5. TESTLESE-WOCHE

Was für ein zartlichtiger, herbstlicher Sonntagmorgen! Seid ihr alle ausgeschlafen, eingekuschelt und hochkonzentriert? Denn jetzt geht es weiter mit dem Testlesen von NoN!

Im letzten Kapitel ist Nicki U-Bahn gefahren, sonst ist nichts passiert. Die Welt wäre schrecklich langweilig, wenn wir kein Innenleben hätten. Doch dank eines ebensolchen konnte Nicki noch einmal ihre erste Begegnung mit Canon Revue passieren lassen. Was praktisch ist, denn so erfuhren auch wir, wie die beiden sich kennenlernten.

Nun kommt Nicki im Restaurant TITANIC an, wo ihr Leben sich von Grund auf ändern wird. Ob das Restaurant auch weiterhin TITANIC heißen wird, liegt aber an euch – zwei Optionen stehen zur Auswahl bereit.

Anders als sonst habe ich heute übrigens eine inoffizielle Deadline für das Einarbeiten eurer Kommentare. Ein Verlag schickt regelmäßig Vertreter an sämtliche Buchhändler, um die neuen Werke vorstellen zu lassen. Manchmal produziert der Verlag auch sogenannte Leseexemplare – unredigierte, oft nur weiß gebundene Rohfassungen eines Buches, die die Buchhändler vorab zum Lesen bekommen. Aus Kosten- und Zeitgründen sind Leseexemplare aber die Ausnahme. Auch NoN war nicht rechtzeitig fertig. Dafür soll es aber jetzt ein sogenanntes Kofferraumexemplar geben: Das ist im Prinzip dasselbe, nur dass es nicht per Post an die Buchhändler geht, sondern erst von den Vertretern mitgebracht wird – quasi aus dem Kofferraum.

Diesen Montag, also morgen, muss ich die aktuelle Version des Manuskriptes dafür abschicken. Das heißt, alle Vorschläge und Ideen von eurer Seite kann ich noch heute einbauen. Danach ist es für das Kofferraumexemplar zu spät – allerdings auch nur für das Kofferraumexemplar. In den endgültigen Roman, der im März erscheint, werden noch bis zuletzt eure Vorschläge einfließen.

Das aber nur am Rande. Ganz unabhängig davon, ob und wann ihr kommentiert, wünsche ich euch viel Vergnügen beim Lesen!

An eurem Innenleben interessiert:

Jenny

 

 

 

 

Der Geheimweg ist der einzige Weg ins Verbotene

 

Ihr Vater hatte sie früher, wenn gerade Geld da gewesen war, gelegentlich in Restaurants ausgeführt. Einmal hatte er sie auch in eine Eckkneipe mitgenommen, wo er mit einem angeblichen Fußballtrainer ein Gespräch über Banken und Politik anfing und Nicki zwei Stunden lang in ihre Cola starren ließ. Aber nie hatte er sie in so ein Etablissement gebracht.

Hinter dem Samtvorhang des Eingangs eröffnete sich ein prächtiger Saal voller Tische mit weißen Decken, an denen vornehme Leute mit Kristallgläsern und Silberbesteck hantierten, sodass es wie in einem Juwelierladen funkelte. Ihr Geplauder und das Klappern des Bestecks erfüllten die Luft mit einem hellen, glockigen Gewitter, das ein Streichquartett mit heiteren Klängen begleitete. Kirschbaumholz täfelte die Wände. Eine wuchtige Treppe, flankiert von geschnitzten Meerjungfrauen mit Leuchtkugeln in den Armen, führte zu einem zweiten Stockwerk hinauf, das offen und nur von einer goldenen Reling gesäumt über die untere Etage ragte. Das Faszinierendste aber war die Decke: Sie bestand aus Glas. Dahinter schien ein Aquarium zu liegen. Wasserrippelungen zogen Lichttentakel durch den Raum, durchwölkt von den riesenhaft verzerrten Schatten exotischer Fische.

Wie Fische glitten auch die Kellnerinnen und Kellner in gestärkten weißen Hemden zwischen den Gästen umher, servierten kleine bunte Speisetürmchen und ließen Rubinrot und perlendes Gold aus Flaschen in die Kristallgläser fließen.

Nicki näherte sich einer bauchigen Bar, ohne ihren Blick von dem Deckenaquarium losreißen zu können. Der asiatische Mann hinter dem Tresen, der damit beschäftigt war, Seerosen aus Servietten zu falten, wurde auf sie aufmerksam und deutete ein Nicken an.

