15. TESTLESE-WOCHE

Guten Morgen, allerseits!

Ist heute der dritte oder der vierte Advent? Mich hat Weihnachten dieses Jahr völlig überrumpelt … noch keine Geschenke, keinen Plan für Heiligabend, nicht mal Schnee … Was schon in Ordnung ist, solange ich bei NoN den Überblick behalte.

Und ebendieser Überblick sagt mir, dass die Testlese-Aktion sich dem Ende neigt. Das Manuskript muss bald in den Druck, dann sind Änderungen nicht mehr möglich. Nur noch zwei Kapitel, dann haben wir den ersten Teil von NoN zu Ende gelesen.

Aber weil das Buch ja erst am 22. Februar erscheint, sind noch einige Wochen mit hübschen kleinen Extras zu füllen. Dafür werde ich nochmal tief in die (virtuellen) Schubladen greifen und das eine oder andere Interessante oder zumindest Pikante zutage fördern.

Jetzt aber zum nächsten Kapitel. Letzte Woche war Nicki bei ihrem Vater zu Besuch – in der Justizvollzugsanstalt Moabit. Das löste eine Kaskade weniger angenehmer Gefühle aus, vor denen Nicki sich in Erinnerungen an Canon flüchtete. Aber auch in den Erinnerungen geht es schließlich um Eltern, genauer um den seltenen Einblick, den Canon bezüglich seines Vaters gewährt… Sehr kompliziert das Ganze. Eins scheint dagegen gar nicht kompliziert zu sein, nämlich das, was Tallis von Nicki will. Und darum geht es auch heute.

 

Viel Vergnügen wünscht wie immer:

eure gespannte Jenny

 

.

.

Denken und Handeln

 

Auf dem Heimweg versenkte Nicki sich in Erinnerungen an Canon, so wie immer, wenn ihre Eltern sich allzu sehr in den Vordergrund ihres Lebens drängten. Sie hatte ihm nie gesagt, wie oft er ihr dadurch schon eine Hilfe gewesen war. Überhaupt merkte sie seit seinem Verschwinden, wie viel sie ihm zu sagen versäumt hatte.

Während die U-Bahn mit flackernden Lichtern und pfeifenden Türen durch den Untergrund der Stadt raste, hielt sie die Augen geschlossen, konzentrierte sich auf ihre Musik und die Erinnerungen. Kleinigkeiten, die er bemerkt hatte. Witze. Wie er sie ansah. Wenn er sie nur lange genug ansah, verglaste der Moment zu einer leuchtenden Souvenirkugel, die sie sammelte und immer wieder hervorholen und wachschütteln konnte.

Doch der Trost, den die Erinnerungen sonst spendeten, blieb aus. Alles war von seinem Verschwinden und dem, was Tallis erzählt hatte, überschattet.

Er hat ihr mit dem Messer fast den Kopf –

Schreckliche Bilder sprangen aus ihrer Fantasie, wollten sich in ihr Bewusstsein beißen. Nicki drehte die Lautstärke auf. Aber Canons Musik kam ihr jetzt wie Hohn vor. Dass sie geglaubt hatte, ihn zu kennen, nur weil sie wusste, welche Lieder ihm gefielen!

Zuhause duschte sie, machte sich leise, ohne ihre Mutter zu wecken, die auf dem Sofa schlief, ein Erdnussbutter-Marmelade-Brot und tauschte ihre Schultasche gegen Furious Love Band zwei von Kazuo Kamimura. In dem Manga ging es um zwei berühmte Zeichner in Japan vor hundert Jahren. Mit der Lektüre ging sie nach draußen, um auf dem Spielplatz zu lesen. Ein paar Kinder aus der Siedlung tobten herum, aber sie hielten respektvollen Abstand zu dem Rutschturm, in den Nicki sich setzte.

Sie las. Fast gelang es ihr, ihre abdriftenden Gedanken bei der Geschichte zu halten. Aber nur fast.

Sie hatte sich immer von ihm verstanden gefühlt. Aber wie viel verstand sie von ihm? Was in ihm vorging, war ihr viel zu oft ein Rätsel gewesen. Es hatte sogar eine Zeit gegeben, da hatte sie geglaubt, dass er sie … Nicki konnte gar nicht daran denken, ohne sich zu schämen.

Küss mich“, flüsterte jemand.

Sie stieß vor Schreck einen leisen Schrei aus. Durch die Öffnung des Turmes lehnte ein brünetter Jugendlicher, der auf den ersten Blick wie ein Mädchen aussah, so feenhaft waren seine Züge. Grüne, schmetterlingshübsche Augen funkelten unter den dichten Brauen. Um seinen Hals war ein bedrucktes Schaltuch geschlungen, das zu dem auberginefarbenen Mantel passte.

„Grüß dich“, wiederholte er etwas lauter und schob eine teuer aussehende, glänzende Papiertüte nach oben, bevor er behände zu ihr hineinkletterte.

Du?“

„Ich hab die Graphic Novel zu Ende gelesen. Ich brauch den zweiten Band.“

„Der ist noch nicht erschienen.“ Ihr Herz hämmerte immer noch vor Schreck. Er war tatsächlich schon wieder da.

Auf seinen Mantel achtend, ließ er sich im Schneidersitz nieder und zog das Album aus der Tüte. „Eine Seite ist ein bisschen klebrig geworden, aber es war nur Litschisaft, ich schwör’s. Hier. Wann erscheint der zweite Band denn? Ich kauf ihn, und dann kannst du ihn von mir ausleihen.“

Sie nahm das Album entgegen und fand die klebrige Seite. Genau genommen waren es mehrere Seiten, die zu einer zusammengeklebt waren.

Nun hob Tallis eine Pappschachtel aus der Tüte, klappte sie auf und offenbarte eine kleine Schwarzwälder Kirschtorte.

„Voilà. Ich hab sie gesehen und dachte, die sähe an deiner Hüfte phantastisch aus.“ Er drückte ihr eine Plastikgabel in die Hand.

