8. TESTLESE-WOCHE

Was für ein schöner Herbstmorgen! Ich hoffe, ihr sitzt mit euren Bildschirmen im Park oder Garten und genießt einen Kürbisgewürzpunsch mit Sonnenlicht.

Weiter geht’s mit NoN. Nachdem das letzte Kapitel recht kurz war – und gemeinerweise im freien Fall endete -, gibt es heute ein bisschen mehr zu lesen als sonst. Nicki erfährt, wer ihr geheimnisvoller Retter ist. Ach Mist, jetzt hab ich ja schon verraten, dass sie nicht in den Tod stürzt. Oder? Vielleicht stürzt sie ja lange genug, um noch einen Plausch zu halten. Böse, böse Ideen. Hört lieber nicht auf mich, lest selbst!

Viel Vergnügen wünscht wie immer

eure Jenny

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Die Wahrheit riecht nach Zwiebeln

 

Nicki hatte nie vom Fliegen geträumt. Nur einmal konnte sie sich im Traum mit weiten Sprüngen vorwärts bewegen, aber das war unendlich anstrengend gewesen, und sie war schweißgebadet erwacht. Das Gefühl, frei zu schweben – nicht schwerelos, sondern von der Luft selbst gehalten –, war ihr vollkommen neu.

Es fühlte sich erstaunlich gut an. Wäre sie nicht in Todesangst gewesen und hätte sie nicht gegen den Geschmack von Magensäure ankämpfen müssen, der ihren Gaumen hochdrängte, wäre es sogar eine recht angenehme Art gewesen, Abschied von der Realität zu nehmen. Die Straße, die Weiden, der Kanal und sämtliche Häuser trieben unter ihnen dahin wie ein Teppich aus Lichtklecksen und Quadraten. Nicki überlegte, ob sie vielleicht gestorben war und das nun ihre Todesvision. Aber was hatte der Junge darin verloren?

„Ich heiße Tallis. Jucitell Tallis“, murmelte er dicht an ihrem Ohr. „Nett, dich kennenzulernen.“

Im Flug

Er hielt sie fest umschlungen, seine Finger verhakt mit ihren. Wie ein Paar, das Walzer tanzt, und Nicki musste an ein Gemälde von Marc Chagall denken, wo eine Braut und ihr Bräutigam genau so durch nächtliches Blau segelten. Und eine Ziege und eine Geige waren auch dabei, in dem Gemälde.

Als sie der Erde näher kamen und Nicki einzelne Leute auf den Bürgersteigen erkannte und sie sogar der Luftzug einer U-Bahn traf, die eine Brücke entlangrauschte, begriff sie allmählich, dass das hier immer noch die Wirklichkeit war.

„Was … oh Gott“, stammelte sie. Sobald ihre Füße reflexartig nach Boden suchten, sackte sie zwei Meter in die Tiefe. Ihr Schrei musste sehr laut sein, denn der Junge wich mit dem Kopf so weit zurück, wie er konnte, während er sie wie einen Mehlsack an sich presste.

„Keine Sorge. Alles ist gut. Konzentrier dich auf meinen Mantel. Ist hübsch, oder? Neu gekauft heute. Perfekt für die Jahreszeit.“

Sie wimmerte unkontrolliert.

„Hey, hey. Verrätst du mir deinen Namen? Du hast dich noch gar nicht vorgestellt. War auch ein bisschen hektisch.“

„Ich heiße … ich hasse meinen Namen.“

„Vielleicht hasse ich ihn ja auch. Versuch’s mal.“

„Nenn mich Nicki.“

„Nicki ist doch gar nicht übel. Von Nicki bis Kunigunde ist alles unproblematisch. Konzentrier dich auf den Mantel!“

So albern es auch war, sie befolgte seinen Rat und hielt ihren Blick eisern auf das oberste Knopfloch gerichtet, als ginge sie alles andere nichts mehr an. Schließlich stolperten sie, noch immer verschlungen und sich dementsprechend oft auf die Füße tretend, über Pflasterstein, bis Nicki mit dem Rücken gegen eine Hauswand stieß.

„Alles gut. Wir sind am Boden. Wenn du so weit bist, lasse ich dich los, dann kannst du selbst sehen.“

Er sprach mit ihr wie mit einem Hund. Vielleicht strich er ihr sogar über den Hinterkopf, aber sie wusste es nicht genau. Ihr Körper war sehr weit weg. Immer noch starrte sie auf das Knopfloch. Ein zartes, zimtiges Parfum stieg unter dem Mantel hervor, aufgewühlt von seiner Körperwärme. Ihr fiel auf, dass er nicht besonders groß war. Sie hätte ihre Nasenspitze an sein Kinn drücken können.

„Wir sind geflogen, oder?“, murmelte sie schwach.

„Ich würde es ‚segeln‘ nennen. ‚Segeln‘ klingt glaubwürdiger.“ Irgendwo klirrte Glas. Zwei Männer liefen vorbei, der eine hatte seine Bierflasche auf die Straße rollen lassen. Autos hielten an einer roten Ampel. Alles schien normal.

