31. August 2012

Morgendichten

Hast noch an den Fingerspitzen Honig ziehen, Schimmelsporen Aufgeblühter Träume Zitzen Faul zerflossen, Zuckergären Sahne gelbe Fäden, Schlieren Suppen knospend Grauen Schlitten reibt durch Ritzen Zerteilt auf allen Vieren Frauen Schneegedeckt zum Himmelbett.   Aus Milliarden Haaren ein Gerüst Aus Empfinden, Vertrocknen und Bruch Fest gebacken auf ihr geschminktes Gesicht. Pyramiden des Lebens, Tage Termiten Tragen und schichten aufeinander Geschichten Katakomben der Krankheit, gekrakelte Zeichen An Wänden einkratzen, Keime und Siechen Verkrümmte Krücken für ihr Besteigen Der Treppen ins Nichts des Vergessens Reste Gebäude, kreuz und quer Verzicht.

26. August 2012

AN TRÄUMEN SICH BETRINKEN (120×140)

  Ich träume viel und lebhaft. Vor einigen Tagen hatte ich wieder Lust zu malen und verschlafwandelte den Abend mit der Entstehung dieses Ölbilds. Dazu ein paar unentfernbare Farbflecken mehr auf dem Parkett und leichter Schwindel von geatmetem Terpentin. Musik währenddessen: Miles Davis, Howlin Wolf, Sonic Youth.