Hübsch an der Hüfte

„Wer musste denn dafür seine Seele verkaufen?“

„Seelen dürfen nicht verkauft werden. Nur Körper vermietet.“ Er schaufelte sich ein Stück Torte in den Mund.

„Ich meinte damit, die sieht verdammt teuer aus.“

„Sie schmeckt auch“, sagte er mit dem Lächeln eines Verkäufers.

Nicki probierte. Sahne, Schokolade, Kirschen und Kuchenboden waren keine Worte für das, was da in ihrem Mund passierte. Köstlich! Eine Weile aßen sie, ohne zu reden. Nicki wusste nicht, wie sie auf ihn reagieren sollte, also beobachtete sie einfach die Kinder, die in einiger Entfernung spielten.

„Wie war dein Tag?“, fragte er.

Mit einiger Überwindung steckte sie ihre Gabel in die Torte und versuchte ihn anzusehen. Das war gar nicht so leicht. Er war so schön, dass sie nur mit Mühe ein dämliches Grinsen und Blinzeln unterdrücken konnte. „Hör zu. Du kannst nicht meine Freundschaft gewinnen, indem du penetrant bist und mir Essen vorsetzt.“

Er kaute. „Also hattest du einen schlechten Tag.“

Sie stöhnte.

„Ist die Buchpräsentation gut gelaufen?“

Sie wusste, dass sie gehen sollte. Das war das einzig vernünftige Verhalten. Aber sie tat es nicht. Irgendetwas hielt sie in seiner Nähe. Als gefiele es ihr, von unerträglich gutaussehenden Jungen genervt zu werden … Wenn sie so darüber nachdachte, war das wahrscheinlich gar nicht mal absonderlich.

„Ja“, log sie patzig.

Er nickte. „Lehrer oder Lehrerin?“

„Lehrer, wieso?“

„Bestimmt steht er auf dich.“

Sie verzog das Gesicht. „Du musst mir den Appetit nicht extra verderben. Der Rest der Torte gehört dir.“

Auf dem Spielplatz

„Ich meine ja nur. Der Lehrer – heißt er Herr Stockprecht? Vielleicht Herr Lötenkrapp? – hat dich schließlich die ganze Zeit angeguckt, während du so vor der Klasse stehst und mit deinem süßen Mund was von französischer Literatur aufplapperst. Da muss sich in einem Mann einfach was regen.“

„Oh Gott.“ Sie machte Anstalten, aus dem Turm zu rutschen. Er versperrte ihr den Weg mit dem Arm.

„Bleib, es tut mir leid. Ich denke nur laut nach.“

„Dann hör auf zu denken.“

Er beugte sich über sie, doch nicht etwa, um … doch, um sie zu küssen!

Nicki wich zurück, rumpelte mit dem Kopf gegen ein Holzbrett und trat mit dem Fuß in die Torte. „Was zum Teufel“, schnaufte sie.

„Ein Missverständnis.“ Er hob die Hände. „Nicht denken, sondern handeln. Ich dachte, das war eine Aufforderung.“

Umständlich kletterte sie aus dem Turm, landete mit dem Hintern im Sand und stolperte davon.

„Hast du dir wehgetan? Deine Comics!“

Sie begann zu rennen, als sie hörte, wie er aus dem Turm sprang.

„Graphic Novels, meine ich.“ Plötzlich war er neben ihr und verstellte ihr den Weg.

Nicki zog die Luft ein. Wie hatte er so schnell sein können? Im Hintergrund sah sie die Kinder zu ihnen herüberstarren. Zu Fuß hatte er sie jedenfalls nicht eingeholt.

„Was willst du? Lass mich endlich in Ruhe!“

Er ließ sie tatsächlich los und drückte ihr die Comics in die Hand. „Du kennst dich selbst aber schlecht. Dass du mich willst, kannst du entweder akzeptieren oder leugnen. Aber ändern kannst du es nicht.“

„Lustmolch!“, stammelte sie und ging an ihm vorbei. Nach ein paar Schritten war sie zumindest geistesgegenwärtig genug, um hinzuzufügen: „Unser Pakt ist ungültig!“

Sich selbst schlecht kennen

55 Comments

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55 Responses to 15. TESTLESE-WOCHE

  1. Sarah

    Hallo zusammen:-) .
    Wie jedes Mal bin ich wieser richtig begeistert von dem Kapitel. Die Charaktere sind mir richtig sympatisch. Vorallem Tallis. Aus den Kapiteln die in der Testlesewoche vorgestellt wurden habe ich ein was ganz wichtiges gelernt. Ich darf das Buch niemal lesen wenn ich Hunger habe, da Tallis einem mit seinem ganzen Essen immer Appetit macht^^.
    Auf diesem Wege wünsche ich allen auch noch schöne Weihnachten:-)

  2. Anh Thu

    Hallöle! :)

    Ein richtig tolles Kapitel! Das liegt sowohl an himmlischen Formulierungen wie – ach, die wurden eigentlich alle schon aufgeführt, ich würde sie nur wiederholen – als auch an Tallis mit seiner locker flockigen Art und Nicki, die sich in seiner Anwesenheit mürrisch gibt. So ergibt sich ein bezauberndes Zusammenspiel der beiden, das man mit vor Erheiterung blitzenden Augen und von Entzückung gekitzelten Lippen betrachtet.
    Der Schwermut des vorigen Kapitels bleibt zunächst, entschwindet aber beinahe augenblicklich als Tallis (in einer neuen Domäne) auftaucht und Kuchen und einen originellen Anmachspruch mitbringt.. Tatsächlich erinnert er mich sogar ein bisschen an Dean Winchester aus Supernatural. Beide haben das Potenzial überall wo sie erscheinen, ebendiesen Ort mit einem Mädchen in den Armen zu verlassen, das sich bei ihrem Anblick die Kleider vom Leib gerissen und auf sie gestürzt hat.
    Hm, woher wusste Tallis eigentlich, dass Nicki sich in einem Turm auf einem Spielplatz aufhält? Ach, da lastet noch eine Frage auf mir: Wenn ein Fließwesen den Körper seiner Domäne betritt, dann verschwindet das Ich oder die Persönlichkeit oder das Etwas, das die Domäne, bzw. den Menschen im Allgemeinen, ausmacht ja nicht oder? So hab ich das in den Anfangskapiteln jedenfalls verstanden. Was passiert denn dann mit dem Ich? Es tritt in den Hintergrund aber selbst dann muss es doch wissen, was mit ihrem Körper während der Belagerung geschieht oder nicht? Sie sind ja „immer noch da“, existieren im Hintergrund, nehmen immer noch wahr.
    Was die Souvenirkugel-Metapher betrifft: Mein Herz hat einen Satz gemacht. Mein Herz macht immer einen Satz, wenn ich etwas umwerfend finde. Ich denke nur, dass sich Schneekugel vielleicht besser anhören würde, da Souvenirkugel irgendwie nach ‚günstig‘ und nicht viel wert klingt. Der Begriff ‚Schneekugel‘ ist glaube ich auch geläufiger, zumindest dauerte es bei mir Millisekunden länger bis sich das richtige Bild für ‚Souvenirkugel‘ vor meinem inneren Auge einstellte.