Nicki legte die Hände auf die polierte Holzfläche. „Ich suche Frau La Psie.“

Der Mann lächelte vage. „Hat die Dame eine Reservierung gemacht?“

„Ich glaube nicht.“

Der Mann hielt in seiner Arbeit inne und schien abzuwarten, ob mehr kam oder ob Nicki sich von alleine zurückzog. Nicki nahm eine dunkelrot umkrustete Nuss aus einem der hingestellten Schälchen und steckte sie sich in den Mund.

Etwas änderte sich im Gesicht des Mannes. Als würde er sich erschrecken. Ohne ein weiteres Wort verschwand er durch eine Schwingtür mit Bullauge hinter der Bar.

Nicki sah sich stirnrunzelnd um, entdeckte aber nichts, was die Flucht des Mannes gerechtfertigt hätte. Sie wartete. Probierte noch eine grüne Nuss. Dann noch eine weiße und eine gelbe und geröstete Gemüsechips in jeder Farbe, bis sie fast ein ganzes Schälchen geleert hatte. Sie beobachtete die Kellner, die Teller zu den Tischen trugen und mit Kreditkarten auf Tabletts zurückkehrten. Sie beobachtete die unheimlichen Fische, die durch die Decke schwebten, und die Kleider der Frauen, die vor Pailletten funkelten oder nur aus Schichten durchsichtiger Stoffe bestanden.

Endlich erschien der Barmann wieder. Eine junge asiatische Frau in einem pflaumenfarbenen Hosenanzug begleitete ihn. Schon ihr Gang verriet, dass sie keine Kellnerin war: Eilig und würdevoll, im Bewusstsein der Unentbehrlichkeit ihrer Person, trat sie vor Nicki. Ihre Augen, die weit auseinanderstanden und schmetterlingshafte Wimpernschatten auf die Wangen warfen, musterten Nicki ausdruckslos. Auf eine fremdartige, beinah unmenschliche Art war sie schön. „Susie Ma. Ich bin die Geschäftsführerin. Was kann ich für Sie tun?“

„Ich würde gerne Frau La Psie sprechen. Wissen Sie, wo ich Sie finden kann?“

Susie Ma zuckte zusammen. In ihrem Blick schienen Flammen aufzulodern und langsam wieder zu verlöschen. Geistesabwesend starrte sie eine Weile durch Nicki hindurch. Dann senkte sie das Gesicht, als wollte sie ein Lächeln verbergen. „Entschuldigung, aber… Sie haben sich noch nicht vorgestellt“, sagte sie mit amüsierter Stimme.

„Ich bin eine Freundin von einem Bekannten von Frau La Psie.“

Nun lächelte die Frau deutlich. „Wenn das so ist. Freunde von Freunden sind stets willkommen. Darf ich bitten?“ Sie führte Nicki hinter die Bar, durch die Schwingtür und in eine große, dampferfüllte Küche, die seltsam verwinkelt war. Mehrmals mussten sie sich an Köchen vorbeidrücken. Die Inhalte von Woks wirbelten durch die Luft, Messer zersägten riesige, Dornen bespickte Früchte und Hände griffen in Eistruhen, um grün und grau gesprenkelte Hummer herauszuheben, die in stummer Klage ihre verbundenen Scheren reckten. Nicki, die schon die Haltung von Goldhamstern für Tierquälerei hielt, versuchte nicht darauf zu achten, was sonst noch um sie herum geschah. Trotzdem konnte sie nicht das Dutzend Kaninchen übersehen, die gehäutet, ohne Ohren und Pfoten auf einem Metalltisch lagen, die Augen bläulich getrübt wie eingelegte Beeren im rosa Fleisch, die Zähne wie zu einem wahnsinnigen Grinsen entblößt. In solchen Momenten fand sie es befremdlich, zur Menschheit zu gehören.

12a

Susie Ma öffnete die Stahltür eines begehbaren Kühlschranks. Sie schoben sich an vereisten Lammhälften, aus dem Maul blutenden Fischen und Gemüsekisten vorbei, dann drückte die Asiatin ihren Daumen auf einen Fingerabdruckleser, der hinter einem Digitalthermometer verborgen war. Es piepte. Dampfend glitt ein Regal zur Seite.

