Nadja

    Hallo Jenny.
    Ist der neue Roman eher im Stil von NoN oder wie die Vorgänger?
    Deine ersten Romane habe ich verschlungenen und geliebt. Aber ehrlich gesagt, habe ich mich mit NoN schwer getan. Was nicht an deiner grandiosen Schreibe liegt, sondern eher an mir. Ich bin da mit Büchern und Filmen etwas eigen

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Nadja!
      Schlimm, dass du „es liegt an mir“ schreibst und mir damit gleich ein schlechtes Gewissen machst. Denn es liegt natürlich nicht an dir, sondern an den Büchern. Ich sehe schon einen Bruch zwischen meinen früheren Fantasyromanen und „Noir“ und dann auch „NoN“. Das kommende Buch ist auch wieder etwas anderes. Es spielt zwar in der Realität wie „Noir“ und „NoN“, legt aber viel mehr Wert auf Spannung und hat vermutlich auch mehr Dramatik. Schwer darüber zu reden, bevor es jemand gelesen hat. Am Besten machst du einfach bei der Testlese-Aktion mit und schaust, ob du dabei bleiben willst. :)

  4. Kaitlyn

    Wow, hört sich schonmal nach was schönem an :D mal gucken, was dabei rauskommt :D hätte man mehr Information könnte man natürlich einen besseren Titel finden, aber so an sich könnte es so vieles sein, aber bei der wenigen Info wirds schwer :/
    Wie wärs denn einfach aber doch schön mit „Conciencia“
    Oder auch „Falsches Bewusstsein“
    Oder kurz und schlicht „IO“? Ich liebe es einfach wenn Autoren auch ihre Leser einbeziehen :D

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Kaitlyn!
      „Conciencia“ finde ich richtig schön. „Falsches Bewusstsein“ ist dem Sinn nach natürlich treffender, klingt aber dafür nicht so elegant … Wie wäre es mit „Die Maschine im Geist“? Ach, jetzt fange ich doch damit an, mir Gedanken zu machen. Dabei will ich doch gerade das auf andere abwälzen. >.< Also, eine kleine Inhaltsangabe kommt bald, um euren Hirnschmalz anzuregen!

  5. Lissa

    Jaaaaa!!!
    Endlich wieder Testlesen!! :))
    Klingt sehr sehr vielversprechend! Bin gespannt!
    Um sich einen Titel einfallen zu lassen, bräuchte man aber zumindest einen klitzekleinen Inhaltsvorschuss ;)

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Lis(s)a!
      Woah, lange nichts gehört. Wie geht’s? :)
      Okee, bald kommt eine Inhaltsangabe. Es gibt ja sogar eine. Die ist aber so kurz, dass sie auch richtig reißerisch klingt. Vielleicht muss ich da die unsichtbare Mehrheit zwischen den Zeilen erst noch sichtbar machen …

      … von Herausforderungen angelockt wie von brennenden Reifen:
      Jenny

      • Lissa

        Ist wirklich lange her!!!
        „Wie geht’s“ ist ja immer so eine Frage, die man nicht wirklich ehrlich beantworten kann… Die einen Dinge machen einen furchtbar glücklich, andere zeitgleich furchtbar traurig… Ich würde aber sagen, wenn man die Bilanz zieht, kommt etwas eindeutig positives dabei raus. ;)
        … Was mich zu der Frage führt: Wie geht’s dir?
        Vielleicht sieht man sich ja mal wieder! Es gibt bestimmt noch eine Menge Ubahnfahrer*innen, die schon immer mal gezeichnet werden wollten. ;)

        Ich mache mich mal auf die Suche nach den zwischenzeiligen Meeren…

        • Jenny-Mai Nuyen

          Ja, „Wie geht’s?“ sollte man als Aufforderung verstehen, ein Haiku zu entwerfen! (Ich verstehe das mal so, weil ich möchte.)

          Die Zeit rinnt dahin (Glück in kleinen Schlucken)
          oder rinne ich, Stück für Stück, durch die Zeit?
          Oh, so oder so, ein gleichmäßiges Gluckern!

          Das war mein allererstes Haiku im Leben. Falls es eins ist.
          :)

          Studierst du inzwischen schon? Was das Zeichnen betrifft: Ich war schrecklich faul in den letzten Monaten…

          • Lissa

            Keine Ahnung, ob das ein Haiku ist, aber es ist auf jeden Fall sehr schön! Und treffend! (Also beschließe ich jetzt offiziell mal: Es ist eins! – Muhahaha) Ich mach mir die Welt widdewidde… Naja egal. :D

            Nope, studieren tu ich leider noch nicht… Bin gerade in der Vorbereitungsphase für’s Abi. Also die, die eigentlich dafür gedacht ist, wie eine Irre zu lernen. Dafür bin ich nur leider zu faul, weshalb ich stattdessen zentnerweise Bücher verschlinge, um mich von meiner mehr oder weniger präsenten Schreibblockade abzulenken…