Es Schweben nennen

Er löste sich so weit von ihr, dass er ihr ins Gesicht sehen konnte. „Wie geht es dir?“

Nicki schluckte. „Wie ist das …“

Er streckte sich und seufzte. Oder war das ein Lachen? „Ach, Aufklärungsgespräche! Aber nicht ohne was zu Beißen. Weißt du, wo es hier in der Nähe ein gutes Restaurant gibt? Irgendwas, egal, obwohl ich schon Lust hätte auf diese kleinen eingelegten Gurkenscheibchen, kennst du die?“

Sie blinzelte angestrengt. „Redest du mit mir?“

„Natürlich rede ich mit dir. Nicki. Du und ich. Wir haben viel zu besprechen. Ich hoffe, du hast nichts vor heute Nacht.“

„Schlafen“, sagte sie mechanisch.

Er dachte wohl, das sei ein Witz, und lachte, was Nicki angesichts der eben demonstrierten Aufhebung der Naturgesetze für eine erschreckend gelassene Reaktion hielt. Sie war jedenfalls noch nicht in der Lage, irgendetwas lustig zu finden.

„Komm, ich lad dich ein. Magst du Chilis? Oh Mann, ich könnte echt ein paar Chilis vertragen.“ Er legte sich ihre Hand auf den Arm und zog sie plappernd die Straße hinunter.

 

Obwohl er mehrfach betonte, dass sie entscheiden sollte, wohin sie gingen, landeten sie nicht wirklich zufällig vor einem mexikanischen Imbiss, dessen Fenster mit roten Chilis verhängt waren. Tallis rieb sich die Hände, als er vor der Theke stand und das Menü studierte, das in Leuchttafeln an der Wand hing. Dann entschied er sich aber doch mit einer Genauigkeit, die Stammkundschaft vermuten ließ, für ein Burrito-Menü, dazu eine Schüssel saure Gurkenscheibchen und rote Chilis extra. Der Mann hinter dem Tresen nickte, als würden die Leute das ständig bestellen.

Nicki hatte gedacht, sie würde nichts hinunterkriegen, aber es duftete nach Gebratenem, und sie hatte kein richtiges Abendessen gehabt, also entschied sie sich für einen Avocadowrap.

Tallis holte eine Cola für sich und ein Wasser für Nicki aus dem Kühlschrank, dann zogen sie sich in die hinterste Ecke des Ladens zurück, was nicht weit hinten war, denn der Raum maß nur fünf Schritte. Tallis fegte die Salat- und Brotkrümel vom Tisch und anschließend von der Bank, bevor Nicki sich setzte.

Er öffnete die Coladose. „Wie fühlst du dich?“

Nicki saß da wie geschlagen. „Erklär. Bitte.“

Er leerte die Dose in einem Zug, dann beugte er sich zu ihr vor. „Nicki. Versuch mir erst zuzuhören, bevor du Fragen stellst. Ich bin kein Mensch.“ Er presste die Lippen zusammen, um ein Rülpsen zu unterdrücken. Vielleicht sollte das eine Demonstration sein – ein unmenschlich kolossaler Rülpser.

„Pardon. Jedenfalls, in der Welt ist nicht alles so, wie es scheint. Ich zum Beispiel scheine ein gewöhnlicher Typ zu sein. In Wahrheit …“ Er beugte sich noch weiter vor. „Wir sind Fließwesen. Frag jetzt nicht warum wir so heißen, es dauert ewig, die Herkunft von Begriffen zu erklären, besonders von diesem Begriff. Du musst erstmal nur wissen, dass wir existieren. Wir sind Geister. Dämonen. Gedanken. Wir sind Entitäten mit Persönlichkeit, die nicht an einen Körper gebunden sind, ohne das Verfallsdatum von Fleisch, wenn man so will. Jetzt fragst du dich bestimmt …“

„Nummer sechsundsechzig, Nummer neun, bitte!“, rief der Mann hinter dem Tresen.

Aufklärungsgespräch

Tallis holte das Essen und noch eine Cola.

„Sieht das gut aus. Wohl bekomm’s!“ Er balancierte seinen vor Käse triefenden Burrito zum Mund und schob sich eine ganze Chilischote hinterher. Als ihm die Augen zu tränen anfingen, schien er tatsächlich so etwas wie ein wohliges Seufzen auszustoßen. Er tupfte sich die Stirn mit einer Serviette ab.

„Seit allen Zeiten haben Fließwesen und Menschen nebeneinander existiert. Man ist sich uneins darüber, wer zuerst da war – wir oder ihr. Wenn du mich fragst, ich kann mir nicht vorstellen, dass es je die einen ohne die anderen gegeben hat. Wir sind verbunden. Und zwischen manchen Menschen und manchen Fließenden ist die Verbindung ganz besonders stark.“ Er sah sie an, als hätte er gerade etwas Bahnbrechendes angedeutet.

„Um mich klar auszudrücken …“ Er kaute zu Ende. „… Fließende und Fleischliche schließen gelegentlich Pakte. Wir kriegen was von euch, ihr kriegt was von uns. Realität gegen Fließendes Wort. Das heißt, wir können die Gesetze der Natur für euch ein wenig biegen, dafür kriegen wir was von eurer Realität ab. Wir existieren nämlich nicht von uns aus in dieser Welt. Nur durch euch.“ Er öffnete seine zweite Cola und beobachtete nun sie mit einiger Skepsis. „Du sagst gar nichts.“

„Ich soll doch mit den Fragen warten, bis du fertig bist.“

„Ach so, ja. Im Prinzip bin ich fertig.“

Nicki zupfte an einem Salatblatt, das aus ihrem Wrap ragte. Eine Weile schwiegen sie sich an.

