9. November 2014

Das Cover von NACHT OHNE NAMEN

Wohligen Sonntagmorgen allerseits!

Heute gibt es nicht wie sonst ein neues Kapitel von NoN zu lesen. Dafür war überraschenderweise eine Kamera auf mich gerichtet, als ich nichtsahnend, völlig ungeschminkt und gar nicht ausgeleuchtet frühstückte. (Man sieht es im Video nicht, aber ich hatte High Heels an.)

Falls ich etwas gedankenverloren wirke, liegt das daran, dass ich gerade über das wahre Wesen Gottes sinnierte, wie so oft. Aus meinem Mund kommt jedoch eine Zusammenfassung der Szenen, die ihr in NoN verpasst:

 

 

Die Zimtschnecke auf dem Teller ist natürlich dieselbe, die Tallis im Mantel hat. Der Apfel ist leider nur aus Wachs. Dafür ist die Topfpflanze aus Spinat. Und Nicki sieht Menschen in der Unterwelt? Ach, ich bin so gerne ein Geheimniskrämer. Leider kann ich Geheimnisse nie länger als 30 Minuten hüten. Deshalb erzähl ich euch jetzt, was da passiert: Nicki sieht Canon in einem Wald, wo er Rehe streichelt. Allerdings klärt Tallis sie schnell auf, dass es nicht der echte Canon ist – sie sieht, wenn sie in die Unterwelt blickt, nur in ihr eigenes Unterbewusstsein. Canon ist also immer noch nicht wirklich aufgetaucht. Wann er endlich auftaucht, nun… das platzt in 30 Minuten aus mir heraus. Ob ich dann noch hier sitze und schreibe…?

 

Nun aber zum eigentlichen Thema des Tages: Dem Cover von NACHT OHNE NAMEN. Ohne viel Schnickschnack, voilà:

 

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Den Schriftzug kennt ihr ja schon vom Blog. Neu zu sehen ist Nicki mit Mütze … und eine seltsame Stadtsilhouette, die modern und altertümlich zugleich wirkt. Der erste Entwurf zeigte noch eine andere Stadt:

NACHT OHNE NAMEN_Coverentwurf1-page-001

Hier fand ich, es könnte auch um Ghetto-Kids gehen, die die Leidenschaft für Hip Hop vor den Drogen bewahrt. Oder zu den Drogen führt. Jedenfalls war nicht viel Phantastik zu spüren.  Es kamen dann noch andere Variationen auf, zum Beispiel:

NACHT OHNE NAMEN_Coverentwurf4 (1)-page-002

Das Zerlaufene gefiel mir eigentlich sehr gut, suggeriert es doch eine verschobene Spiegelwelt, ein Zerfließen der Wirklichkeit. Noch cooler fand ich allerdings diese Scheibe:

NACHT OHNE NAMEN_Coverentwurf4 (1)-page-001

Das passt perfekt zur Unterwelt. Leider sieht es auch nach fliegender Untertasse aus, vor allem in Kombi mit der hereinsegelnden Schrift, daher wurde dagegen gestimmt. Es gab dann noch eine Variation mit Zweigen:

NACHT OHNE NAMEN_Coverentwurf2 (1)-page-002

Aber das wirkt ein bisschen überladen. Und die dürren Zweige lassen mich gleich frösteln. Irgendwie hatte ich bei diesem Cover die Befürchtung, es würde einem beim Öffnen ein kalter Novemberwind um die Nase wehen, dabei soll es doch nach Magie und Zimt wie aus Tallis’ Taschen duften.

Was haltet ihr vom Cover? Welcher Entwurf gefällt euch am besten? Es gab auch noch gänzlich andere Ansätze, aber die darf ich nicht zeigen, da die Agentur sie eventuell noch für andere Projekte benutzen will. Ich hätte euch gern über das Cover mit abstimmen lassen, aber das ging nicht.