            • Jenny-Mai Nuyen

              Uargh, an meine Abi-Lernzeit erinnere ich mich noch. In Ordner gestopfte Papiere aus zwei Jahren Physik Leistungskurs und Mathe, und auf den Papieren waren nur halbfalsche und unvollständige Mitschriften. Ich habe dann ausgerechnet, wie viele Kapitel aus dem Buch ich täglich bis zur Prüfung lernen müsste, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich daraufhin in Tränen ausgebrochen bin. Aber irgendwie sind diese Dinge bewältigbar. Wie eine fiese Grippe. Oder später der entsetzliche Steuerkram. Ich empfehle dir zu lernen und den emotionalen und psychischen Ausnahmezustand anzustreben, das ist eine interessante Erfahrung! Vielleicht gräbt sich auch noch was dauerhaft Vorteilhaftes in deine Hirnrinde ein, wer weiß? Ich habe auch noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass der in zwei Monaten in mich hineingeschlungene Stoff aus der Abi-Zeit irgendwann noch einmal hochschwappt und mir bei irgendwas hilft. (Wenn nicht, kann ich wenigstens behaupten, am eigenen Leibe erfahren zu haben, dass wir in einer kranken Gesellschaft leben, womit meine Kritik am leistungsorientierten Kapitalismus mehr Durchschlagkraft gewinnt.)

              • Lissa

                Hach. *seuftz* Ich versteh es nicht. Ich hab mich einen Großteil der Oberstufenzeit total für meine Fächer interessiert und gerade jetzt, wo ich es wirklich bräuchte, langweilt es nur noch…
                Nunja, vielleicht kommt das Interesse ja mit dem lernen wider *hysterisches Gelächter* ;)
                Gesünder wird unsere Gesellschaft davon vermutlich trotzdem nicht…
                Haste vorhin meine Mail bekommen?

                • Jenny-Mai Nuyen

                  Mail? Das erinnert mich daran, dass ich ja noch dieses andere Postfach habe. Schreck. Ok, ich schau mal nach!

  6. Kevin

    uauaua :)
    Aber noch so lange warten? Das kommt einer Schmach gleich! Aber dafür wird das Warten wenigstens reich belohnt werden – dessen bin ich gewiss!
    Eine Test-Lese-Aktion! Hoffentlich lässt sich der Verlag darauf ein. :) ich würde natürlich wieder daran teilnehmen wollen!
    Einen Titel zu finden, ist wirklich immer mit am schwersten – zumindest für mich (das fängt bei meinen Hausarbeiten an und geht zieht sich dann nahtlos durch…) Was mir gerade spontan in den Sinn kam, war eine philosophische Anspielung auf Descartes Ausspruch „Cogito ergo sum“ = „Ich denke, also bin ich“. Vielleicht könnte man da eine Parallele ziehen à la „Amo ergo sum – Ich liebe, also bin ich?“ Fände ich ganz witzig. :D

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Kevin!
      Och, ich würde mich voll freuen, wenn du wieder mitliest. Ich habe schon ausgerechnet, dass die Testleseaktion im Herbst/Winter anfangen könnte – beste Zeit zum Schmökern! Ich könnte Trinkschokolade und Tee und Plüschsocken verlosen, vielleicht auch den ein oder anderen selbstgebastelten Keks … ^^ Ich bin eine schlimme Bäckerin.

      Cool, von dir kommt prompt der erste Titel-Vorschlag. Und dann auch noch Descartes. Mann, Mann. Wenn alle Menschen nur arte gucken würden, ginge so ein Titel durch. Ich schlage ihn trotzdem vor!

      • Kevin

        Ich liebe ja Kekse :)
        Klingt für mich also nach einer sehr guten Idee! Ich kann ganz passabel backen, könnte dir also dann sicherlich auch ein paar selbstgebackene Naschereien zukommen lassen (irgendwie gefällt die Idee gerade sehr gut! :D)

        Wuuh. Das war wirklich nur eine erste vage Idee. Wuuh. :)

        • Jenny-Mai Nuyen

          Ich sehe schon, da bahnt sich ein krümeliger Keksaustausch an. Zum Glück lesen wir digital, da entstehen keine Flecken!

          Wuuh?
          Ich vage, also bin ich.

          • Kevin

            Ich wäre in jedem Fall dabei!
            Und auch wenn ich lieber ein „echtes“ Buch in der Hand halte, so ersehe ich darin doch wirklich einen großen Vorteil! :)

            Wuuh. Joa. Ich bin geehrt und freue mich! :)

  7. LizzyCurse

    Oha, das klingt ja nach einem ganz neuen Feld! Ich freu mich schon so wahnsinnig darauf, auch die Gelegenheit zu nutzen, auf dem Blog wieder testlesen zu dürfen <33:

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hi Lizzy!
      Ja, die Geschichte war auch für mich etwas ganz Neues: Keine Phantastik, eher eine Verschwörungsgeschichte mit Sci-Fi-Elementen. Aber so verschieden die Verkleidung auch sein mag, der eigentliche Körper ist meinen sonstigen Geschichten vermutlich doch ziemlich ähnlich: ein Haufen Figuren zwischen Herzschmerz, widersprechenden Philosophien und der Rettung der Welt. :D

  8. Ich freu mich so, ich freu mich so! Aber noch über ein Jahr zu warten wird fies…

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