„Das Rülpsen hat den Auftritt ruiniert, oder?“, fragte er schließlich.

„Du bist echt … komisch.“

„Ich bin kein guter Aufklärer. Die romantische Verklärung liegt mir besser. Aber du bist auch nicht gerade emotional bei der Sache. Ich bin Ausraster gewohnt. Panik. Hysterie. Wenigstens Ungläubigkeit, die man Schicht für Schicht abtragen muss. Aber du? Du bist auch komisch, Nicki. So distanziert.“ Letzteres sagte er nicht abschätzig, sondern mit Interesse.

„Also … Fließwesen, ja?“

„Warum fragen eigentlich alle immer zuerst, warum wir so heißen? Es ist so langweilig, das zu erklären, all die kulturellen Referenzen und Wortspielereien …“

„Kannst du dich in Luft auflösen?“

„Nein“, sagte er sehr ernst und auch froh über den Themenwechsel. „Mit Luft kann man nicht paktieren, also kann man auch nicht ihre Gestalt annehmen. Ich, Jucitell Tallis, von der Klassifizierung her Inkubus, bestehe aus reinem Fließendem Wort. Der Körper hier – und das klingt jetzt aufgrund einiger Filme, die du gesehen haben magst, schlimmer, als es tatsächlich ist –, der Körper hier ist besessen. Er gehört einem Menschen, mit dem ich einen Pakt geschlossen habe. Ich helfe ihm ein wenig aus, dafür darf ich mir manchmal seinen Körper leihen.“

„Wo ist er dann jetzt, der Junge?“

„Er ist nicht weg. Er ist dieser Körper. Wenn ich ihn verlasse, erinnert er sich einfach nicht an das, was während meines Besuchs passiert ist. Er wird zu sich kommen und denken: ‚Es ist ja schon Morgen, da war wohl wieder Jucitell Tallis zu Besuch, mein Dämon, und offenbar hat er mir einen neuen Mantel gekauft und Knoblauch gegessen.‘“

Nicki wollte etwas Lässiges sagen und den ganzen Unsinn beenden. Aber es fiel ihr nichts ein. Sie konnte nur weiterfragen. „Du kannst mit dem Körper machen, was du willst?“

„Ich darf meine Domäne nicht beschädigen. Oder gar töten. Alle Gebrauchsspuren müssen vor Rückgabe wieder getilgt werden.“

„Getilgt.“

„Mit dem, was wir Fließendes Wort nennen. Es ist die Energie, aus der wir gemacht sind. Ihr seid aus Stofflichem. Und so wie Stoffliches und Energie zusammenhängen, weil das eine aus dem anderen hervorgeht, so hängt auch die Vorstellungskraft mit der Realität zusammen.“

Endlich gelang ihr ein Schnauben. Doch der Versuch von Belustigung schlug gleich in einen noch tieferen Schrecken um. Weil sie fürchtete, ihr könnten vor lauter Verwirrung Tränen in die Augen steigen, rieb sie sich das Gesicht. „O Mann. Wahrscheinlich habe ich Drogendämpfe eingeatmet. Du hast das auf jeden Fall.“

„Du bestreitest, wie wir vom Dach gekommen sind?“

Sie sagte nichts, denn im Grunde war Bedrogtheit nur eine halbherzige Flucht vor der Tatsache, dass sie geflogen waren.

„Ich weiß, was du jetzt durchmachst. Dein ganzes Weltbild stürzt ein. Dass du das überhaupt aushältst, liegt daran, dass du mehr Realität besitzt als die meisten Menschen. Weil es Dinge gibt, die du mit Sicherheit weißt und die dich jetzt davor bewahren, verrückt zu werden. Persönliche Dinge. Halt sie gut fest.“ Ein Funkeln lag in seinen Augen, als wüsste er, dass sie an Canon dachte. „Ich kann währenddessen ja mal versuchen, zu erklären, was Fließendes Wort ist. Aus Erfahrung weiß ich, dass Geplapper in solchen Situationen beruhigend wirkt.

Am besten stellst du dir ein Buch vor, das du mal gelesen hast. Das Buch existiert als Buchstaben auf Papier. Während du sie gelesen hast, sind diese Buchstaben durch dein Bewusstsein geströmt. Danach wurden sie zur Erinnerung, verknüpft mit deinen Erinnerungen daran, was du während des Lesens gemacht hast und wie du dich dabei gefühlt hast und überhaupt, was diese lange Buchstabenkette eigentlich für dich bedeutet. Man könnte sagen, ein geistiger Abdruck des Buches existiert nun in dir. Und wenn das Buch verbrannt würde und es gäbe auf der ganzen Welt keine Ausgabe mehr davon, dann würde dieser Abdruck noch in dir existieren. Und andere Abdrücke in anderen Menschen. Diese Abdrücke sind unstofflich, immateriell, aber sie sind etwas. Genauer gesagt Fließendes Wort.