    • Anh Thu

      Oh Gott, das prüfende Lesen nach dem Verfassen wäre oftmals angebracht. So auch in diesem Fall.
      *Wenn ein Fließwesen den Körper seiner Domäne betritt, dann verschwindet das Ich oder die Persönlichkeit, das Etwas, das die Domäne bzw. den Menschen im Allgemeinen ausmacht, ja nicht oder? So hab ich das in den Anfangskapiteln jedenfalls verstanden. Was passiert denn dann mit dem Ich? Es tritt in den Hintergrund aber selbst dann muss es doch wissen, was mit seinem Körper während der Belagerung geschieht oder nicht? Die Betroffenen sind ja “immer noch da”, existieren im Hintergrund, nehmen immer noch wahr.

      Übrigens ist es allerhöchste Eisenbahn, dass Canon auftaucht! Ich konnte mir immer noch keine Meinung über ihn bilden, nicht zuletzt weil wir ihn bisher nur durch Nicki und ihre Erinnerungen kennenlernen konnten. Kann widerlegt werden, ob Nickis Sicht durch die rosarote Brille verfälscht wurde? Dem Kuddelmuddel im Kopf einer Verliebten traue ich nicht. Ich hoffe, der zweite Teil, in dem Canon endlich auftaucht, vermag ihm durch ihm zugewandte Handlungsstränge genug Charakter verleihen, sodass sich beim Leser entweder Sympathie, Antipathie oder sogar Obsession einstellt. Aber das wirst du sicherlich hinbekommen haben. :)
      Ansonsten darf eine Fortsetzung gerne sein! u_n

      • Jenny-Mai Nuyen

        Liebe Anh Thu,

        von SUPERNATURAL hab ich auch viel Gutes gehört, die Serie aber noch nicht geschaut. Derzeit steck ich noch in DR HOUSE Staffel 5 fest. Und MISFITS, einer richtig tollen, lustigen Serie aus England. Und BROADWALK EMPIRE wartet seit Ewigkeiten auf dem Stapel … ganz zu schweigen von COWBOY BEBOP, was ich immer noch nicht zu Ende gesehen habe … ach, es gibt so viel Schönes auf der Welt, bzw. dem Bildschirm! Irgendwann gucke ich auch SUPERNATURAL.
        Zu deinen Überlegungen über Besessenheit: Ich stelle mir vor, dass man quasi schläft, während ein Dämon Besitz vom eigenen Körper ergreift. Wenn man zu sich kommt, hat man eher zerfallene und zusammenhangslose Impressionen wie von einem Traum. Daher ist Isabel Arouk auch „Traumdeuterin“ und macht Rückführungen ins Unbewusste.
        Überhaupt finde ich, dass Schlaf ein seltsames Phänomen ist. Das Ich ist einfach verschwunden und kehrt dann irgendwie zurück, und wie diese Rückkehr vonstatten geht, ist dem Ich ebenso schleierhaft wie sein Auflösen beim Einschlafen. Warum braucht das Ich überhaupt eine Pause? Braucht es eine Pause vor der Zeit?
        Zu deinem Misstrauen gegenüber Nickis Eindrücken von Canon: Da hast du ganz Recht, Verliebtheit verzerrt die Einschätzung enorm. Gleich zu Beginn des zweiten Teils erscheint Canon aber. Schade, dass das nicht mehr hier in der Testlese-Aktion stattfindet. Aber vielleicht hast du ja Lust bei der Leserunde mitzumachen, die zum Erscheinen des Buches laufen soll (ich glaube auf lovelybooks.de), denn ich wäre schon neugierig, wie du Canon dann findest :)

        Frohe Weihnachten!

        • Anh Thu

          Supernatural musst du auf jeden Fall gucken! Mach dich auf 10 Staffeln Witz, Charme und Action gefasst! :D Lass das Irgendwann nicht zu lange andauern! :)

          So sieht das während der Besessenheit also aus.
          Wurde in den bisherigen erschienenen Kapiteln schon erwähnt, dass Isabel Arouk ‚Traumdeuterin‘ ist? Vielleicht könnte an dieser Stelle in einem Satz kurz erläutert werden, was mit dem Menschen passiert, der von einem Fließwesen heimgesucht wird. Ich finde, das ist keine gänzlich unerlässliche Information, da sie einen näher an die Fließwesen heranbringt und zu einem besseren Verständnis verhelfen kann/könnte.