Vor ihnen lag das stahlverkleidete Innere eines Lastenaufzugs.

„Bitte.“ Susie Ma ließ ihr den Vortritt. Dann schob sie einen Schlüssel in das Schloss des Armaturenbrettes und tippte die 4 ein. „In China ist die 4 eine Unglückszahl. Daher gibt es oft kein viertes Stockwerk bei uns. Oder es gibt zwar eines, steht aber leer. Das ist natürlich auch eine Kostenfrage, nicht nur eine Glaubensfrage.“

Nicki wusste nicht, was sie dazu sagen sollte, also nickte sie einfach. Die Aufzugtür glitt zu und sie fuhren nach oben. Wie schon bei Isabel Arouk im Warkonia versuchte Nicki abzuschätzen, wie gut ihre Chancen gegen Susie Ma standen, wenn es zu Handgreiflichkeiten kam. Die Asiatin war klein, ohne Absätze vermutlich kleiner noch als Nicki, aber ihre stramme Haltung ließ Zähheit vermuten. Außerdem müsste Nicki, selbst wenn sie sich gegen Susie Ma zur Wehr setzen konnte, immer noch an einem halben Dutzend Köche mit scharfen Messern vorbei.

„Warum benutzen wir einen Geheimweg?“ Nicki merkte, dass man die Frage nicht beiläufig klingen lassen konnte.

„Es ist der einzige Weg. Machen Sie sich über die Sicherheitsvorkehrungen keine Sorgen. Ihre Ungestörtheit ist garantiert.“

Bevor sie weiterfragen konnte, glitt die Tür auf und präsentierte ihnen verwinkelte Räume, die durch geschnitzte Wände, Vorhänge und Stufen getrennt waren. Menschen lümmelten auf Kissenlandschaften herum und saßen barfuß in dicken Teppichen. Ein junger Mann im Anzug schwang auf einer Schaukel, die von der Decke hing. Die Decke war kunstvoll mit Vögeln, Bambuswäldern, Bergen und Wasserfällen bemalt, die vor einem blassgelben Himmel aus allen Richtungen ineinander stürzten. Prunkvoll gerahmte Spiegel, lackierte Holztafeln und blaue Seidentapeten beschlugen die Wände, hier und da durchbrochen vom Ausschnitt eines Aquariums, in dem schillernde Fischschwärme vorüberglitten. Das Ganze wirkte, als wären mehrere Innenarchitekten gleichzeitig am Werk gewesen, und zwar ohne Absprache. Nickis Blick schlitterte eine Weile durch die an schwerem Licht gesättigte Umgebung, ohne Halt zu finden. Dann merkte sie, dass es keine Fenster gab. Nur die Ausblicke in die Aquarien. Irgendwie beunruhigte sie das.

Susie Ma verschränkte die Hände hinter dem Rücken. „Fühlen Sie sich ganz wie zu Hause. Auf der Karte finden Sie alle Rauscharten, die Berlin derzeit zu bieten hat. Und vergessen Sie nicht, der Bedienung ein Fließendes Wort zu geben, ihre Anwesenheit ist, wie Sie sich gewiss vorstellen können, sehr kostspielig.“

Nicki hatte nicht einmal die Hälfte von dem begriffen, was Susie Ma sagte, da entschwand die Geschäftsführerin bereits in einen dämmrigen Korridor.

Die Umgebung schien Nicki einzusaugen. Sie blinzelte und versuchte die Leute genauer zu betrachten. Irgendetwas an ihnen war anders als unten im Restaurant. Nicht nur dass sie so entspannt wirkten, manche sogar schlafend im Dickicht der Kissen, Draperien und Pfauenfedern … Als Nicki es begriff, wunderte sie sich, dass sie so lange dafür gebraucht hatte: Fast alle Anwesenden waren jung.

Die meisten schwebten zwischen Teenager- und Erwachsenenalter, manche schätzte sie auch jünger ein. Ein Junge, der nicht älter als elf sein konnte, lag mit nacktem Oberkörper auf dem Boden, die Beine gegen die Wand gelehnt, und leckte sich erschöpft den Mund, der über und über mit Schokolade verschmiert war.

Und noch etwas war seltsam. Die Gespräche hätten einen Lärm erzeugen müssen, der nach Schulhof klang. Stattdessen hing nur das Murmeln vergnügter, wie zu Rauch sich kringelnder Bemerkungen in der Luft. Nicki hatte nie einen so großen Haufen Jugendlicher erlebt, die dermaßen leise herumspaßten.