Ich, der ich mich dieses Körpers und seiner Stimme bediene, bin Fließendes Wort. Ich bin ein ganz spezieller Abdruck der Menschheit.“

Nicki blinzelte. „Bist du mein Abdruck oder einer, der für alle Menschen gleich ist?“

Er deutete mit dem Finger auf sie. „Sehr kluge Frage! Ich bin beides. Ich bin ein Abdruck der Träume sämtlicher Mädchen weltweit – nur durch sie kann ich existieren. Aber jedes einzelne Mädchen würde in mir ihren eigenen Abdruck erkennen.“

„Wieso Mädchen?“

„Ich sagte bereits, ich bin ein Inkubus. Ich bin sozusagen auf Mädchen spezialisiert.“

Sie schüttelte den Kopf, als würde das die Gedanken in ihr sortieren.

„Lass dir Zeit, du musst nicht alles gleich verstehen.“

Nicki probierte erst jetzt ihren Wrap. Er war nur noch lauwarm, aber immer noch lecker. Schließlich ließ sie ihn wieder sinken. „Du bist richtig durchgeknallt.“

Seine ruhige, ernste Miene zwang sie, sich zumindest vorzustellen, dass das, was er gesagt hatte, wirklich stimmte.

Dann wäre alles anders, als sie geglaubt hatte.

Alles.

Nur dass der Schulstoff nichts mit der echten Welt zu tun hatte, wäre damit bestätigt.

„Wie auch immer… Du hast mich gerettet“, stellte sie leise fest. „Danke dafür.“

Jucitell Tallis

„Aber, aber. Das ist immerhin mein Teil des Paktes.“ Er lächelte auf eine Art, dass sie automatisch zurücklächeln musste.

Dann zog sie die Mundwinkel herunter. „Welches Paktes?“

Er warf sich eine Chilischote in den Mund. „Unseres Paktes natürlich.“

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32 Comments

Filed under Nacht ohne Namen

32 Responses to 8. TESTLESE-WOCHE

  1. Jenny

    Oh Gott, Ich LIEBE Tallis!
    ich habe beim Lesen bereits dieses tiefe Sympathie ihm gegenüber empfunden und es wundert mich gar nicht wieso.
    Sein Charakter ähnelt wirklich meines. Ich glaube, ich käme wirklich super gut mit ihm aus. Seine Art und das was er sagte, haben mich die ganze Zeit zum Lachen gebracht, einfach herrlich!
    So will ich auch über das mögliche Übernatürliche in unserer Welt aufgeklärt werden, auch wenn ich wohl erst mal ausflippen und ihm dann mit glänzenden begeisterten Augen an den Lippen kleben würde! Also die Anzahl an dämlichen Kommentaren und Sprüchen würde sich jedoch mit mir mehr als nur verzehnfachen, bin leider auch so eine Kandidatin dafür…ungewollt (oder doch gewollt?) komisch zu sein.
    Also Tallis finde ich persönlich super gelungen, momentan ist er mein Lieblingscharakter schlechthin. Wie immer liebe ich deinen Schreibstil und genieße es wirklich sehr, diese Testkapitel in einem Rutsch lesen zu dürfen (und dämlich vor mich hinzugrinsen!)

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Jenny,
      das freut mich! Ja, Tallis ist so jemand, von dem man sich richtig gerne ein bisschen ärgern lässt ^^ Er tut das im Verlauf der Geschichte auch noch exzessiv mit Nicki, also wirst du bestimmt auf deine Kosten kommen. Ich bin das jedenfalls beim Schreiben.

  2. Lizzy

    Heya =)

    Ich weis ich bin ein bisschen spät, aber lieber später als nie ;) Und ich will mich auch gar nicht lange aufhalten, da gleich schon das nächste Kapitel kommt.
    Über bedrogt bin ich auch gestolpert.. Ich würds ändern. Ansonsten wurde schon alles gesag, was mir aufgefallen ist =)

  3. Luc

    Hallo,

    Die legere Art und Weise, wie Tallis seine Erklärungsrede abliefert ist wirklich sehr gelungen, und regt immer wieder zum Schmunzeln an. Wobei ich nicht glaube, dass er das macht, um Nicki besonders zu beruhigen, sondern das eher seine Art von Humor ist. Ich habe fast das Gefühl, dass er sie damit noch mehr verwirren will. So nach dem Motto: Ich zerstöre dein Weltbild, und das ganz so nebenbei. Auf mich wirkte er fast schon ein wenig enttäuscht, dass Nicki doch noch relativ nüchtern an die Sache heranging. Vielleicht tue ich ihm aber unrecht.

    Wie gut oder böse seine Motivationen sind, kann ich noch nicht einschätzen. Dass er Charme und Humor hat, muss ja noch nichts über gute Absichten aussagen. Besonders wenn man annimmt, dass Charme gegenüber Frauen als Inkubus quasi gegeben ist. Und Leute reinzulegen offensichtlich auch; schließlich hat er ihr ja im letzten Kapitel den Pakt in der ganzen Hektik ja praktisch nebenbei und ziemlich implizit abgerungen. Das Händeschütteln ging auch mehr von ihm als von Nicki aus, wenn ich mich recht entsinne.