          Eine Leserunde? Klingt super! Also, ich würde schon sehr gerne daran teilnehmen, wenn sie nicht winkend an mir vorbeirauscht…

          Dir auch fröhliche Weihnachten! n_n

          • Jenny-Mai Nuyen

            Okay, okay, „Supernatural“ rutscht an die Spitze des Stapels. Ich weiß auch schon, bei wem ich mir die erste Staffel leihen kann, hehe.
            Das mit der Besessenheit wird von Tallis erläutert, als er Nicki beim Mexikaner in die Fließwelt einweiht. Und Isabel Arouk erklärt ihren Beruf als Traumdeuterin bei ihrer Begegnung mit Nicki im dritten oder vierten Kapitel.
            Also, dass die Leserunde an niemandem vorbeirauscht, dafür werde ich mit Trompeten und Fanfaren sorgen, darauf kannst du dich verlassen. Ich möchte die Leserunde ja am liebsten mit euch bestreiten, die schon bei der Testlese-Aktion dabei waren. Was der Bauer kennt, das gefällt auch Jenny. Oder wie der Spruch eben geht :)

            • Anh Thu

              Ich hoffe, du wirst nicht ein Hypersensibelchen wie ich es bin und schaltest auf dem Weg zum stillen Örtchen alle Lichter an, die du brennen lässt, bis du fertig bist, aus Angst, dich könnte eine Kreatur der Dunkelheit überfallen. :D Dabei ist die Serie überhaupt nicht so schlimm, ich bin wohl einfach nur paranoid.

              Wurde beides tatsächlich schon erwähnt? Ist mir alles entfallen. :( Wahrscheinlich weil es zu lange her ist. Die ersten hundert Seiten eines Buches lese ich normalerweise in einem Rutsch durch.

              Also ich wäre dann dabei! :)

  3. -Nicht denken, sondern handeln. Ich dachte, das war eine Aufforderung
    Typisch Tallis. Aber wie wäre es noch mit einem neckischen Grinsen oder einem frech-entschuldigenen Lächeln? Dadurch wäre es noch tallisiger ;)

    Also, insgesamt wieder ein tolles Kapitel voller Staunen und Schmunzeln meinerseits.
    So, ich denke, dass ist genug Arbeitsstoff für eine Woche
    Viel spaß
    Rica

  4. Luana

    Haha der Spruch von Tallin mit der Torte wahr echt genial!
    Diese stelle hat mir wirklich super gefallen :)
    Du bringst die Details so schön ein, so das ein tolles Kopfkino entsteht (was mir persöhnlich sehr gut gefällt)
    Und deine Zeichnungen passen auch immer gut zur stelle, was mich bei büchern mit Zeichnungen zum Beispiel oft stört, ist das die Skizzen beim lesen irgendwie stören, aber bei dir stört es mich gar nicht, weil du immer die richtige stelle erwischst um ein bild einzufügen. Deine bilder zerstören auch überhaupt nicht dievorstellung (damit meine ich so zusagen das kopfkino XD)
    Bis zum nächsten Kapitel
    Lg Lou

  5. -Ich hab sie gesehen und dachte, die sähe an deiner Hüfte phantastisch aus
    GRANDIOS! Der beste Anmachspruch, den ich je gehört habe! Wer bei mir so ankäme hätte nicht nur mein Lachen, sondern auch meine vollkommende Zuneigung sicher :D

  6. -ein brünetter Jugendlicher, der auf den ersten Blick wie ein Mädchen aussah, so feenhaft waren seine Züge. Grüne, schmetterlingshübsche Augen funkelten unter den dichten Brauen
    Haachh, ich schmelze dahin!! Wo sind diese Jungen denn auf meinem örtlichen Spielplatz? Ich treffe dort immer nur die moppeligen, ungepflegten !5-Jährigen, deren Mütter ihnen befohlen haben, die jüngeren Geschwister mal wieder zu begleiten, damit der mit Ballerspielen beladene Laptop von seinem pubertären Besitzer eine Pause bekommt….
    -Eine Seite ist ein bisschen klebrig geworden, aber es war nur Litschisaft, ich schwör’s.
    Obwohl Tallis ja eher der lässige Typ ist hätte ich ihn nicht für jemanden gehalten, der geliehene Bücher beschmiert – zumal er ja bei Nicki Eindruck schinden will und das garantiert nicht der richtige weg ist. Und ich wäre an ihrer Stelle deutlich wütender gewesen! Wobei, vielleicht ist sie ja noch so sehr in ihre Gedanken an Canon vertieft, dass sie nach Tallis plötzlichen Erscheinen erst in diese welt zurückfinden muss, bevor sie sich mit so materiellen Problemen beschäftigen kann. Aber bin ich die einzige, die ‚nur Litchisaft’ irgendwie….anzüglich interpretiert? Ich meine, was sollte es denn sonst sein? Und wieso macht er so deutlich, dass es das nicht ist?

  7. -ein brünetter Jugendlicher, der auf den ersten Blick wie ein Mädchen aussah, so feenhaft waren seine Züge. Grüne, schmetterlingshübsche Augen funkelten unter den dichten Brauen
    Haachh, ich schmelze dahin!! Wo sind diese Jungen denn auf meinem örtlichen Spielplatz? Ich treffe dort immer nur die moppeligen, ungepflegten !5-Jährigen, deren Mütter ihnen befohlen haben, die jüngeren Geschwister mal wieder zu begleiten, damit der mit Ballerspielen beladene Laptop von seinem pubertären Besitzer eine Pause bekommt….
    -Eine Seite ist ein bisschen klebrig geworden, aber es war nur Litschisaft, ich schwör’s.
    Obwohl Tallis ja eher der lässige Typ ist hätte ich ihn nicht für jemanden gehalten, der geliehene Bücher beschmiert – zumal er ja bei Nicki Eindruck schinden will und das garantiert nicht der richtige weg ist. Und ich wäre an ihrer Stelle deutlich wütender gewesen! Wobei, vielleicht ist sie ja noch so sehr in ihre Gedanken an Canon vertieft, dass sie nach Tallis plötzlichen Erscheinen erst in diese welt zurückfinden muss, bevor sie sich mit so materiellen Problemen beschäftigen kann. Aber bin ich die einzige, die ‚nur Litchisaft’ irgendwie….anzüglich interpretiert? Ich meine, was sollte es denn sonst sein? Und wieso macht er so deutlich, dass es das nicht ist?
    -Ich hab sie gesehen und dachte, die sähe an deiner Hüfte phantastisch aus
    GRANDIOS! Der beste Anmachspruch, den ich je gehört habe! Wer bei mir so ankäme hätte nicht nur mein Lachen, sondern auch meine vollkommende Zuneigung sicher :D
    -Nicht denken, sondern handeln. Ich dachte, das war eine Aufforderung
    Typisch Tallis. Aber wie wäre es noch mit einem neckischen Grinsen oder einem frech-entschuldigenen Lächeln? Dadurch wäre es noch tallisiger ;)

    Also, insgesamt wieder ein tolles Kapitel voller Staunen und Schmunzeln meinerseits.