Cover unt Titel sind letztlich Sache des Verlages. Ursprünglich wollte ich auch, dass der Roman anders heißt, nämlich:

DAS LABYRINTH IN DER KUGEL

Womit der menschliche Geist gemeint ist, ein Labyrinth im kugelförmigen Schädel, und zugleich das Labyrinth der Unterwelt, das im Roman eine wichtige Rolle spielt. Der Verlag fand aber NACHT OHNE NAMEN besser. Ich sehe da keine Verbesserung, aber auch keine Verschlimmerung, und das ist doch schon viel.

Keine zwanzig Minuten sind um. Ich wahre das Geheimnis um Canons Erscheinen noch ein wenig länger. Vielleicht ist er nächsten Sonntag schon da…?

Bis dahin:

eure Jenny

Kommentare

17 thoughts on “Das Cover von NACHT OHNE NAMEN

  1. Hallo Jenny,

    also ich finde das jetzige Cover sehr schön, aber das mit der “fliegenden Untertasse” mag ich auch gern. Es verkörpert mehr dieses fantasievolle. Ich persönlich mag auch den Titel “Nacht ohne Namen” lieber. Aber im nachhinein kommt es sowieso mehr auf die Geschichte an sich an und nicht auf das Äußere, also das Cover.
    Ich freue mich schon sehr dein neues Buch zu lesen. Ich habe es sogar bereits neben mir liegen und werde damit heute beginnen. *freu*

    Ich hätte da noch eine kleine Frage, welche nicht auf das Buch bezogen ist:
    Ich schreibe selbst für mein Leben gern und möchte auch irgendwann ein Buch veröffentlichen, aber mir fehlt das Durchhaltevermögen beim Schreiben. Oft fange ich einfach eine andere Geschichte an, obwohl ich mit der Vorherigen noch lange nicht fertig war. Hast/Hattest du damit auch Schwierigkeiten? Wenn ja, was hast du getan um diese zu bekämpfen?

    Liebe Grüße
    Cellie

  2. Hallo,Jenny!
    Ich liebe deine Werke,besonders RABENMOND liegt mir am Herzen^^
    Ich schreibe phantastische romantische Gedichte und arbeite derzeitig an einem Gedichtebuch(ANTHEM OF DEATH)
    Eines Tages wuerde ich gern mal selber Schriftstellerin und fantasy Romane,so wie Sie veroeffentlichen^^
    Koennten Sie mir vielleicht erzaehlen wie Sie Ihren literarischen Ageten gefunden haben?Oder koennten Sie mir vielleicht jemanden raten,der sich mit speculative poetry und fantsy Romane beschaeftigt?
    Vielen Dank
    Uebrigens,finde ich das erste Cover,aber auch das mit den Wurzeln toll^^

    1. Liebe Georgiana,
      meinen Agenten habe ich gefunden, indem ich “Literaturagentur” googelte. Dann habe ich mich beworben – mit kurzem Lebenslauf, Exposés zu meinen Romanen und 30seitigen Leseproben. Ich würde dir raten, dich im Netz kundig zu machen, welche Agenturen auf Fantasy spezialisiert sind, und mich bei mehreren bewerben. Was die Lyrik betrifft: Dafür brauchst du meines Erachtens keinen Agenten. Lyrik wird heute im Grunde nur von kleinen Nischenverlagen herausgebracht. Am Besten schickst du deine Gedichte bei dem Verlag ein, der die Lyrikbände publiziert, die du selbst liest.
      Ich wünsche dir viel Glück und vor allem viel Vergnügen am Schreiben!