    Ich finde es übrigens sehr toll, wie Begriffe, die bereits zuvor beiläufig gestreut wurden, und über die man bereits erste vage Thesen aufstellen konnte, jetzt endlich erklärt werden. Noch toller finde ich sogar, dass einige Erklärungen durch den Kontext geliefert werden, ohne dass es überhaupt nötig wird, diese explizit zu erläutern. So versteht man z.B., dass die bereits zuvor erwähnte „Domäne“ der Körper sein muss, den ein Fließwesen besetzt, ohne dass da eine langatmige Definition geliefert werden muss. Sehr clever gelöst :-)

    Es ergibt jetzt für mich auch einen Sinn, was Isabel macht: Sie hilft Menschen zu erfahren, was mit ihrem Körper passiert ist, während sie von einem Fließwesen gesteuert wurden.

    Was ich im Moment noch nicht ganz begreife: Wenn Tallis nur auf Mädchen „spezialisiert“ ist, wie hat er dann den Jungen verpaktet, dessen Körper er gerade „benutzt“. Oder ist das eigentlich ein Frauenkörper, und Nicki sieht nur einen Jungen, weil sie automatisch ihren „Traummann“ sieht? Super spannend finde ich in diesem Kontext tatsächlich auch Johannas Frage, ob er dann überhaupt eine eigene Persönlichkeit hat, oder gegenüber jeder Frau eine andere.

    Freue mich auf Fortsetzungen… Im Moment diene ich dir beim Testlesen zwar mehr mit Thesen als mit Kritik, aber ich denke, dass es für dich als Autor ja auch interessant sein muss, die Ideen die den Lesern so durch den Kopf schwirren, mitzuerleben.

    • Jenny-Mai Nuyen

      Luc, danke für deinen ausführlichen Lesebericht! An „Thesen“ bin ich mindestens so sehr interessiert wie an Kritik, immerhin möchte ich ja auch wissen, ob die Geschichte zu verwirrend oder zu leicht durchschaubar ist.
      Deine Gedanken zu Tallis treffen genau ins Schwarze. Eine Vermutung bestätigt sich noch, aber ich sage lieber nicht welche, sonst wäre das eine große Vorwegnahme.
      Während des Schreibens habe ich mich oft gefragt, inwiefern man Fließwesen eine Persönlichkeit zusprechen kann, wenn sie sich aus Ideen zusammensetzen. Ich tendiere zu der Antwort, dass sie sehr wohl Persönlichkeit besitzen – wenn Persönlichkeit sich durch Geschichten konstituiert, die man erlebt hat und die man über sich selbst erzählen kann. Fließwesen besitzen davon unendlich viele. Sie haben also vielleicht sogar mehr Persönlichkeit als sterbliche Menschen. ABER: Wie frei sind Fließwesen, wenn sie durch menschliche Vorstellung bestimmt sind? Können sie etwas für ihre eigenen Handlungen, oder verkörpern sie nur etwas ohne Mitspracherecht? Dann wären sie ja wie Roboter.
      Andererseits, wie frei sind Menschen? Wir sind doch auch durch Persönlichkeit, Umstände und Erfahrung stark bestimmt. Trotzdem würden wir uns wahrscheinlich nicht als Roboter bezeichnen. Worin liegt unsere Freiheit? (Vielleicht darin, dass wir gerade weniger Persönlichkeit, also Geschichten, haben als Fließwesen?)
      Interessante Überlegungen, jedenfalls. Vielleicht sollte sich mal ein Fließwesen zu Wort melden, wie das Dasein so für es ist? ^^

  4. Lea

    Hallo! :) Ich habe bisher noch nichts kommentiert, weil das die anderen alle schon so wunderbar gemacht haben, aber heute möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben. Erst mal: Ich finde NON bis jetzt genial und das heutige Kapitel auch. Zum einen wird ganz viel erklärt, zum anderen bekommt man aber auch einen guten ersten Eindruck von Tallis. Man merkt wirklich, dass er eine Diva ist – „Traum aller Mädchen“ oder so ähnlich. (Ist es übrigens Absicht, dass er sich wie James Bond vorstellt? Also, den Nachnamen zuerst und dann Vor- und Nachname.) Und dann den kleinen Schock am Ende, den Nicki noch zusätzlich erfährt, als sie herausfindet, dass sie einen Pakt mit Tallis geschlossen hat – sehr gelungen. Man will sofort weiterlesen und fragt sich, was Nicki tun wird. Ich vermute übrigens, dass Tallis durch den Pakt Realität fordert bzw. erfährt – bestellt er sich deshalb die Chillis, um etwas Reales zu spüren, auch wenn es schmerzhaft (scharf) ist?

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Lea,
      vielen Dank für deine Rückmeldung! Freut mich, dass du NoN bisher wohlwollend begleitest. Zu deinen Anmerkungen:
      Tallis stellt sich vermutlich mit seinem Nachnamen zuerst vor, weil der geläufiger ist. Er heißt für Nicki auch im Verlauf des Buches nur Tallis, weil „Jucitell“ so komisch ist. Das weiß er wohl selber ;)
      Die Chilis mampft Tallis definitiv, weil er als Fließwesen auf körperliche Erfahrungen abfährt, und zwar auf so intensive Erfahrungen wie nur möglich. Darum haben die Dämonen bei Frau La Psie auch so viele Drogen genommen und so viel genascht. Ich denke, für sie sind Schmerzen nicht so schlimm wie für Menschen, weil sie Verletzungen nicht fürchten müssen.