    So, ich denke, dass ist genug Arbeitsstoff für eine Woche

    Viel spaß
    Rica

  8. -Schreckliche Bilder sprangen aus ihrer Fantasie, wollten sich in ihr Bewusstsein beißen.
    Und wieder ist es, als würdest du die Worte direkt aus meinem Kopf abschreiben! Genau so ist es! Exakt so!
    -Zuhause duschte sie, machte sich leise, ohne ihre Mutter zu wecken, die auf dem Sofa schlief, ein Erdnussbutter-Marmelade-Brot und tauschte ihre Schultasche gegen Furious Love Band zwei von Kazuo Kamimura
    Einerseits finde ich es klasse, wie du diese eigentlich unwichtigen Details einbringst, sodass wir die Personen kennzulernen glauben und uns ihnen nahe fühlen.Andererseits würde ich die Satzstruktur etwas abändern. Wie wäre es mit ‚Zuhasue duschte sie, dann machte sie sich, ohne ihre auf dem Sofa schlafende Mutter zu wecken, ein Erdnussbutter-Marmelade-Brot und tauschte ihre Schultasche gegen Kazuo Kamimuras Furious Love aus.’ ?
    Welche Marmelade isst Nicki eigentlich zu Erdnussbutter? Ich tippe ja auf Kirsche oder Orange, sie ist nicht so der Typ für süße Himbeer
    -Sie las. Fast gelang es ihr, ihre abdriftenden Gedanken bei der Geschichte zu halten. Aber nur fast.
    Klasse, wie du Nickis Gefühlslage so perfekt darstellst und dass in einem so simplen Satz. Du könntest ‚halten’ noch gegen ‚daran binden’ austauschen, aber eigentlich ist es genau richtig so

  9. So, noch mal neu
    Ich mach mal ne Aufzählung, ist vermutlich am übersichtlichsten…
    -Auf dem Heimweg versenkte Nicki sich in Erinnerungen an Canon
    Den Gedanken der Erinnerungen als Zufluchtsort finde ich toll und nachvollziehbar, aber kann man sich denn in Erinnerungen versenken? Und ist versenken nicht mehr so wie verschütten oder begraben? Dann fände ich nämlich vertiefte, schwelgte oder vergrub passender, auch wenn sie ja sehr geläufig und klischeehaft sind
    -Überhaupt merkte sie seit seinem Verschwinden, wie viel sie ihm zu sagen versäumt hatte.
    Hier ist mir vor allem aufgefallen, dass diese Formulierung häufig in Verbindung mit Verstorbenen gebraucht wird und damit deutlich macht, dass Canon für Nicki verloren ist, wenn auch nicht in den Tod, so zumindest in eine andere Welt, die ja als ‚Unterwelt’ durchaus als Alternative zu einer Welt nach dem Tod gesehen werden könnte
    -Wenn er sie nur lange genug ansah, verglaste der Moment zu einer leuchtenden Souvenirkugel, die sie sammelte und immer wieder hervorholen und wachschütteln konnte.
    Viiellenn Daaank für diesen Einblick in deine dichterische Tätigkeit. Ich kenne ja bisher nur deine Romane, und auch wenn deine Formulierungen durchaus poetischer Natur sind, so ist ein Gedicht ja noch mal was anderes und ich persönlich bin davon sogar noch angerührter.
    Außerdem ist es einfach wieder so perfekt beschrieben, dass es völlig logisch wirkt. Es ist, als würdest du das Alltägliche als etwas Besonderes, dass trotzdem normal rüberkommt, weil deine magischen Worte es genau so einfangen, wie es wirklich ist und genau das wiederspiegeln, was sich in meinem Kopf abspielt
    -Mir ist aufgefallen, dass du zuerst von ihrer Musik sprichst und dann von Canons. Da die Erklärung erst danach folgt fand ich diese Darstellung etwas irritierend. Vielleicht könntest du in dem ersten Satz einfach das ‚ihre’ weglassen, vielleicht macht es das verständlicher und weniger zur Stolperfalle beim Lesen

  10. ohhneein, jetzt hab ich dir dutzende Kommentare geschrieben und die werden nicht angezeigt!!!

    • Jenny-Mai Nuyen

      O Gott. Ich leide mit dir, weil ich das so gut kenne.

      • ich hoffe, die bruchstückhaften aufzählungen sind nicht zu viel, aber ich hatte soooo viel zu sagen (den letzten kommentar zeigt mein pc übrigends immer noch nicht an, der scheint was gegen mich zu haben)

        • Jenny-Mai Nuyen

          Oh mein Gott, Rica. Ich habe deine ganzen Kommentare im Spam-Ordner gefunden! Sie sind nicht gelöscht worden, nur verlegt. Tut mir so leid, dass du deine Kommentare immer wieder schreiben musstest, aber ich hab sie jetzt auch alle gelesen … das Internet kann ein grausamer Kommunikationsweg sein. Vielleicht nicht ganz so grausam wie ein Lagerfeuer in der Wildnis, wo man von einem Tiger geschnappt werden könnte. Aber die Nerven – die Nerven sterben ab! Wenn deine Kommentare nochmal nicht erscheinen, dann erinnere mich einfach daran, im Spam-Ordner zu gucken.
          Hoffe, es passiert nie wieder.

  11. Luc

    Und wieder ein tolles Kapitel!

