5. Fazit: Ihr habt die Titanic gerettet

Letzte Woche lag die Entscheidung bei euch, ob die Titanic im Roman bleibt oder durch ein traditionelles Chinarestaurant mit Opiumhöhle ersetzt wird, wie man es durchaus kennt und liebt. Die überwältigende Mehrheit hat sich für den Erhalt der Titanic ausgesprochen – ob das an dem einen oder anderen empfindsam berührten Kinderherz liegt, das Leonardo DiCaprios Filmtod nie ganz verwunden hat? Ich bin definitiv in Besitz eines solchen! Nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf „Die Liebenden von Pont-Neuf“ von Leos Carax verweisen, der vor James Cameron eine Liebesgeschichte erzählte, in der die Protagonisten mit ausgestreckten Armen im Bug eines Schiffes ihrer Liebe entgegen segeln. Wer als Kind „Titanic“ liebte, wird als Erwachsener „Die Liebenden von Pont-Neuf“ als die schonungslosere, realistischere und ergreifendere Romanze schätzen. (So viele „ere“ hintereinander, zum Glück schreib ich nur und muss das nicht aussprechen. Macht bestimmt Reizhusten.)

Jedenfalls: Nur einer von euch stimmte in einer Privatnachricht für das Chinarestaurant und gegen die Titanic. Gut, dass es auch eine Opposition gibt. Wie es mit Oppositionen meistens ist, müssen sie zugunsten der Mehrheit einstecken. (Scusi!) Es bleibt bei der Titanic.

Ansonsten gab es kaum Kritikpunkte von eurer Seite. Lissa wies mich noch bei Kapitel 1 darauf hin, dass es heutzutage kaum mehr Gothic-Gruppen an Schulen gibt, eher lose verstreute Anhänger der Emo-Szene. (Gothics werden nur kurz in Nickis Klasse erwähnt.) Das hat mich ins Grübeln gebracht, was sehr gut ist – danke, Lissa! Die Frage geht hiermit an euch alle: Würdet ihr sagen, es gibt heute noch Gruppierungen wie Gothics an deutschen Schulen? Oder ist das alles ineinander diffundiert?

Morgen nicht vergessen: Statt eines Kapitels erwartet euch eine Gewinn-Aktion. Sie ist sehr speziell und ich hoffe, diejenigen, die sich angesprochen fühlen, freuen sich ebenso darauf wie ich! Übrigens ist auch schon eine weitere Verlosung in Aussicht, die dann wirklich für alle interessant sein dürfte.

 

Vorfreudig:

eure Jenny

10 Comments

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10 Responses to 5. Fazit: Ihr habt die Titanic gerettet

  1. Lissa

    Hach, ich wurde als hilfreich erwähnt *in ohnmacht fall* das ist ja wie weihnachten heute!
    Ich geh dann mal meine mitelalterklamotten bügeln… ^^ Ist übrigens nicht aufwendig (muss man garnicht bügeln!) Sondern ziemlich praktisch: du ziehst dich einfach an, wie du bock hast und es kümmert keinen ob du heute wie ein Punk und morgen wie ein hippie aussiehst weil die leute alles, was irgendwie „anders“ ist, eh in eine kiste stopfen :D

  2. Sophie

    hey jenny :)
    Ich wollte dir deiner Frage um die Gruppierungen antworten. Ich gehe hier in Berlin aufs Gymnasium und mache grade mein Abi. Bei uns gibt es wohl eine Gruppe von Leuten die sich leicht gothic-mäßig kleiden, jedoch vermischt sich der Stil stark mit dem Metal look und anderen. Der einzige Gemeisame Punkt von denen ist, das sie alle größtenteils schwarz gekleidet sind. Und dann darf man die Hippiemenschen natürlich nicht vergessen, die teilweise mit Mittelalterklamotten oder Goa-Hosen rumstehen, und vereinzelt Rastalocken haben.
    Aber sie sind allesamt wunderbare Menschen :) Grade all diese, sich eher auffallend kleidenden Menschen sind die mir am häufigsten sympathischten.
    Freue mich schon aufs nächste Kapitel! Ich mag die Stimmung in der du deine Sätze schreibst.
    Bis die Tage,
    Sophie

    • Jenny-Mai Nuyen

      Liebe Sophie,
      danke für den Feldbericht! An die Metal-Leute hab ich gar nicht gedacht, dabei sind die vermutlich die häufigsten Schwarzträger heutzutage. Und stimmt, die „Hippiemenschen“ mit Mittelalterkluft gibt es auch noch ^^
      Ich freue mich ebenfalls, wenn Leute sich auffällig kleiden, einfach weil es so viele Möglichkeiten gibt und es doch schade wäre, wenn alle aus Konformität dasselbe tragen würden. (Wenn jemand mit seiner erwählten Subkultur konform ist, gucke ich mir das auch neugierig an, Hauptsache, es gibt Abwechslung.) Aber die Zeit, die man in einen extravaganten Kleidungsstil investieren muss, bringe ich für mich selbst dann doch nie auf.