Weil sie nicht wusste, wie sie Frau La Psie alleine finden sollte, trabte sie in die Richtung, in die Susie Ma davongeeilt war. Die Sohlen ihrer Schuhe versanken in einem computergrafisch wirkenden Perserteppich, ohne ein Geräusch zu erzeugen. Zwei kichernde Mädchen jagten mit Puderquasten vorbei, pusteten sich an und ohrfeigten sich, dass es schallte. Taumelnd verschwanden sie hinter einem Vorhang. Nicki schob den Brokatstoff beiseite, um ihnen nachzublicken. Noch immer schlugen sie sich scheinbar zum Vergnügen. In dem schummrigen Raum sahen die Puderwolken, die sie dabei in die Luft wirbelten, wie erwachende Gespenster aus.

Gestalten lagen beieinander. Hier und da schienen sie in Küssen verschlungen oder sich gegenseitig mit Pralinen zu füttern. Ein Mädchen hatte eine gebratene Ente zwischen den Beinen, die sie mit bloßen Händen aß. Die meisten aber waren weder dabei sich zu küssen, noch zu essen. Sie nahmen Drogen.

Silbertabletts mit zu Linien angeordneter Pülverchen, in Schmuckschatullen präsentierte bräunliche Kristalle, Perlmuttmuscheln voller blauer Pastillen und Keramikteller mit Bergen aus klebrigen Kräutern standen überall zwischen den Sofas. Lange Pfeifen wurden gereicht. Elfenbeinröhrchen an die Nasen gesetzt. Die säuerlichen Ausdünstungen der Gifte machten die Luft schwer wie einen nassgeschwitzten Pelz.

Frau La Psies Boudoir

Nicki schluckte. Sie hatte schon mal einen Mann am Bahnhof gesehen, der sich in einer Fotokabine einen Schuss setzte. Sie wusste, dass ein paar Mitschüler Joints bei den Fahrradständern rauchten. All das war irgendwie normal. Ein kaum verborgenes Übertreten der Gesetze. Doch hier, im Verborgenen, wurden die Gesetze nicht übertreten, sondern fröhlich zertreten, zu Konfetti zerfetzt. Ein kleines Mädchen ließ sich etwas in die Halsschlagader spritzen und ein anderer leckte den Blutstropfen von der Nadel.

Wie im Traum ging Nicki an den Jungen und Mädchen vorbei, die in runden Hängebetten schaukelten, Rauchringe bliesen und nur wie aus Versehen Blicke durch die flügelzarten Vorhänge in ihre Richtung kullern ließen.

„Hübsche Domäne“, murmelte eine Frau, die sich vom Boden aufstützte, um ihr Bein zu streicheln. Nicki schrak zurück und stieß gegen einen Beistelltisch, dass die Gläser klirrten. Benommen ging sie weiter. Versuchte nicht zu atmen. Ihr war, als würden sich nun mehr Augen auf sie richten. Köpfe wurden aus den Kissen gehoben, Beine über die Bettkanten geschwungen. Nicki wusste, dass sie sich nicht umdrehen sollte, aber sie tat es doch. Sie drehte sich nach allen Seiten um. Wohin sie guckte, begegnete sie immer neugierigeren Blicken. Bleiche, glänzende Gesichter wuchsen aus den Halbschatten.

„Wer ist das?“, raunte jemand.

„So eine Angeberin …“

„Ich finde es schön …“

„Wer bist du?“

Sie stolperte beinah gegen das Mädchen, das die Frage gestellt hatte. Es war eine von denen, die sich geohrfeigt hatten. Nur ein durchsichtiger Morgenmantel und ihre langen blonden Haare verhüllten ihren Körper. Die Augen waren hinter ihrem Pony fast nicht auszumachen. Sie blähte die Nasenflügel wie ein Tier, das Witterung aufnimmt. „Geizig gehst du ja nicht mit deiner Realität um. Ich steh auf Reichtum. Vor allem auf Verschwendung.“

Nicki brachte keinen Ton hervor. Das Mädchen grinste und trat so nah heran, dass Nicki zurückwich.