  5. Marius

    Cooles Kapitel und den Spagat zwischen der Realität und der Phantastik ist super gelungen.
    Auch die Auflösung ist sehr interessant, wobei ich mir jetzt dank Jucitells Beispiel immer vorstellen muss, dass die Fließwesen tatsächlich nur existieren, weil wir Menschen viele verschiedene Bücher lesen und ein Abbild deren in unseren Gedanken tragen ;-)
    Ein wenig geflunkert hast du aber: So lang war das jetzt aber auch nicht, nun muss ich schon wieder ’ne Woche warten bis es weiter geht. :D

    Ich habe aber diesmal noch zwei kleinere Fragen:

    1. Das Wort „Bedrogtheit“ ist dein Neologismus, oder? Ich konnte mir nicht verkneifen mal danach zu googlen, denn irgendwie hat es mich gestört – ich habe zwei mal lesen müssen weil ich beim ersten Mal „Bedrotheit“ gelesen habe.
    2. Hm, ein Incubus ist für mich bisher immer ein mädchen/frauenschändender (meist sexuell), böse Dämon gewesen (Gegenpart: ein Sukkubus). Ist das Absicht? Soll Jucitell so einer sein oder muss ich mich hier von meiner Vorstellung dieser Dämonen lösen?

    Liebe Grüße,
    Marius

    • Marius

      Es sollte natürlich „der Spagat“ heißen :)

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hey Marius!
      Freut mich, dass es dir gefallen hat :) Tallis findet es bestimmt auch gut, dass seine Abdrücke gestreut werden. Solang er dabei nicht zu schlecht weg kommt!
      Zu deinen Fragen:
      „Bedrogtheit“ hat mir eigentlich gefallen, aus unten genannten Gründen. Ich bin aber auch ein Freund von wohlgesetzten Stolpersteinen in einem Text, der mich zum Innehalten zwingt.
      Ein Incubus, ebenso wie ein Sukkubus, diente dazu, feuchte Träume zu erklären – und die Verantwortung für sie weit von sich zu weisen. Man hat sie zwar verteufelt, fand den Besuch eines solchen bösen Geistes insgeheim aber gar nicht sooo schlimm, vermute ich jetzt mal…

  6. Johanna

    Hallo Jenny :-)!
    Wow, ich finde deine Idee mit den, aus fließendem Wort bestehenden Gestalten, total toll und interessant :-)! Ich kann es jetzt schon nicht erwarten zu erfahren, was genau für einen Pakt die beiden mit dem Händedruck im vorherigen Kapitel geschlossen haben. Was Tallis wohl von Nicki im Gegenzug für ihre Rettung haben möchte ;-)?
    Mir haben auch deine Beschreibungen während des Segelns sehr gut gefallen. Auch Nickis Reaktion auf die Offenarungen von Tallis wirkten auf mich völlig natürlich. Ich denke, dass Tallis durch sein vieles Geplapper auch sehr dazu beigetragen hat :-D. Das hat ihn mir auch immer symphatischer werden lassen. Er hat so eine beruhigende Art an sich und eine abfärbende Leichtigkeit.
    Ich habe nur eine Frage, die ich dir gerne stellen würde, weil sie mich nach dem Lesen beschäftigt hat: Wenn Tallis als Inkubus der Abdruck der Träume aller Mädchen ist und jedes Mädchen ja in ihm etwas anderes erkennt, besitzt er dann eigentlich noch so etwas wie eine eigene Persönlichkeit? Oder wechselt sein Verhalten und seine Persönlichkeit abhängig von dem Mädchen, das vor ihm steht?

    Ein superschön geschriebenes Kapitel :-)! Ich freue mich schon auf nächsten Sonntag!
    Ganz liebe Grüße, Johanna

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hi Johanna!
      Interessante Frage. Ob ein Fließwesen Persönlichkeit besitzt oder nur wie eine Maschine die Verhaltensmuster abspielt, die ihm die Vorstellungen der Menschen eingeben, hat mich auch lange beschäftigt. Weiter oben gehe ich dazu ein wenig ein – in der Antwort auf Lucs Kommentar. (Ich hab ihn vor deinem gelesen, deshalb!)

      • Johanna

        Vielen Dank für deine Antwort Jenny :-)!
        Ja, das mit ihrer entwickelten Persönlichkeit ist sehr einleuchtend. Ich fand aber auch deine Gedanken dazu, wie frei sie denn sind und somit, wie frei wir Menschen überhaupt sind auch sehr interessant. Ich denke, vermutlich ist der einzige Teil von uns, der wirklich frei ist, unsere Seele bzw. unser Geist. Denn über diesen verfügen nur wir allein und er kann so weit in die Welt oder darüber hinaus strömen und uns an andere Orte tragen, wie wir es uns wünschen.
        Meine Überlegungen taten jetzt vermutlich nicht mehr so viel zur eigentlichen Sache hinzu, aber du hast mich durch deine eigenenGedankenspiele selbst ins Grübeln gebracht :-D.