  3. Hallo Jenny
    Ich freu mich immer mehr auf den März. ;-)
    Also mir persönlich gefällt das Cover mit den dürren Ästen gar nicht so schlecht.
    Das erinnert mich an die Wurzeln unter der Erde, die ja zur Unterwelt gehören.
    Den Buchtitel finde ich auch genial. Kurz und prägnant. Sehr cool :-)

    Vielen Dank für den Schönen Einblick :-)
    Viele liebe Grüße
    Laurence

  4. Hallo Jenny,
    also mir gefallen Cover eins und drei am besten, aber ich mag Nickis Mütze irgendwie nicht, sie passt einfach nicht zu meiner Vorstellung von ihr in meinem Kopf.
    Du hast uns ja so wunderbar erzählt, was sich im übersprungenen Kapitel ereignet, aber das Wichtigste fehlt doch! Die Richtigstellung des Pakets. Ist er gültig oder nicht? Ich bin so gespannt … wird das erst später im Buch aufgelöst?
    Ich freue mich aufs nächste Kapitel,
    Julia

    1. Ach ja, die Prüfung des Paktes! Es stellt sich heraus, dass die Prüfung mehrere Wochen dauern wird, daher müssen sich Tallis und Nicki gedulden. Und damit natürlich auch die Leser ^^

      Was Nicki auf dem Cover angeht: Ich musste mich auch an diese Interpretation gewöhnen, vor allem mit der Mütze. Aber ich finde es auch gut, dass eine Figur zu sehen ist.

  5. Als erstes DANKE für die schöne Zusammenfassung!
    Die Bürokratie ist also vorerst erledigt. Das freut mich als “Büro-Tussi” besonders. Nur nicht schon wieder Büro :-)
    Allerdings fehlt mir genau wie Luc die Auflösung. Ist der Vertrag gültig? Oder was?
    Darf das hier nicht verraten werden! OH MAN! Ich bin total gespannt.
    Das mit dem Cover ist sehr interessant. Ich denke lustigerweise bei den Zweigen auch als erstes an November und kalten Wind. Wenn ich das Buch aufschlage würde ich wirklich erwarten Schnee zu schnuppern :-)
    Nacht ohne Namen gefällt mir besser als der vorige Titel.
    Das erste und zweite Bild gefallen mir am besten. Allerdings gefällt mir die Mütze nicht. Frag mich nicht wieso. Ich denke Nicki ist nicht so offensichtlich “cool”. Jedenfalls stelle ich sie mir nach dem lesen nicht so vor.

    1. Ja, das Problem mit der Mütze ist, dass sie einer ganz bestimmten, vielleicht auch nur kurzlebigen Mode entspricht, und Nicki ist kein Modemensch. Aber wenn ich in meinen Schrank schaue … ich hab auch so eine hinten hängende Mütze, die ich immer trage, wenn ich erkältet bin…
      Dass dir “Nacht ohne Namen” besser gefällt als “Das Labyrinth in der Kugel” finde ich gut, denn dann hat der Verlag offenbar richtig entschieden.
      Und ob Nickis und Tallis’ Pakt nun gilt, ist natürlich ein wichtiger Spannungsbogen im Roman. Das darf nicht einfach so ausgeplaudert werden ^^

      1. Ganz genau! Sie ist in meinen Augen auch kein Modemensch! Das war es was mich irritiert hat.
        Spannungsbogen… hab ich es mir doch gedacht. So was wichtiges würdest du unmöglich vergessen zu erwähnen.
        Wieso darf eigentlich ein Verlag allein entscheiden wie das Buch außen aussieht? Ist das immer so oder kommt es darauf an was im Vertrag steht?

        1. Der Verlag entscheidet eigentlich immer über das Cover, die Wünsche des Autors werden im besten Fall berücksichtigt. Denn ein Verlag erwirbt das Recht vom Autor, seinen Text zu vermarkten – und wie diese Vermarktung aussieht, ist Sache des Verlags. Wie eng man zusammenarbeitet, variiert natürlich enorm. Bei großen Publikumsverlagen haben Autoren in der Regel weniger Mitspracherecht als in kleineren Verlagen.