    Hmm… diese Andeutung, dass Tallis im ersten Moment fast weiblich wirkte, bringt mich wieder auf eine meiner Thesen zurück, dass ein Inkubus eigentlich meist in den Körpern verführter Frauen unterwegs ist, diese aber von den nächsten Opfern als männlich wahrgenommen werden (außer bei Frauen, die auf Frauen stehen). Was für ein Betrug das wäre ;-)

    Ich finde, dass Nickie jedes Recht hat, zickig zu sein. Manchmal frage ich mich sogar, ob sie nicht noch ZU nett mit der Person ist, die sie in den Pakt reinlegen wollte. Könnte aber daran liegen, dass ich zur Canon-Fraktion gehöre.

    Hmm… Warum die Kinder wohl diesen Respekt-Abstand halten? Schlechte Erfahrungen mit einer mürrischen Nicki?

    • Jenny-Mai Nuyen

      LUC! Du darfst mir ab sofort nur noch Privatnachrichten schreiben, wenn du Theorien über NoN aufstellst.
      Stimmt, Nicki könnte noch feindseliger zu Tallis sein. Aber wenn jemand sich so locker fröhlich und charmant gibt, ist Feindseligkeit schwer aufrecht zu halten, dachte ich mir. (Ich erinnere mich, dass ich einmal stinksauer auf einen Jungen in die Schule kam, aber als er mich mit einem riesigen Lächeln begrüßte, musste ich automatisch zurücklächeln. Meine anschließende Standpauke kam dann etwas schizophren rüber, also hab ich sie kürzer gehalten als sie ohne das Lächeln geworden wäre.)

      Und die Kinder haben bestimmt Respekt vor Nicki, weil sie ein Teenager ist. Ich hatte als Kind jedenfalls am meisten Angst vor Teenagern. Die waren doch immer übellaunig und zu Gesetzeswidrigkeiten aufgelegt…

      • Luc

        Ok, sorry. Ich schwöre, dass ich keins der Vorab-Exemplare gestohlen habe. ;-)

        Thesen liegen mir halt mehr als Korrekturen. Bei all den Thesen die ich schon so hatte zu diesem Thema (cf z.B. auch Körpertausch zwischen Dämonen) und auch anderen Themen, besteht natürlich auch die Gefahr, mal einen Jackpot zu landen. Aber wenn du selbst in der Story Indizien streust…

        • Jenny-Mai Nuyen

          Ja, es ist eine Mischung aus Genugtuung und Schrecken, dass du die Hinweise findest, um mir auf die Schliche zu kommen. (Der Schrecken ist eigentlich auch ein wohliger Schrecken). :)

  12. Lizzy

    Sooo… das Kapitel war schön! Ich fand insbesondere wie du den Spielplatz beschrieben hast toll. Das um den Kletterturm herum Kinder spielen, sie aber von Nickis Platz abstand halten. Ist Nicki öfters da oben? =)
    Auch ansonsten find ich dieses Nicki – Tallis Pairing ziemlich cool. Ich bin gespannt, insbesondere darauf, wie es sich entwickelt, wenn Canon mit dabei ist ;)
    Ich hoffe doch mal stark, dass er noch kommt ;)

  13. Jenny-Mai Nuyen

    3. Kommentar
    „Dann hör auf zu denken.“

    Ich muss ja gestehen, die Konstellation „aufdringlicher Mann, zickige Frau“ ist für mich ein schmackhafter Knochen, egal wie ausgelutscht. Hauptsächlich, weil Männer, die offensiv begehren, reizvoll sind und zickige Frauen notwendig, um das Werben so lange wie möglich hinauszuzögern. Anders herum geht das natürlich auch: eine aufdringliche weibliche Figur und ein irritierter, oder besser noch von „wichtigen Dingen“ abgelenkter Mann … *träum*
    Allerdings sollte diese Konstellation trotzdem klug gemacht sein, denn niemand möchte einem dümmlichen Flirt beiwohnen. Ich frage mich an dieser Stelle, ob Nicki nicht ein bisschen zu ruppig ist. Tallis rechtfertigt ihr Verhalten natürlich gleich, aber im Grunde dürfen beide den Bogen nicht zu sehr überspannen… was meint ihr?

    • Laurence

      Gerade diese Stelle finde ich nicht zu überzogen. Immerhin hat Tallis sie mit dem Pakt ja fast hereingelegt oder besser überrumpelt. Und nun will er sie auch noch küssen. Ein zweiter Überrumpelungsversuch, wenn ich das mal so nennen darf. Von daher finde ich Nickis Reaktion berechtigt.
      Mir gefällt diese Stelle sehr gut.

    • Julia

      Hallo Jenny!
      Ich muss sagen, dieses Kapitel gefällt mir außerordentlich gut. Es hat einen schönen Mix aus Verträumtheit/Gefühlswelt und Aktion/Realität.
      Meiner Meinung nach reagiert Nicki gar nicht über, immerhin ist Tallis ein Inkubus! Ich würde alles so lassen.
      Nur ein Wort hat mich etwas aus dem Lesefluss gerissen und verwundert. Nicki nennt Tallis „Lustmolch“. Ich weiß nicht, aber irgendwie finde ich, dass dieses Vokabular nicht zu ihr und ihrem Alter passt. Ich glaube, eine andere Betitelung würde sich besser in die Szene einfügen.
      Einen wunderschönen 4. Advent,
      Julis

    • Jenny-Mai Nuyen

      Danke für eure Rückmeldungen! Offenbar war mein Gefühl, Nicki sei zu ruppig, ein wenig überreizt. Vielleicht liegt es daran, dass ich immer eine gewisse japanische Panik empfinde, unhöflich zu sein, die ich dann auf meine Figuren projiziere. (Ich war als Kind nämlich entsetzlich ungehobelt, was durch spätere Scham zu einer automatischen Japanisierung einiger Verhaltensweisen geführt hat. So würde ich das jedenfalls einem Therapeuten erzählen. Wenn ich mit einem reden würde. Was ich nicht tue.)
      JEDENFALLS…

      Ach ja, der „Lustmolch“: Das war so ein Spaßwort für meine Schulfreunde und mich, als wir noch jung waren. Vielleicht bin ich schon so alt, dass das Wort inzwischen altmodisch ist o.O Aber es war eigentlich schon damals nur lustig, weil es altmodisch war. Es könnte also auch deshalb fehl am Platz sein, weil Nicki an dieser Stelle ja nicht lustig sein will. Aber ich stellte mir vor, dass sie nach einer passenden Reaktion sucht und ihr dieses Spaßwort irgendwie herausrutscht, und sie ist selber verwirrt, dass sie es eigentlich ernst meint. Ist das nachvollziehbar? Wer ist für/gegen „Lustmolch“?