        • Jenny-Mai Nuyen

          Johanna, deine Überlegungen tun sehr wohl etwas zur Sache – als Testleserin ist alles, was du kommentierst, für mich von Interesse. Darüberhinaus finde ich das Thema Persönlichkeit/Freiheit so spannend, dass ich auch gern abseits der Testleseaktion darüber rede.
          Du bist mit der Idee, dass nur der Geist wirklich frei sein kann, übrigens auf die These von Kant gekommen, dem einflussreichsten Philosophen der Aufklärung. Der sieht den Menschen gefangen in Trieben und Neigungen, bis er sich entschließt, vernünftig zu handeln – also nachzudenken, eine Maxime zu finden und ihr unbedingt zu folgen.
          Mit dem Christentum kam zum ersten Mal (zumindest in der abendländischen Kultur) die Vorstellung einer Freiheit auf, die vollkommen verinnerlicht ist. Das war die Freiheit der Seele.
          Der heutige Glaube an die Hirnforschung und die Beantwortbarkeit solcher hochkomplexer Fragen mittels der empirischen Wissenschaften beleuchtet das Ganze nochmal anders (aber ich würde nicht sagen besser). Muss man z.B. die Schuldfähigkeit eines Straftäters mindern, weil er erhöhte Testosteronwerte hat? Ist Freiheit letztlich abhängig von der Möglichkeit von Vernunft, von der Intensität unserer Triebe und Neigungen? Ist alles auf Hirnzustände und Hormone reduzierbar?
          Ein riesiges Gebiet für Überlegungen. Es gibt dazu zum Glück auch tolle philosophische Texte. Man liest nie aus :)

          • Johanna

            Oh gut, das freut mich :-). Danke für deine ausführliche Antwort und den kleinen Ausflug in die Philosophie :-D.
            Ich freue mich schon auf Sonntag:-)!

  7. Anna

    Hallo! Ich lese schon seit dem Anfang mit und ich muss sagen, ich liebe es bis jetzt! Es ist auch einmal etwas anderes, als das was ich von deinen anderen Büchern kenne, und ich liebe sie alle.
    Jedoch wollte ich fragen, warum Tallis als Inkubus nur auf Mädchen spezialisiert ist? Das wundert mich gerade ein bisschen, aber ansonsten finde ich es toll und freue mich auf das nächste Kapitel!

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hallo Anna! Schön, dass du dich zu Wort meldest, dadurch kann ich mir besser vorstellen, für wen ich eigentlich schreibe :)
      Ein Inkubus gilt volkstümlich als eine Art erotischer Albtraum (oder besser gesagt Traum), der nachts Frauen heimsucht – die weibliche Version ist ein Sukkubus und auf Männer spezialisiert. Das recherchiert Nicki aber noch später.

  8. Nienor

    Meine Lieblingsstalle heute: „mit einer Genauigkeit, die Stammkundschaft vermuten ließ“.
    Ich finde die trockene und überlegte Art, mit der Nicki auf die neuen Informationen reagiert toll und ich nehme ihr die Gelassenheit auch ab.

  9. erst einmal : klasse auflösung!
    ich muss laurence beipflichten, diese erklärung hätte ich nicht erwartet, aber sie gefällt mir sehr gut :)
    zu dem gespräch der beiden muss ich sagen, dass tallis mir erst etwas ZU gelassen schien, doch später ließ er ja durchscheinen, dass er dieses gespräch schon des öfteren geführt hat, es für ihn also schon fast smalltalk ist.
    bei nickis reaktion hingegen bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob es nun wirklich ihre eigene war (meine verwirrende theorie dazu hab ich ja oben schon verlautbart), einfach weil ich weiß, dass ich persönlich anders reagiert hätte – die fragen, die sie tallis nacher stellt hingegen könnten eins zu eins von mir stammen!
    apropos von mir : gib’s zu, du hasst mein ideenbuch stibitzt! als tallis von den fließwesen zu erzählen begann war ich nämlich echt geschockt. ich schreibe seit langem an einem fantasy-roman in dem sehr ähnliche wesen einen großen teil der handlung bestimmen, mit dem kleinen unterschied, dass sie sich sehr wohl in luft auflösen können.
    also, die idee gefällt mir, aber wenn ich meinen roman dann endlich veröffentlich möchte ich bitte deine unterschrift darauf, dass wir unabhängig voneinander arbeiten ;)

    noch einen schönen sonntag (kürbis-cocos-kekse lassen sich übrigends auch herrlich bei sonnenschein genießen)
    rica

    • Jenny-Mai Nuyen

      O nein, ich kenne das, wenn man eine Idee hat, und dann erscheint ein Buch mit derselben. Eine Freundin von mir hat sich 70prozentig Harry Potter ausgedacht, kurz bevor Harry Potter erschien…
      Aber im Zweifel sind Ideen ja auch gar nicht neu, sondern kreativ aufgebacken, und daher sind verschiedene Versionen völlig legitim. Dass es bei NoN Fließwesen gibt, die aus reinen Ideen bestehen, ist direkt von Platons Ideenwelt übernommen. Ein weiterer wichtiger Einfluss war die Hölle/Unterwelt „Wiedenfließ“ aus „Hiobs Spiel“ von Tobias O. Meißner. Der hat mir übrigens das OK gegeben, dass ich mit NoN eine Mini-Hommage an seine Horrorliteraturreihe schreibe. Ein OK brauchst du für deine Geschichte aber nicht von mir, denn du hast sie ja parallel entwickelt. Nur neugierig bin ich jetzt.