„Ghora. Lass sie“, sagte Susie Ma mit schneidender Stimme und durchquerte den Raum. Zu Nicki gewandt, fuhr sie fort: „Ich habe Sie verwechselt, wie es scheint. Ich bin Frau La Psie. Folgen Sie mir bitte in mein Büro. Dort können wir in Ruhe besprechen, was Sie von mir wünschen.“

Nicki verstand nicht. Warum war Susie Ma jetzt plötzlich Frau La Psie? Mit wem hatte sie sie verwechselt? Lieber als Antworten wollte Nicki hier raus. Und zwar schleunigst. Was auch immer das hier für Leute waren, jetzt wussten alle, dass Nicki nicht zu ihnen gehörte. Und als sie im Kopf überschlug, wie Besitzer solcher Mengen Rauschgift wohl mit Eindringlingen umgingen, hatte sie entweder zu wenig oder zu viel Fantasie für die Hoffnung, dass Frau La Psie wirklich nur reden wollte.

 

16 Comments

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16 Responses to 5. TESTLESE-WOCHE

  1. Luana

    Wow, bis jetzt mochte ich sonntage nie so gerne (bis auf die sache das frei wahr), weil ich da immer an den Montag denken musste, aber jetzt freue ich mich immmer schon richtig auf den Sonntag!
    Die Kapitel sind echt genial, und der cliffhanger ist super eingefedelt :)
    Was ich auch gut finde ist die Karakterrisirung, ich mag Nickis art :D
    Beim gewinnspiel würde ich auch gerne mitmachen :)
    Liebe grüße Lou

  2. Lissa

    uhh, es wird spannend! Schade, ab jetzt muss ich immer eine woche nach jedem Kapitel warten :(
    Aber bis jetzt finde ich es wirklich gradios! Besonders Auffällig und auch sehr schön fiinde ich die Menge an Farben und sinneseindrücken die du reinbringst und diese leichte verschlafenheit, die sich durch alle kapitel zieht und die dafür sorgt, dass man (genau wie nicki) manche Dinge erst realisiert, wenn man schon gaanz tief drin steckt :)

  3. Marius

    Mal wieder, eigentlich wie immer, ein wahnsinnig tolles Kapitel. Und es ist herrlich dass in diesem Kapitel so viel passiert aber irgendwie erfährt man auch so wenig. Ich hätte so gerne gewusst, wie es weiter geht. Ich habe erwartet, dass sich hier die ersten Hinweise zu Canons Verbleiben auftun. Statt dessen wird es eher weiter spannender und aufregender. Ein mehr als adäquater Ersatz für das, was ich erwartet habe :)
    Und nun geht es ja auch immer mehr los mit den phantastischen Elementen. Und wenn es nur so kleine Sätze und Aussagen wie „Hübsche Domäne“ sind. Weil ich mir auch wirklich gar nichts in diesem Zusammenhang darunter vorstellen kann, ist es grade wirklich sehr spannend.

    Die Beschreibung des 4. Stocks und des Restaurants sind wunderbar. Du schaffst es extrem gut, dass man sich als Leser wir ein über der Szene schwebende Beobachter fühlt. Am Ende war ich dann traurig, dass wir auf die Folter gespannt wurden und wir erst in zwei Wochen wissen, wie es weiter geht.

    Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel, bin aber auch sehr auf deine Gewinnspiel-Aktion gespannt :)

    Herzliche Grüße und einen schönen und sonnigen Sonntag,

    Marius

  4. Luc

    Was? Bei dem Cliffhanger müssen wir jetzt zwei Wochen warten? ;-)

    Eins ist völlig klar: das war keine „normale“ Opiumhöhle. Interessanteste Hinweise waren für mich, dass Nicki reich, sogar verschwenderisch an Realität wäre. Und auch das fließende Wort, das die Bedienung erwartet klingt spannend. Beide Aussagen ergeben für mich im Moment noch keinen Sinn, aber deuten durchaus darauf hin, dass hier keine gewöhnlichen Dinge vor sich gehen. Gekoppelt an die frühere Erklärung, dass Nicki eine Freie ist, gehe ich schon mal davon aus, dass das auf die anderen Gäste hier nicht mehr zutrifft.

    Sehr sonderbare Atmosphäre, die du hier beschreibst. Man kommt sich fast schon wie in einem surrealen Gemälde vor…

  5. Nienor

    Ich freue mich auch immer auf die Sonntage und sitze hier tatsächlich immer mit einem schönen heißen Tee vor dem Computer und genieße das nächste Kapitel. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Außerdem hast du jetzt noch zusätzlich mein Interesse für Noir geweckt und da ich von dir noch nichts gelesen habe und von den bisherigen Testlese-Kapiteln absolut begeistert bin, kommt das Buch jetzt ganz oben auf meinen Wunschzettel.