  3. Julia

    Also an meiner ganzen Schule gibt es vlt 4 Mädchen/Jungen, die sich die Haare grün/rot färben , schwarze Kleidung bevorzugen und ein Hundehalsband tragen. Ich glaube aber nicht, dass sie sich einer bestimmten Szene zuordnen lassen, ihnen gefällt einfach der Stil. Manchmal fangen sie komische Seitenblicke, werden bei uns aber immer akzeptiert. Ich habe keine Ahnung, ob das an anderen Schulen anders oder genauso aussieht…

    Also ich freue mich schon wahnsinnig auf das Gewinnspiel!

    LG, Julia

  4. Jenny-Mai Nuyen

    Danke für eure Kommentare! Das ist echt verrückt, wie schnell diese Trends wechseln. Als ich zur Schule ging, waren Emos noch eine ganz neue Erscheinung, und die zwei, drei „Gothics“, die bis dahin in schwarz und mit Silberketten rumliefen, machten sich über diese Emos lustig, um bloß nicht mit ihnen verwechselt zu werden. (Farbige Strähnchen hatten sie aber trotzdem bald in den Haaren.)
    „Scene“ gab es damals noch gar nicht bei uns. Aber das scheint ja auch eher ein Styling zu sein als eine Lebensauffassung, oder? Dabei fällt mir auf: Ich hatte mit 14 auch mal ein Faible für Hello Kitty und Seitenscheitel. War ICH etwa ein scene kid?? Gott bewahre…
    Die Gothics in NoN spielen aber eigentlich überhaupt keine Rolle. Wenn es einmal einen zweiten Teil geben sollte, sähe das anders aus… aber das darf ich ja eigentlich gar nicht sagen. Ich möchte sie also für den Fall aller Fälle behalten, obwohl sie (noch) nicht wichtig sind.

  5. Kevin

    Hallo Jenny,

    Ich bin mir da ähnlich unschlüssig, ob es diese Gruppierungen wirklich noch so stark gibt. Aber das bedeutet ja nicht, dass du sie nicht in deinen Roman mit aufnehmen kannst. Die Frage ist, ob Gothics für dich in diesem Roman eine besondere Rolle spielen oder ob sie irgendwas verdeutlich oder gar zeigen sollen. Dann könntest du sie in jedem Fall drin lassen, wenn sie nur eine Randfigurerscheinung sind, dann könnte man sie ebenso gut auch weglassen. Da stünde die Entscheidung dann in erster Linie auf deiner Seite. Nichtsdestotrotz, selbst wenn es stimmen sollte, dass Gothics heute nicht mehr so omnipräsent sind, so finde ich doch nicht, dass das wirklich Einfluss auf deinen Roman haben sollte, da es ja auch sein könnte, dass diese Geschichte vor 10 Jahren stattgefunden hat o. Ä. – ich hoffe du verstehst, was ich meine! Und schließlich ist es ja auch ein Fantasy-Roman, der nur – mehr oder weniger im Hier und Jetzt spielt.

    Zum Gewinnspiel: Darauf freue ich mich nun schon seit einer Woche und bin echt gespannt drauf. Seltsamerweise fühle ich mich auch richtig angesprochen! Mal sehen was kommt.

    In freudiger Erwartung:
    Kevin

  6. jesSic

    Also an meiner Schule ist das so: ich kenne nur meine Schwester, die ist aber keine Gothic, sondern eher Scene, oder wie auch immer man das schreibt O.o
    Dann gibt es da noch ein Mädchen, die ist aber nur ein Mitläufer. Und ja, sieht bei ihr ganz schön abgedroschen aus.
    Also nein, an meiner Schule gibt es keine solcher Gruppierungen. Nur noch die ‚coolen‘ und ’nicht coolen‘
    Was eigentlich ziemlich jämmerlich ist, denn zu den ‚coolen‘ gehören nur die, die das Aussehen am wichtigsten finden. Und natürlich die ‚Obermacker‘

    Bin gespannt, was das für ein Gewinnspiel ist :D

  7. Vaire

    Tja, an sich gibt es die Kultur ja noch sehr ergiebig. Aber auch meine Schulzeit ist da zu lange her, um da noch groß was Aktuelles beizutragen. Denke aber, dass das auch örtlich (ob Stadt oder Land) abhängig ist und dass das in Berlin, wo dein Roman ja spielt, durchaus logisch und möglich und keinesfalls falsch wäre.

    LG

  8. Marius

    Meine Schulzeit ist wohl zu lang her um als aktuelle Informationsquelle zu dienen. Ich kann aber sagen, dass unsere Azubis manchmal von derlei Gruppierungen an der Berufsschule berichten. Zu geben an gewissen Schulen scheint es sie also doch noch aber ich denke die Anzahl ist drastisch gesunken. Früher war das irgendwie auch so, dass viele aus Gründen von „cool sein“ und sich von anderen abheben da mit gemacht haben, mittlerweile sind das gefühlsmäßig eher die wirklichen Lifestyle-Gothics. :D

    Na und wegen des Gewinnspiels: Da bin ich mal gespannt! Sehr speziell, mhmm, mal sehen was du damit meinst. :)

    • Jenny-Mai Nuyen

      Lifestyle-Gothics bleiben also übrig, wenn die Trend-Gothics ihre Klamotten gebleicht haben und Retro-Hippies geworden sind – das macht Sinn :)
      Ich bin auch gespannt, wie viele von euch bei dem „Gewinnspiel“ überhaupt mitmachen wollen. Ich stell mir das ganz romantisch vor, aber wer weiß, vielleicht geht das voll an euch vorbei…

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