      • Kevin

        Ich fand ja ganz besonders dieses Wort so unglaublich passend! Was besseres hätte Nicki gar nicht sagen können, denn es fasst Tallis Verhalten an diesem Tag so gut zusammen (Küssen und Litschisaft :D). Ich bin eindeutig FÜR das (Spaß-)Wort; wobei ich nicht denke, dass es so spaßig gemeint war.

        • Niniel

          Ich schließe mich Kevins Meinung an, das Wort „Lustmolch“ passt doch gut – für mich kam das genau so rüber, dass Nicki nach einer angemessenen Beleidigung für Tallis sucht und ihr dann dabei diese Bezeichung herausrutscht, was sie selbst eben ein bisschen überrascht. Kenne solche Antworten, bei denen man sich im Nachhinein fragt „Wo und wann hab ich denn dieses Wort aufgeschnappt??“ nur zu gut von mir selber^^
          Auf jeden Fall finde ich es passender, als wenn sie ihn z.B. nur als „Idiot“ beschimpfen würde, bzw. sogar als „A…loch“, das wäre zu lasch bzw. zu krass. „Lustmolch“ passt, wie Kevin schon schrieb, deswegen so perfekt, weil er für Nicki in dieser Situation als genau so einer gewirkt haben muss :)

          Hoffe, ich konnte mich halbwegs verständlich artikulieren^^
          Liebe Grüße, Niniel

          • Jenny-Mai Nuyen

            Genau so hab ich mir das vorgestellt mit dem Lustmolch – die Situation, die du beschreibst, kenne ich nämlich auch nur zu gut aus meinem Alltag ^^
            Hach, dann sind mehr für den Lustmolch als dagegen. Find ich ja eigentlich gut.

  14. Jenny-Mai Nuyen

    2. Kommentar
    „Ich hab die Graphic Novel zu Ende gelesen. Ich brauch den zweiten Band.“
    „Der ist noch nicht erschienen.“

    Inzwischen ist er aber erschienen – und jedem ans Herz zu legen, der französische Literaturklassiker und kunstvolle Zeichnungen liebt: http://www.splitter-verlag.eu/der-glockner-von-notre-dame-bd-2-quasimodo.html
    Im Grunde ist der Dialog zwischen Nicki und Tallis schon jetzt nicht mehr aktuell, aber ändern möchte ich ihn trotzdem nicht. Wenn irgendwann der Planet explodiert und Aliens die Fetzen von NoN durchs Weltall treiben sehen, dann werden sie anhand dieses zeitlichen Indizies feststellen können, wann ich die Geschichte schrieb. Vorausgesetzt, Jean Bastides „Glöckner von Notre Dame“ treibt in der Nähre rum. Und die Aliens können lesen. Und so weiter.

    • Laurence

      Hahaha ein kluger Schachzug. Ich würde es auch nicht ändern, denn es geht ja um NoN und nicht um ein anderes Buch ;-)
      Man könnte natürlich, um dies zu umgehen einfach sagen: „Den habe ich noch nicht zugelegt.“
      Aber wie gesagt, ich würde es so lassen :-)

  15. Jenny-Mai Nuyen

    Also, bevor die Kommentare im Text ganz unter den Tisch fallen, werde ich sie einfach hier reinstellen. Vielleicht können wir die Diskussion ja einfach hier unten führen.

    Zuerst einmal: Auf einer Zeichnung sieht Nicki ein bisschen aus wie Victoria Beckham, fällt mir auf … o.O

    1. Kommentar
    „Wenn er sie nur lange genug ansah, verglaste der Moment zu einer leuchtenden Souvenirkugel, die sie sammelte und immer wieder hervorholen und wachschütteln konnte.“

    Vermutlich plagiiere ich mich ziemlich oft, ohne es zu merken, denn mein Bewusstsein ist ein breites Gitter, durch das alles hindurchrieselt. Über das, was von unten wieder hochwächst, freue ich mich dann wie über eine unerklärliche Novität.
    Aber an dieser Stelle konnte ich zurückverfolgen, woher das Bild mit der Souvenirkugel stammt. Vor vielen Jahren habe ich nämlich mal ein Gedicht geschrieben, das so geht:

    Gedankenlos geht er.
    Arglos gibt er mir Augenblicke Da!
    Zu Souvenirkugeln erstarren die schweren Sekunden
    in meiner klebrigen Faust.
    Darin nur Schneegestöber.
    Ehrlos verleiht er sein Lächeln
    An schönen Lippen lässt er mich kämpfen
    um im Samtbett der Zunge eine Perle zu finden.
    Magerer Preis! Mit fünfzig Liebesworten
    geschickt verpackt in Zeitungspapier
    hab ich seinen Stolz gefüttert und von ihm nur das
    ein kleiner Schatz. Blass leuchtend teuer
    „Nein, schön bist du.“
    Nein schön. So nennt er mich.
    Und dreht sich weg, als sei’s ihm nicht geheuer.
    Lass sehen, hat diese halb verkorkste Auster
    keine zweite Perle für mich eitles Kind?
    Kein Wort fällt ihm vom Mund, doch Küsse
    Küsse! Unverschämter! Komm her
    ich zahl ’s dir heim
    Ich zahle
    Er dreht sich weg, als wär‘s nur ein Versehen.
    Ich seh ihm nach.
    Herzlos geht er, mit Herzen geschmückt
    Beglückt durch Tränen stolzer Sterne.
    Blaue Ferne schluckt ihn.