    • Jenny-Mai Nuyen

      Das freut mich! „Noir“ ist ganz anders als NoN, nur zur Warnung – experimenteller und weniger an einer spannenden Handlung orientiert. Auch die Figuren sind älter und ihre Beziehungen verkorkster.

  6. ich kann mich ebenfalls nur anschließen. du hast mal wieder dein unglaubliches talent fürs beschreiben gezeigt und dabei so viele fragen aufgeworfen, dass ich wünschte, es wäre schon nächster sonntag. und diese leichte beklemmung, die das ganze kapitel durchzieht, weist wunderbar darauf hin, dass nicki hier in etwas reingerät, von dem sie keine ahnung hat – und dass sie canon näher kommt.
    obwohl ich zugeben muss, dass ich während der letzten zeilen das leise sägen einer ’scary movie‘ melodie im kopf hatte und nicki am liebsten zugerufen hätte : vergiss canon, verschwinde sofort von da!

    also, ich bin seeehr gespannt auf die fortsetzung – und werde mich in zukunft erstmal von chinesischen restaurants fern halten.
    liebe grüße
    rica

    • Jenny-Mai Nuyen

      Aber die Chinarestaurants sind doch sicher… nur von der Titanic sollte man sich fernhalten. Immer und in jeder Form. (Das Magazin ist eventuell sicheres Terrain.)

  7. Lizzy

    Ich kann mich Laurence nur anschließen. Das Kapitel, und die Bilder die du mit deinen Worten in meinen Kopf zeichnest, sind extrem cool. Man spürt dieses psychidelische irgendwie… Nun ja. Die Frage bleibt, was hat Canon mit der Titanic zu tun und warum hat dieses Mädchen jemanden in ihr gesehen? Interessante Fragen ;)
    Ich bin so neugierig, wie es weitergeht…
    Ich glaub ich klau mir mal eben eins der Kofferraumexemplare, die du am Anfang beschrieben hast ;) Ich weis gar nicht, wass ich eher favorisieren soll. Ein neues Kapitel oder das Gewinnspiel ;)
    Kannst du vielleicht etwas darüber verlauten lassen? Wie wird es aussehen? ;)

    liebe Grüße!
    Mareen

    • Jenny-Mai Nuyen

      Ich hab auch schon gefragt, ob ich nicht ein paar Kofferraumexemplare haben könnte, um sie zu verlosen! Aber viel besser: Es wird richtige, fertige Bücher zu verlosen geben. Ganz bald.
      Die andere Sache kommenden Sonntag ist ein bisschen spezieller. Aber ich hab riesige Lust darauf, und ein paar von euch hoffentlich auch.

  8. Laurence

    Hallo Jenny

    Mein Fazit: Das Kapitel ist sehr genial und der Cliffhanger am Schluss ist grandios.
    Deine Vergleiche sind sehr lebendig und machen die Geschichte zu einem wahren Erlebnis. (Die „fröhlich zertretenen Gesetze“ – einfach Klasse!!!)
    Also mich haste als Fisch an der Angel (um beim Thema zu bleiben) ;-)

    In diesem Sinne wünsche ich dir ein supertollen Sontag.
    Ganz liebe Grüße
    Laurence

    • Jenny-Mai Nuyen

      Ach Laurence, das freut mich! Ich verspreche auch, meine Fische nur so lange zappeln zu lassen, wie es noch vergnüglich ist :)

      • Laurence

        Das freut mich, Ich hoffe, das Gewinnspiel ist nicht auf Zeit. Ich bin am Wochenende unterwegs und da werde ich wohl erst gegen Abend rein schauen können :-)
        Bis dahin :-)

        • Jenny-Mai Nuyen

          Keine Sorge, es gibt zwar ein Zeitlimit, aber eins von mehreren Wochen.
          Aber es ist was ganz schön Spezielles. Falls du nicht mitmachen willst, wird es noch mindestens ein anderes Gewinnspiel geben, das der Verlag sich ausgedacht hat und an dem dann wirklich alle teilnehmen können.

          • Laurence

            Ich würde schon mitmachen (wollen), wenn ich nicht absolut Talentfrei in Sachen Malen wäre :-)
            Viele liebe Grüße
            Laurence

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