          1. Das ist wirklich sehr interessant. Vielen Dank für die Info!
            Dann weiß ich wen ich in Zukunft verantwortlich machen kann wenn mir ein Cover nicht gefällt :-)

  6. Vom bildaufbau her fnde ich das aktuelle cover am besten, aber leider ist es im gegensatz zu den anderen nicht so auf den inhalt bezogen :( und nicki sieht so anders aus o.O freue mich schon auf nächste woche!

    LG
    Lissa

    1. Genau das dachte ich auch. Man sieht dem Cover kaum an, worum es in dem Roman letztlich geht. Aber solange es gut aussieht, will ich nicht so pingelig sein. Mit anderen Covern hatte ich im Vergleich wirklich zu kämpfen…

  7. Hallo, nachdem ich letzte Woche sehr spät mit Lesen und Feedback dran war (gestern Abend erst), nun wieder ein zeitnahes Feedback:

    Wow, wenn ich deine Kapitelzusammenfassung so höre, habe ich echt den Eindruck, dass in diesem Kapitel wirklich unglaublich viel passiert: Rettung auf der Rolltreppe, erstes Wartezimmer, Blick in die Unterwelt resp. ins Unbewusste, Aufklärung des falschen Büros, zweites Wartezimmer, Akteneinsicht, Rückkehr in die Realität, Konfrontation mit der Mutter und Traum. Das klingt doch schon fast nach drei übersprungenen Kapiteln… Wobei man vielleicht ein anderes Zeitgefühlt hat, wenn man ein Kapitel selbst liest oder es einem (sehr charmant) erzählt wird.

    Was mir jetzt jedoch in der Zusammenfassung irgendwie fehlte: Was ist denn nun im “richtigen” Büro bei der Vertragseinsicht herausgekommen? Wurde die Situation geklärt, und falls ja, wie? Oder wurde sie irgendwie vertagt? Oder wurde das eigentliche Gespräch auch im Kapitel selbst übersprungen und wird später via Rückblende oder ähnlichem nachgereicht, so als unlineare Erzählstruktur?

    Mir gefällt das definitive Cover sehr gut, wobei mir die anderen vermutlich ähnlich zugesagt hätten. Bin vermutlich bei Cover auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Ästhetisch und handwerklich gut gemacht wirkten sie wohl alle. Gute Agentur ;-)

    1. Hallo Luc!
      Stimmt, ich hab ja das Wichtigste ganz vergessen: ob der Pakt nun gültig ist. Es kommt heraus, dass die Prüfung mehrere Wochen dauert, also bleibt es zwischen Nicki und Tallis noch ein Weilchen spannend. Was für ein Zufall ;)

  8. Wow. Toll! Das erste Cover gefällt mir auch am besten. Die Stadt sieht geheimnisvoller aus als auf dem zweiten Bild und wirkt auch dynamischer.
    Das dritte Bild gefällt mir nicht so gut, weil man so wenig Details erkennen kann und das Vierte sieht tatsächlich ein wenig auf wie ein Ufo. Die Idee mit den Wurzeln finde ich gut, aber die Umsetzung mit der Scheibe gefällt mir nicht. Das letzte Cover wirkt zu überladen, wobei die Stadt im Hintergrund wieder schön ist. Mit Zweigen im Vordergrund assoziiere ich immer Horrorfilme, die machen so eine düstere Stimmung.

    Außerdem gefällt mir das Gemälde im Video-Hintergrund sehr gut.
    Und mir ist aufgefallen, dass du beim Sprechen ohne ähm und äh auskommst, wovon sich so mache Politiker, Pressesprecher und sonstige Personen des öffentlichen Lebens noch eine dicke Scheibe abschneiden können. :-)

    1. Ja, dynamisch ist das Cover durch die Turmspitzen tatsächlich geworden, das gefällt mir auch sehr daran! Jetzt hoffe ich noch, dass das Druckergebnis nicht zu pink wird, denn das fände ich nicht so gut.
      Mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich nicht äh und ähm sage. Butter auf meinen Stolz! Vielleicht tu ich’s aber auch sehr leise. Hab doch eine eher schwache Stimme :)

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