    • Laurence

      Das ist aber ein traurig schönes Gedicht oder?
      Ich verstehe leider nicht viel von Gedichten, obwohl ich selber auch mal welche vor Jahren geschrieben habe.
      Naja… reden wir lieber nicht davon.
      :-)

      • Johanna

        Liebe Jenny,
        erstmal muss ich sagen, dass es wieder ein sehr schönes Kapitel ist :-). Ich freue mich schon so, wenn ich endlich das Buch in den Händen halten kann :-D!
        Das Bild mit der Souvenirkugel finde ich wunderschön! Ich finde das zeigt auch nochmal mehr, was für eine tief gehende Beziehung Canon und Nicki haben und wie wichtig er ihr ist. Ich finde diese Verbindung zwischen ihnen bekommt durch dieses Bild etwas ewiges, aber auch zerbrechliches. Wirklich sehr schön.
        Danke, dass du dein Gedicht mit uns geteilt hast :-). Ich lese deine Sachen einfach sehr gerne!
        Liebe Grüße
        Johanna

    • Jenny-Mai Nuyen

      @Laurence: Von Gedichten muss man nichts verstehen, viel besser ist, man füüüüüühlt sie. Aber ich weiß schon, was du meinst. Gerade bei moderner Lyrik habe ich oft den Eindruck, man soll etwas verstehen, das man nur verstehen kann, wenn man über eine dezidierte kunsthistorische Bildung verfügt. Ein schöner, ästhetischer Umgang mit Sprache ist mir ehrlich gesagt lieber als eine philosophische Hinterfragung von Sprache – zumindest bei Gedichten.

      @Johanna: Ach, aber jetzt bereue ich schon fast, so ein uraltes Gedicht rausgekramt zu haben. Ich werde demnächst mal wieder einen Lyrik-Post machen, vielleicht teilen ja ein paar von euch ihre Gedichte auch mit … (Ich weiß doch, dass ihr Gedichte in der Schublade habt.) ^^

      • Kevin

        Das hört sich nach einer tollen Idee an! Ich habe auch noch einige Gedichte, deren Beurteilung ich eventuell bedürfen könnte – wenn es sich anbietet.

        Ich verstehe – bedingt durch mein Studium (angehender Deutsch- und Philosophielehrer) – ein wenig von Gedichten, aber ich finde es oftmals überzogen, Gedichte dezidiert auseinanderzunehmen und darüberhinaus das wichtigste zu vergessen; denn du hast recht: Gedichte muss man nicht verstehen, man muss sie „fühlen“! :)

  16. Lissa

    Bonjour! *gähn* bin gerade aufgewacht.
    Hach, das ist ein wundervolles Kapitel. Und die stelle mit der Torte, einfach genial! ^^
    Zwei sachen noch: Tallis stellt sich ihr in den weg, dann macht sie sich von ihm los. Wann hat er sie denn angefasst? Und „aufplappern“ ist zwar ein wunderbares wort, ich finde es in dem Satz aber ein bisschen overdone. „plappern“ hätte es auch getan… glaube ich ^^
    Oh! Noch was! Ich weiß nicht genau, was mich daran stört, dass nicki am ende „stammelt“ aber mir persönlich wäre es lieber sie würde „zischen“, vielleicht „perplex zischen“ …. Ach, keine ahnung was mich heute wieder geritten hat. ^^
    Hab einen schönen Tag und ähhh, ja verdammt, ich muss über die Ferien noch eine Buchpräsentation vorbereiten! -.-

  17. Laurence

    Wow, was für ein Kapitel. Sehr genial.
    Hallo erst Mal :-)

    Hat auch gewisse Vorteil, so kann man sich voll und ganz auf den Text konzentrieren.
    Sehr genial, man spürt förmlich, wie es zwischen Tallis und Nicki funkt, blitzt, knistert. (Zuneigung wie Abneigung.)

    Die Frage, die sich mir aufdrängt: „Was passiert eigentlich mit einem Körper, wenn er von einem Inkubus besessen ist? Denn wenn Tallis sich so schnell bewegen konnte, um Nicki auf dem Spielplatz den Weg zu verstellen, wie hat er das bewerkstelligt? :-)

    Und wieder wundervolle Sätze wie: “ Schreckliche Bilder sprangen aus ihrer Fantasie, wollten sich in ihr Bewusstsein beißen.“
    Einfach grandios :-)
    Also ich hab nix zu meckern ;-)

    Viele liebe Grüße und einen tollen vierten Advent :-)

    Laurence

    PS: die Kommentare schau ich mir trotzdem an, wenn sie da sind ;-)

    • Jenny-Mai Nuyen

      Ach Laurence, wenn ich eine Katze wäre und deine lieben Worte eine Babybürste, hätte ich definitiv elektrisches Fell. Ich fühl mich ganz wohlig aufgeladen. Und ich freu mich sehr, dass das Kapitel dir gefällt!

      Das ganze Geschäft der Besessenheit geht im Grunde recht unmagisch vonstatten in NoN. Nur sehr selten merkt man Tallis an, dass er kein Mensch ist. Ich habe mir vorgestellt, dass Fließwesen in der materiellen Welt dieselben (eingeschränkten) Freiheiten haben wie die Menschen in der geistigen Welt: Denn wir können uns zwar alles denken und dadurch Fließwesen bestimmen, aber unser Denken ist von vornherein eingeschränkt durch Kultur, Instinkte, intellektuelle und kreative Kapazitäten. Ebenso könnten Fließwesen theoretisch unsere Welt und unsere Körper auf den Kopf stellen, aber sie tun es nur begrenzt, da es sie Kräfte kostet und ihre speziellen Wesensarten ihnen Beschränkungen auferlegen. Tallis kann, auch wenn es ihn viel „kostet“, mit der Schwerkraft spielen. Das tut er mehrmals in der Geschichte. Ich fand das passend für einen Dämon, der für Verliebtheit und den sinnlichen Rausch der Liebe steht, denn dabei verliert man ja manchmal auch das Gefühl für Schwere :)

  18. Lizzy

    Technik die begeistert … Gestern hab ich auch gesehen dass in der vorherigen Woche wieder Gespamt wurde -.-

  19. Jenny-Mai Nuyen

    Arrrgh… meine Kommentare im Text erscheinen nicht. TECHNIIIIIK!!!

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