      • aahh, die kenn ich zwar leider beide nicht, aber das kann sich ja schnell noch ändern :) aber du hast natürlich recht damit, dass keine idee wirklich neu ist. schließlich wird man auch unterbewusst von allem beeinflusst, was man liest, sieht oder hört – aber dass du dich sogar so bewusst inspirieren lassen hast überrascht mich nun doch. wobei es ja so klingt, als ob du eher eine alternative zu ‚hiobs spiel‘ entwickelst, denn horror ist NoN ja gott sei dank nicht.

        • Jenny-Mai Nuyen

          Nein, Horror ist NoN nicht. Ich wollte ja auch nicht „Hiobs Spiel“ nochmal schreiben. Das würde mir auch gar nicht gelingen, „Hiobs Spiel“ ist vollkommen, wie es ist.

  10. Laurence

    Hallo Jenny,

    Wow!!!

    Das ist mal eine geniale Idee mit den Fließwesen. Bestehend aus fließendem Wort. Sehr cool.
    Mit allem hätte ich gerechnet, nur nicht damit. (Und das ist sehr gut.)
    Ich bin begeistert.
    Und der Cliffhanger ;-) Klasse. Ich bin schon gespannt, ob er sich auch Nickis Körper „ausborgt“ ;-)
    Kritik hab ich gar keine. Oder? „Bedrogt“ fand ich ein geiles Wort hahaha …

    So, jetzt muss ich wieder am Zaun weiter arbeiten…

    Viele liebe Grüße und noch einen superprächtigen Sontag wünsch ich dir.
    Mögen die Ideen dir niemals ausgehen :-)

    Laurence

    • Jenny-Mai Nuyen

      Hey, ich konnte dich überraschen! So soll es sein. Und das mit den Ideen, das wünsche ich dir gleich mal zurück. Aber auch Zaunlatten und Kaffee für deine Frau und was du sonst noch so für die tägliche Rettung der Welt benötigst.

      • Laurence

        Danke :-)
        (Ein neuer Rücken wäre toll *lol*)

        • Jenny-Mai Nuyen

          O Lord. Ein Zaun für einen Rücken, das ist aber ein schlechter Tausch. (Es sei denn, der Zaun hält Gefahren ab, die mehr zerstören würden… gibt es bei euch Werwölfe?) :)

          • Laurence

            Werwölfe nicht. Aber die gefährlichen Knospenfresser. Sie kommen meist in den frühen Morgenstunden und fressen alles was blühen will. Sie können nämlich nichts leiden, was in der Sonne seine Schönheit entfaltet, da sie selber sagenhaft schön sind. Und dummerweise auch weich, aber nicht knuddelig. Und grooooß sind sie… Man munkelt, manch schöne Maid ist in ihren Bann geraten und wurde selbst in eine dieser Wesen verzaubert.
            Der Volksmund nennt diese äußerst gefährlichen wilden Kreaturen:…. Rehe!!!
            Ups… ich hab das nicht geschrieben ;-)

  11. Lucifer

    So schwer es sein mag, einen Dialog zu führen der eigentlich extrem schnell ins Klischee abrutschen könnte (Übernatürlicher Hottie erklärt seiner in allem durchschnittlichen Auserwählten seine geheimnisvolle Welt und schleppt sie dann ab, siehe Twilight oder so. Aber kein Vergleich.) allein Nickis Gedanke über den Schulstoff lässt mich himmelhochjauchzen :D Deine Herangehensweise ist eine ganz eigene, gefällt mir sehr! Kann nächsten Sonntag kaum erwarten!

    • Jenny-Mai Nuyen

      Haha, ja, das mit dem Schulstoff konnte ich mir nicht verkneifen. Ich musste aber insgesamt eher aufpassen, bei dem Dialog nicht zu sehr ins Witzeln abzurutschen, denn immerhin befindet Nicki sich in einer emotionalen Extremsituation. Kurz bevor ich NoN schrieb, hab ich „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams gelesen; meine Begeisterung für den trockenen Humor hat sicher einen positiven Einfluss auf die Kitschgefahr gehabt ;)

  12. Lissa

    Der kerl hat ja echt einen an der Waffel ^^
    Super kapitel auf jeden Fall! Einfach grandios, wie der typ mal eben so ganz locker nebenbei nickis weltbild plattmacht :P … „bedrogt“ würde ich noch in „berauscht“ oder „high“ oder so ändern…

    • Jenny-Mai Nuyen

      Freut mich, dass das Kapitel dir gefallen hat, Lissa! „Bedrogt“ mag ich eigentlich ganz gerne, weil es nicht so gängig ist wie „berauscht“ und „high“ und weil es ein bisschen an „dröge“ anklingt. Aber vermutlich steckt da auch ein unbewusster englischer Einfluss drin: „drugged“ sagt man ja.

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